WVV_Energie

WVV Energie klärt auf

Aktuell befindet sich der Energiemarkt in einer Ausnahmesituation.

Dies wirft nicht zuletzt bei Ihnen als unsere Kunden Fragen zum aktuellen Marktgeschehen und der zukünftigen Entwicklung auf.

Auch wenn ein Blick in die Zukunft zur Zeit schwierig ist, möchten wir Ihnen im Folgenden die wichtigsten Infos und Antworten auf zentrale Fragen rund um die Energieversorgung zur Verfügung stellen.

Unsere Mitarbeiter im Kundenservice sind darüber hinaus jederzeit für Sie und Ihre Anliegen da.

WVV Kundenzentrum
Domstraße 26
97070 Würzburg

Mo.-Fr.: 08.30 - 18:00 Uhr

Service-Tel.: 0931 36-1155

Newsticker – aktuelle Beschlüsse

Inkrafttreten und Aktualisierung der Gasumlagen – 01.10.2022

Zur Prävention einer Gasmangel-Lage wurden vom Bund folgende Gasumlagen beschlossen. Diese treten zum 1. Oktober 2022 in Kraft.

Gasbeschaffungsumlage
Gemäß §26 Energiesicherungsgesetz aufgrund der Notwendigkeit teurer Ersatzbeschaffungen auf dem Energiemarkt. Sie beträgt 2,419 Cent pro kWh (netto).

Gasspeicherumlage
Gemäß §35e Energiewirtschaftsgesetz zur Erreichung der gesetzlich festgelegten Füllstände der bundesweiten Gasspeicher. Sie beträgt 0,059 Cent pro kWh (netto).

Gasbilanzierungsumlage
Diese Umlage ist bereits seit 2014 Bestandteil der Preiszusammensetzung und wird zum 1. Oktober 2022 für SLP-Kunden (Privathaushalte und Gewerbekunden mit einem Jahresverbrauch bis 1.500.000 kWh) auf 0,57 Cent und für RLM-Kunden (ab einem Jahresverbrauch von 1.500.000 kWh) auf 0,39 Cent pro kWh (netto) erhöht.

Darüber, wann Sie von den Umlagen betroffen sind und welche Auswirkungen diese auf Ihren individuellen Abschlag haben, informiert Sie die Stadtwerke Würzburg AG rechtzeitig postalisch.

Sie müssen sich um nichts weiter kümmern, Ihre Abschläge werden bei Bedarf automatisch angepasst und im betreffenden Schreiben mitgeteilt.

Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSikuMaV) – 01.09.2022

Zur Sicherung der Energieversorgung hat die Bundesregierung die Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSikuMaV) beschlossen. Diese enthält kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Energieeinsparung im privaten, öffentlichen und gewerblichen Sektor. Sie tritt am 1. September 2022 in Kraft und mit Ablauf des 28. Februar 2023 wieder außer Kraft.

Maßnahmen zur Energieeinsparung in Privathaushalten
Fakultative Temperaturabsenkung durch Mieter(§ 3):
Mindesttemperaturklauseln in Mietverträgen für Wohnräume, wonach sich der Mieter dazu verpflichtet, durch eine bestimmte Mindesttemperatur Schäden an der Wohnung zu vermeiden, treten für diesen Zeitraum außer Kraft.

Verbot der Nutzung bestimmter Heizungsarten für Schwimm- und Badebecken (§ 4):
Private, nicht-gewerbliche, innen- oder außenliegende Schwimm- und Badebecken einschließlich Aufstellbecken dürfen nicht mehr mit Gas oder mit Strom aus dem Stromnetz beheizt werden. Eine Ausnahme gilt hierbei für therapeutische Anwendungen.

Maßnahmen zur Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden

  • Verbot der Beheizung von Gemeinschaftsflächen (§ 5)
  • Höchstwerte für die Lufttemperatur in Arbeitsräumen in öffentlichen Nichtwohngebäuden (§ 6)
  • Trinkwassererwärmungsanlagen in öffentlichen Nichtwohngebäuden (§ 7)
  • Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern (§ 8)

Maßnahmen zur Energieeinsparung in Unternehmen

  • Informationspflicht über Preissteigerungen für Versorger und für Eigentümer von Wohngebäuden (§ 9)
  • Ladentüren und Eingangssysteme im Einzelhandel (§ 10)
  • Nutzungseinschränkung beleuchteter Werbeanlagen (§ 11)
  • Mindestwerte der Lufttemperatur für Arbeitsräume in Arbeitsstätten (§ 12)

Genauere Informationen zu den Maßnahmen finden Sie in der Verordnung der Bundesregierung .

Energiesicherungstransportverordnung (EnSiTrV) – 25.08.2022

Als weitere Maßnahme zur Sicherung der Energieversorgung hat die Bundesregierung am 24.08.2022 die Verordnung zur Priorisierten Abwicklung von schienengebundenen Energieträgertransporten zur Sicherung der Energieversorgung beschlossen.

Hiermit soll der Betrieb von Kraftwerken, Raffinerien und Stromnetzen sichergestellt werden. Sie ist am 25.08.2022 in Kraft getreten und tritt voraussichtlich mit Ablauf des 25.02.2023 außer Kraft.

Zur Verordnung der Bundesregierung

Inkrafttreten des europäischen Gas-Notfallplans – 09.08.2022

Der europäische Gas-Notfallplan ist am 09.08.2022 in Kraft getreten und dient der Vorbereitung auf eine mögliche Einstellung der russischen Erdgaslieferung auf EU-Ebene. Hierbei wurde sich darauf verständigt, dass alle EU-Länder ihren Gasverbrauch auf freiwilliger Basis von Anfang August 2022 bis März 2023 um 15 % senken.

Welche konkreten Maßnahmen für die Erreichung des Einsparziels vorgenommen werden, ist hierbei den EU-Ländern selbst überlassen.

Wegfall der EEG-Umlage – 01.07.2022

Ziel des Wegfalls der EEG-Umlage ist es, Stromkunden bei den Energiekosten spürbar zu entlasten.

Tatsächlich hat die öffentliche Hand sehr großen Einfluss auf die Endkundenpreise von Strom und Gas. Beim Haushaltskundenstrom machten Steuern, Abgaben und Umlagen 2021 durchschnittlich 40 % des Strompreises aus.

Wir freuen uns, diese Preissenkung durch den Wegfall der EEG-Umlage seit 01.07.2022 automatisch zu 100 % weitergeben zu können.

Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.400 kWh wird dadurch um rund 150 € pro Jahr entlastet. Für die zweite Jahreshälfte in 2022 beträgt die Ersparnis folglich 75 €.

Alarmstufe Notfallplan Gas (Deutschland) – 23.06.2022

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 23. Juni 2022 die zweite Stufe des Notfallplan Gas ausgerufen, die sogenannte Alarmstufe. Grund hierfür ist, dass Russland die Gasflüsse durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert hat. In der Alarmstufe sichern marktbasierte Maßnahmen die Versorgung, z. B. die Umschaltung auf alternative Energieträger oder die Einsparung von Energie.

Wichtig: Aktuell besteht keine Gasmangellage, angeordnete Abschaltungen von Industriekunden oder vergleichbare staatliche Markteingriffe sind derzeit nicht erforderlich. Privatkunden und soziale Einrichtungen stehen unter einem besonderen Schutz und werden laut Notfallplan Gas auch im Krisenfall weiter mit Gas beliefert. Trotz angespannter Lage müssen sich Privatkunden zum jetzigen Zeitpunkt keine Sorgen um ihre Gasversorgung machen.

Frühwarnstufe Notfallplan Gas (Deutschland) – 30.03.2022

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ruft die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas aus – dieser Entschluss dient der Vorsorge, die Versorgungssicherheit ist weiterhin gewährleistet.

Das einberufene Krisenteam Gas wird die aktuelle Situation im Gasnetz engmaschig beobachten und bewerten.

Die Frühwarnstufe bedeutet für Sie als Privatkunde der WVV Energie noch nichts. Sie ist die erste von drei Warnstufen und führt lediglich dazu, dass die Bundesnetzagentur Listen mit Verbrauchern erstellt, die bei einer weiteren Verschärfung der Lage aufgefordert werden würden, ihren Gasverbrauch einzuschränken.

Privatkunden, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen sind geschützte Kunden, die im Fall eines Mangels priorisiert würden.

FAQ – Preisentwicklung

Wie konnten die Marktpreise so stark steigen?

Ursachen waren u. a. das Anziehen der Wirtschaft nach der Corona-Krise und eine andauernde Windflaute. Dieser erste starke Anstieg der Marktpreise führte zu zahlreichen Aufkündigungen durch Billiganbieter. Die einspringenden Grundversorger mussten diese unvorhersehbaren Mehrmengen anschließend am Energiemarkt teuer einkaufen.

Seit dem Ukraine-Krieg hat sich die Preissituation durch die schwer vorhersehbare Marktlage weiter verschärft. Weiterführende Informationen zum Thema Energiepreisentwicklung finden Sie hier .

Kann ich vorsorglich meinen Abschlag erhöhen?

Abschlagsanpassung im Onlineservice

Bei allen WVV Energiekunden, bei denen eine Preisanpassung im Gas zum 1. Mai erfolgte, wurde der Abschlag durch die WVV Energie automatisch erhöht.

Darüber hinaus können Sie Ihren Abschlag über den WVV Onlineservice einsehen und anpassen.

Zum WVV Onlineservice

Welche Tarife sind aktuell von einer Preiserhöhung betroffen?

Grundsätzlich werden wir uns sowohl für Gas als auch für Strom auf ein deutlich höheres Preisniveau einstellen müssen. Die WVV Energie konnte eine Preiserhöhung für ihre Kunden im Vergleich zu anderen Anbietern lange zurückhalten.

Seit dem 1. Mai mussten allerdings auch wir die stark erhöhten Beschaffungspreise an unsere Bestandskunden im Bereich Gas weitergeben. Sobald eine Preisanpassung für Ihren Tarif erforderlich ist, werden Sie rechtzeitig vorab über ein Preisanpassungsschreiben informiert.

Wie kann ich meine Energiekosten senken?

Durch die steigenden Beschaffungskosten kann ein Anstieg des Preisniveaus leider nicht verhindert werden.

Wie Sie Ihren individuellen Energieverbrauch und somit auch die Kosten senken können, haben wir unter unseren Energiespartipps für Sie zusammengefasst.

Um Ihnen als unseren Kunden die bestmögliche Unterstützung zu bieten, arbeiten wir aktuell an Lösungen, um Sie bei der Erhöhung Ihrer individuellen Energieeffizienz unterstützen zu können.

Wie werden sich die Strom- und Gaspreise zukünftig entwickeln?

Die genaue zukünftige Entwicklung am Energiemarkt ist aktuell kaum vorherzusehen, doch nach aktuellem Stand werden die Preise vorläufig auf einem hohen Niveau stagnieren oder sogar noch weiter steigen.

Die WVV Energie tut ihr Möglichstes, um die Preisbelastung für ihre Kunden so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig für größtmögliche Stabilität zu sorgen.

Welche Auswirkungen hat die aktuelle Marktlage für mich als Fernwärme-Kunde?

Da Erdgas regional die hauptsächliche Energiequelle zur Erzeugung der Fernwärme ist, werden sich ebenfalls die Fernwärmepreise erhöhen.

Weiterführende Informationen zum Thema Preisentwicklung.

Für die WVV Energie steht der Kunde an erster Stelle. Daher möchten wir Ihnen auch in der aktuellen Situation größtmögliche Transparenz bieten.

In unserem Artikel zum Thema "Energiepreisentwicklung" (Stand 10. Juni 2022) erklären wir Ihnen daher die Zusammenhänge der aktuellen Marktsituation.

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FAQ – Energieversorgung

Kann mir die WVV Energie aktuell ein Tarifangebot machen?

Selbstverständlich nehmen wir weiterhin fair und zuverlässig unsere Rolle als lokaler Grundversorger wahr. Sollten Sie Ihrem Strom/-Gasversorger gekündigt haben oder wurden selbst gekündigt, brauchen Sie nichts weiter zu unternehmen. Wir beliefern Sie automatisch zu den Allgemeinen Preisen der Grundversorgung.

Aufgrund der stark gestiegenen Beschaffungspreise können wir Ihnen derzeit nur das eine Tarifangebot zu unserer Grund- und Ersatzversorgung machen.

Anbei finden Sie die aktuellen Preise:
Strom Grundversorgung für Haushaltskunden (Stadt Würzburg)
Strom Grundversorgung für Haushaltskunden (Gemeinden)
Gas Grundversorgung für Haushaltskunden

Sie sind Gewerbekunde und haben einen Jahresverbrauch von über 10.000 kWh?
Dann gelten für Sie die Ersatzversorgungspreise für Nicht-Haushaltskunden:
Strom Ersatzversorgung (Stadt Würzburg)
Strom Ersatzversorgung (Gemeinden)
Gas Ersatzversorgung

Ist mein Vertrag bei der WVV Energie sicher?

Ja. Denn die WVV Energie verfolgt eine vorausschauende und strategische Energiebeschaffung mit größtmöglicher Planungssicherheit.

Aufkündigungen – wie sie im vergangenen Jahr bei diversen Discountern vermehrt vorkamen – sind für WVV Energiekunden ausgeschlossen.

Auch im Falle einer Gasmangellage bleiben laufende Verträge mit Bestandskunden weiterhin bestehen. Was sich im Rahmen des Gasnotfallplans voraussichtlich ändern wird, sind die Preise selbst. Dies liegt zum einen an den, von der Bundesregierung beschlossenen, Notfallmaßnahmen zur Sicherstellung der Energieversorgung begründet. Zum anderen müssen alle Energieversorger durch den Wegfall russischer Gasmengen kostenintensive Ersatzbeschaffungen tätigen und diese Mehrkosten in den Markt weitergeben.

Was bedeutet die ausgerufene Alarmstufe aus dem Notfallplan Gas für mich als Verbraucher?

Aktuell ist die Gasversorgung in Würzburg gesichert.

Der Notfallplan Gas für Deutschland hat insgesamt drei Stufen und soll die sichere Versorgung der Verbraucher mit Gas gewährleisten. Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg wurde bereits Ende März die erste Stufe („Frühwarnstufe“) ausgerufen. Wegen der Drosselung der russischen Gas-Lieferungen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz am 23. Juni 2022 die zweite Stufe („Alarmstufe“) ausgerufen.

Wichtig: Aktuell besteht keine Gasmangellage, angeordnete Abschaltungen von Industriekunden oder vergleichbare staatliche Markteingriffe sind derzeit nicht erforderlich. Privatkunden und soziale Einrichtungen stehen unter einem besonderen Schutz und werden laut Notfallplan Gas auch im Krisenfall weiter mit Gas beliefert. Trotz angespannter Lage müssen sich Privatkunden zum jetzigen Zeitpunkt keine Sorgen um ihre Gasversorgung machen.

Wer hat die Alarmstufe ausgerufen und aus welchen Gründen?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 23. Juni 2022 die zweite Stufe des Notfallplan Gas (Deutschland) ausgerufen, die sogenannte Alarmstufe. Grund hierfür ist, dass Russland die Gasflüsse durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert hat. Dies hat zu einer Verschlechterung der Gasversorgungslage geführt und das Ausrufen der Alarmstufe erforderlich gemacht. In der Alarmstufe sichern marktbasierte Maßnahmen die Versorgung, z. B. die Umschaltung auf alternative Energieträger oder die Einsparung von Energie.

Wie sollen wir uns in der Alarmstufe verhalten?

Die Versorgung der privaten Haushalte ist gesichert. Die Lage ist aber ernst. Durch das Ausrufen der Alarmstufe sendet die Bundesregierung ein klares Signal an alle Verbraucher, wo es möglich ist Energie einzusparen. Wir alle – Privathaushalte, Betriebe und Kommunen – können einen Beitrag leisten, die Versorgung im kommenden Winter zu sichern. Die Stadtwerke Würzburg unterstützen die von der Bundesregierung angestoßenen Initiativen zum Energiesparen und stellen umfangreiche Informationen und Beratungsangebote zu den Themen Energieeffizienz und Energieeinsparung bereit.

Gleichzeitig treffen die Stadtwerke Würzburg Vorsorgemaßnahmen und bereiten sich auf eine mögliche Gasmangellage im kommenden Winter vor. Es wurde ein Krisenstab eingerichtet und die Verantwortlichen der Stadtwerke Würzburg sind in engem Austausch mit Behörden und Verbänden.

Was steckt hinter dem ausgerufenen Gas-Notfallplan der EU?

Neben den bundesweiten Vorsorgemaßnahmen im Rahmen des Notfallplans Gasfür Deutschland werden auch länderübergreifend Vorbereitungen getroffen, um einer möglichen Gasmangel-Lage in der EU vorzubeugen.

Der europäische Gas-Notfallplan ist am 09.08.2022 in Kraft getreten und dient der Vorbereitung auf eine mögliche Einstellung der russischen Erdgaslieferung auf EU-Ebene. Hierbei wurde sich darauf verständigt, dass alle EU-Länder ihren Gasverbrauch auf freiwilliger Basis von Anfang August 2022 bis März 2023 um 15 % senken.

Welche konkreten Maßnahmen für die Erreichung des Einsparziels vorgenommen werden, ist hierbei den EU-Ländern selbst überlassen.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen sind sowohl öffentliche Institutionen als auch Gewerbetreibende sowie die Bevölkerung dazu aufgerufen, Energie einzusparen ( freiwillige Energiesparmaßnahmen ).

Die Stadt Würzburg hat bereits am 08.08.2022 Maßnahmen ergriffen, um den Energieverbrauch im öffentlichen Raum zu reduzieren. Weitere Infos

Wie steht es um die Erdgasversorgung, was passiert wenn Russland die Lieferung einstellt?

Aktuell ist die Erdgasversorgung in der Region gesichert (Stand August 2022). Die weitere Entwicklung der Versorgungssicherheit im Erdgas hängt von zahlreichen Komponenten ab:

  • Lieferumfang der russischen Gasmengen
  • Energiesubstitutionsmaßnahmen in den staatlichen, städtischen und den privatwirtschaftlichen Bereichen sowie dem Ausbau erneuerbarer Energien
  • Politische Vereinbarungen über die Verteilung der Gasmengen innerhalb der EU
  • Fülltempo der Gasspeicher
  • Witterung und damit einhergehender Gasverbrauch
  • Verantwortungsvolle Energienutzung von Bürgerinnen und Bürgern, öffentlichen Institutionen sowie Gewerbetreibenden (freiwillige Energiesparmaßnahmen )
  • Weitere politisch verordnete und verpflichtende Einsparmaßnahmen

Abhängigkeit von der russischen Gaslieferung:

Russland ist ein großer, aber nicht der einzige Gaslieferant.
Sie als Privatkunde sowie soziale Einrichtungen stehen gesetzlich unter einem besonderen Schutz. Das bedeutet, dass Ihre Belieferung auch im Falle einer teilweisen Versorgungsunterbrechung gewährleistet werden soll. Ziel ist es, die Auswirkungen einer Gasmangellage auf die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Aktuell und beim Fortschreiten der Gasmangellage sind wir jedoch alle dazu aufgefordert, Energie einzusparen und somit eine größtmögliche Füllung der Gasspeicher zu ermöglichen.

Gehört das Würzburger Heizkraftwerk zur besonders geschützten Gruppe?

Das Heizkraftwerk in Würzburg ist besonders wichtig für die Energieversorgung und wurde von der Bundesnetzagentur als "geschützt" eingestuft.

Das heißt: bei Netzengpässen – etwa durch Windflauten –, Spannungsverlusten oder auch einem Blackout kann der Übertragungsnetzbetreiber auf Kapazitäten des Würzburger Kraftwerks zurückgreifen und diese ins Netz einspeisen.

Das schützt die Kunden, die Fernwärme beziehen gleichzeitig vor Versorgungsunterbrechungen.

Was tut die WVV Energie, um ihre Unabhängigkeit zu erhöhen?

In den vergangenen Jahren haben wir zum einen am Ausbau eigener Erzeugungsanlagen gearbeitet und betreiben an der Friedensbrücke das 2022 modernisierte Heizkraftwerk, bei dem sowohl Strom als auch Wärme selbst erzeugt werden.

Für die WVV Energie sind Regionalität sowie die Investition in erneuerbare Energien zentrale Anliegen.

Gleichzeitig suchen wir im Rahmen der WVV Bürgerbeteiligung kontinuierlich neue Flächen, um in die Installation weiterer Photovoltaik-Anlagen und somit in die regionale nachhaltige Stromerzeugung zu investieren.

Auch über Programme wie unseren Regionalstrom fördern wir die Energieerzeugung vor Ort und somit die Unabhängigkeit des inländischen Energiesektors.

Woher bezieht die WVV ihr Erdgas?

Die Vertragspartner für den Erdgasbezug der WVV Energie sind Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die ihre Gasmengen aus unterschiedlichen Erzeugungsquellen beziehen.

Der Transport und die Verteilung von Erdgas erfolgt über das deutsche Gasnetz. Hier werden alle importierten sowie inländisch erzeugten Gasmengen eingespeist und sicher zu den verschiedenen Verbrauchsstellen befördert. Welches Erdgas dabei in welcher Region Deutschlands aus der Leitung kommt, wird über die zugrundeliegende Infrastruktur bestimmt.

Physikalisch stammt das Erdgas im Versorgungsgebiet der WVV Energie aus Norwegen. Im Falle eines Ausfalls der russischen Gaslieferungen erfolgt eine Umverteilung der in Deutschland weiterhin verfügbaren Gasmengen zur deutschlandweiten Sicherung der Gasversorgung.

Seit Beginn des Ukraine-Krieges arbeitet die Bundesregierung an verschiedenen Maßnahmen, um die Abhängigkeit vom russischen Gasimport weiter zu verringern.

In Deutschland stammen rund 88 % des Erdgases aus Russland, Norwegen und den Niederlanden.

Was kann ich als Kunde für mehr Unabhängigkeit tun?

Gerade jetzt möchten wir unsere Kunden zum Schritt in die eigene Energie-Freiheit ermutigen. Für Besitzer eines Eigenheims ermöglicht z. B. eine eigene Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage die Erhöhung der eigenen Energie-Autarkie.

Das PV-Team der WVV Energie steht Ihnen zu Fragen rund um Ihre eigene PV-Anlage gerne jederzeit zur Verfügung. Weitere Infos finden Sie hier .

Aber auch für Kunden, die in einem Mietverhältnis stehen, arbeiten wir aktuell an Unterstützungsmöglichkeiten, um die eigene Energieeffizienz zu erhöhen und die Preislast der aktuellen Marktsituation möglichst zu minimieren.

Zudem ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem eigenen Energieverbrauch in der aktuellen Lage zentral.
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WVV EnergieSparPrämie

Bekomme ich eine Förderung bei der Umstellung auf eine andere Wärmequelle?

Ja. Die "Bundesförderung für effiziente Gebäude" – kurz BEG – fasst frühere Förderprogramme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich zusammen und unterstützt unter anderem den Einsatz neuer Heizungsanlagen, die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, Maßnahmen an der Gebäudehülle und den Einsatz optimiertes Anlagetechnik.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema Energieversorgung

Auch wenn eine Vorhersage zur weiteren Entwicklung der Marktlage schwierig ist – aktuell sind Sie in Sachen Energie nirgends besser aufgehoben als bei einem Stadtwerk wie der WVV Energie. Wir tun unser Möglichstes, um Ihnen eine zuverlässige Versorgung zu fairen Preisen sicherzustellen.

In unserem Artikel "Energiebeschaffung" (Stand 24. Juni 2022) erklären wir, warum Sie bei uns auch aktuell gut aufgehoben sind.

Zusammenhänge zur Versorgungssicherheit im Bereich Gas finden Sie hier (Stand 11. März 2022).

Sie sind Geschäftskunde und haben Fragen zur aktuellen Marktlage? Wenden Sie sich hierfür gerne direkt an Ihren Kundenberater oder an unsere Mitarbeiter im WVV Kundenzentrum .

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