Energie

Energiespartipps

Energie sparen leicht gemacht!
Ein verantwortungsbewusster und sparsamer Umgang mit Energie ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für den Geldbeutel. Deshalb haben wir jede Menge praktische Tipps für Sie zusammengestellt. Überzeugen Sie sich selbst, wie einfach es sein kann, im Alltag Energie zu sparen – ohne dabei auf Komfort zu verzichten.

Unsere Kategorien zum Energiesparen:

Heizen und Lüften

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Wussten Sie, dass über die Hälfte des Energiebedarfs im Haushalt für das Heizen benötigt wird? Wenn Sie Ihre Raumtemperatur um 1 Grad Celsius senken, verringern Sie Ihre Heizkosten um bis zu 6 Prozent. Passen Sie am besten die Temperatur in jedem Ihrer Räume individuell an. Wichtig: Auch in selten genutzten Räumen sollte die Temperatur nicht unter 15 Grad Celsius fallen, damit die Wärme aus anderen Räumen nicht verloren geht und sich keine Feuchte- und Schimmelschäden bilden.

Empfohlene Richtwerte für die Raumtemperatur in Grad Celsius (°C):

  • Wohnzimmer 20 bis 22 °C
  • Küche 18 bis 20 °C
  • Schlafzimmer 15 bis 18 °C
  • Badezimmer 23 bis 24 °C
  • Kinderzimmer 20 °C

Lüften: im Winter besser kurz und heftig
Vermeiden Sie insbesondere in der kalten Jahreszeit gekippte Fenster und setzen Sie stattdessen aufs Stoßlüften. Dauer: je nach Temperatur zwischen 5 und 15 Minuten. Die Regel lautet: Je größer der Temperaturunterschied zwischen innen und außen, desto schneller geht es beim Lüften voran. Besonders effektiv ist Querlüften: Dabei öffnen Sie gegenüberliegende Fenster, damit ein Durchzug entsteht. Nicht vergessen: Stellen Sie beim Lüften Ihre Heizung auf Frostschutz (Schneeflocken-Symbol), damit nicht mehr Wärme entweicht als nötig. Mit einem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit messen, empfehlenswert ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent.

Modernisieren spart bis 40 Prozent
Ihre Heizungsanlage ist älter als 15 Jahre? Dann lohnt es sich, über eine neue Anlage nachzudenken. Moderne Erdgas-Brennwertgeräte zum Beispiel verbrauchen viel weniger Energie als alte Systeme – sie sparen bis zu 40 Prozent an Heizkosten. So rechnen sich die Anschaffungskosten für eine neue Erdgasheizung meist schon nach wenigen Jahren.

Wärmeverluste vermeiden
Schließen Sie in der kälteren Jahreszeit die Rollläden, sobald es dunkel wird. Das hindert die Wärme daran, nach draußen zu entweichen, da sich zwischen Fenster und Rollladen eine isolierende Luftschicht bildet. So lässt sich der Energieverbrauch deutlich verringern.
Stellen Sie außerdem keine Möbel vor Heizkörper, sonst kann sich die Wärme nicht richtig im Raum verteilen. Auch Vorhänge verursachen denselben Effekt. Sind Fenster und Türen dicht? Rissige Gummidichtungen an den Fenstern oder Durchzug an den Türen lassen kostbare Wärme entweichen. Schließen Sie zudem die Türen von beheizten Räumen, damit die Wärme nicht verloren geht.

Heizkörper regelmäßig entlüften und warten
Wird Ihre Heizung nicht mehr richtig warm oder hören Sie gluckernde Geräusche? Dann ist es wahrscheinlich Zeit für eine Entlüftung. Hierzu einfach Entlüftungsventil am Heizkörper öffnen, Gefäß darunter halten und warten, bis Wasser kommt. Danach das Entlüftungsventil wieder schließen – fertig. Regelmäßiges Entlüften spart übrigens bis zu 15 Prozent an Energie.
Zudem empfehlen Experten, die Heizanlage jährlich und am besten vor Beginn der Heizperiode von einem Fachmann warten und reinigen zu lassen. So lässt sich der Energieverbrauch ebenfalls um bis zu 10 Prozent verringern.
Außerdem können abgesetzter Staub und Schmutz an den Heizkörpern die Heizleistung beeinträchtigen. Reinigen Sie deshalb auch diese regelmäßig – so bleiben sie voll funktionsfähig und es lassen sich ganz leicht Heizkosten sparen.

Programmierbare Thermostate
Mit zeitgesteuerten Thermostaten steigern Sie Ihren Komfort und senken zugleich Ihre Heizkosten um bis zu 10 Prozent. Denn damit lässt sich die Raumtemperatur genau an die eigenen Wünschen anpassen: Programmieren Sie die Thermostate beispielsweise so, dass die Raumtemperatur tagsüber sinkt, wenn Sie bei der Arbeit sind, und wieder ansteigt, kurz bevor Sie nach Hause kommen.

Waschen, Trocknen und Spülen

Rund ein Viertel des Stromverbrauchs entfällt in einem Durchschnittshaushalt auf das Wäschewaschen, Trocknen und Geschirrspülen. Auch hier gibt es demnach viel Potenzial, um Energie zu sparen. Hygiene und gute Waschwirkung kommen dabei natürlich trotzdem nicht zu kurz.

Wäsche waschen
Beim Wäschewaschen lässt sich der Energieverbrauch ganz einfach verringern. Verzichten Sie bei normaler Verschmutzung auf das Vorwaschprogramm – das spart bis zu 10 Prozent der Energie. Und nutzen Sie möglichst immer das komplette Füllvermögen der Maschine. Was viele nicht wissen: Mit 30 bis 60 Grad zu waschen reicht aus, damit die Wäsche sauber und hygienisch wird. Das 90-Grad-Waschprogramm verbraucht viel mehr Energie. Wählen Sie außerdem die Energiesparprogramme Ihrer Maschine.

Trocknen
Gut geschleudert ist halb getrocknet: Je höher die Schleuderdrehzahl, mindestens 1.200 Umdrehungen, desto kürzer ist die Trocknungszeit. Wer einen Wäschetrockner verwendet, kann seine Stromkosten dann entsprechend verringern. Reinigen Sie nach jedem Trocknen das Flusensieb der Maschine – sonst steigt der Stromverbrauch. Wie bei der Waschmaschine sollten Sie beim Trockner die Füllmenge komplett ausnutzen – denn zwei halbe Füllungen verbrauchen mehr Strom als eine ganze.
Übrigens: Kostenlos trocknet die Wäsche an der Luft! Nutzen Sie also – wann immer möglich – die gute alte Wäscheleine und trocknen Sie Ihre Wäsche im Sommer im Freien.

Spülen
Auch bei der Spülmaschine gilt: Nur voll beladen einschalten – das spart Strom- und Wasserkosten. Für leicht verschmutztes Geschirr reicht das Kurz- oder Energiesparprogramm. Bei normal verschmutztem Geschirr können Sie auf das Vorspülprogramm verzichten. Auch das Vorspülen per Hand muss nicht sein – wählen Sie lieber das richtige Programm je nach Verschmutzungsgrad.
Nicht vergessen: Reinigen Sie das Restesieb regelmäßig.

Effiziente Geräte wählen
Bereits beim Neukauf von Haushaltgeräten können Sie einen Großteil künftiger Stromkosten einsparen. Achten Sie immer auf das Energielabel: Es zeigt Ihnen, ob es sich um ein energieeffizientes Gerät handelt und wie viel Energie es verbraucht. Entscheiden Sie sich immer für das energieeffizienteste Gerät – die Kosten für die Neuanschaffung rechnen sich meist schon nach wenigen Jahren.
Generell kann man dabei sagen, dass die Kategorie „A+++“ einen sehr niedrigen Stromverbrauch anzeigt, während Sie Geräte mit Klasse D oder weiter abfallend aufgrund des zu hohen Stromverbrauchs und der Umweltbelastung meiden sollten.
Allerdings kann der Blick aufs Energielabel mittlerweile leider auch für Verwirrung sorgen. Denn während es bei Kühlschränken und Waschmaschinen bereits viele Modelle der Klasse A+++ gibt – hier wurden die als stromsparend geltenden Modelle der Klasse A schon von weit effizienteren Geräten überholt – zählen beispielsweise Dunstabzugshauben der Klasse A immer noch zu den stromsparendsten Modellen. Um das Ganze wieder einheitlich und verbraucherfreundlicher zu gestalten soll das EU-Energielabel voraussichtlich 2021 überarbeitet werden. Geplant ist, dass es für einige Produktgruppen neue Energielabel gibt: Die „+“-Klassen werden nach und nach abgeschafft und die Produkte damit wieder auf einer Skala von A bis G ausgezeichnet. Die Klassen A soll dabei vorerst frei gelassen werden, um neuen Produkten Luft nach oben zu lassen. Aktuell als energieeffizient eingestufte Geräte würden dann mit der Klasse B gekennzeichnet werden.

Rund ums Bad

Jeder Bundesbürger verbraucht laut dem Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft im Durchschnitt 123 Liter Wasser am Tag – das meiste davon im Badezimmer. Auch wenn die Wasservorräte hierzulande in der Regel ausreichen, lohnt es sich, den Verbrauch zu verringern. Davon profieren Umwelt und Haushaltskasse gleichermaßen. Wussten Sie eigentlich, dass der größte Wasserverbrauch im Haushalt auf das Konto der Toilette geht? Verwenden Sie deshalb besser die Spartaste am Spülkasten. Durch den Spülstopp wird nicht der gesamte Spülkasten geleert, sondern das Wasser läuft nur, solange die Taste gedrückt wird.

Warmwasser
Sie nutzen zu Hause einen Boiler oder einen Durchlauferhitzer? Diese Geräte verbrauchen viel Energie, um das Wasser zu erwärmen. Wenn Sie die Wassertemperatur nicht zu hoch einstellen, sparen Sie Strom. Eine Temperatur von 60 Grad reicht vollkommen aus. Gut zu wissen: Boiler oder Untertischspeicher halten das Wasser 24 Stunden am Tag warm, also auch dann, wenn es nicht gebraucht wird. Deshalb am besten das Gerät nur bei Bedarf einschalten. Dabei unterstützt auch eine Zeitschaltuhr.

Duschen anstatt Baden
Ein schönes Vollbad ist sehr entspannend. In Sachen Energieverbrauch lohnt es sich jedoch, öfter nur zu duschen. Denn gegenüber einer durchschnittlichen Duschdauer von sechs Minuten wird beim Baden dreimal mehr Wasser und Energie verbraucht. Das heißt: Für ein Vollbad benötigen Sie im Schnitt ungefähr 120 Liter Wasser, fürs Duschen nur knapp 40 Liter.

Wasserhahn & Armaturen: Weniger ist mehr
Einfach aber effektiv: Stellen Sie während des Zähneputzens, beim Rasieren oder während des Einseifens unter der Dusche das Wasser ab. Vorsicht auch bei tropfenden Wasserhähnen, durch sie gehen bis zu 20 Liter Wasser pro Tag verloren. Wer etwa Armaturen mit Durchflussbegrenzer verwendet, spart weiter. Er wird einfach auf die Armatur aufgeschraubt – kaum sichtbar aber mit großem Effekt. Dank verringerter Durchflussmenge lässt sich der Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren. Zudem sparen Sie Energie für die Warmwasseraufbereitung. Sogenannte Spar-Strahlregler funktionieren ähnlich, allerdings mischen diese dem Wasserstrahl noch zusätzlich Luft bei. So fühlt sich die Wassermenge genauso an wie ohne Strahlregler.

Kochen und Backen

Im Schnitt summiert sich in einem Zweipersonenhaushalt der Stromverbrauch fürs Kochen und Backen auf 11 Prozent des Gesamtverbrauchs. Am günstigsten Kommen Sie davon, wenn Sie einen Gasherd verwenden – sofern der entsprechende Anschluss vorhanden ist. Bei elektrischen Kochfeldern schneiden Glaskeramik oder Induktionsfelder günstiger ab als gusseiserne Platten. Aber auch mit ein paar anderen einfachen Tricks können Sie in der Küche Ihren Energieverbrauch reduzieren.

Herd
Nutzen Sie Kochtöpfe immer mit dem passenden Durchmesser zur Herdplatte, damit nicht unnötig Wärme verloren geht. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Töpfe und Pfannen einen ebenen Boden haben, denn verbeulte Böden verlängern die Kochzeit. Kochen Sie möglichst immer im geschlossenen Topf – ohne Deckel entweicht sehr viel Energie. Die Kochdauer lässt sich zudem verringern, indem Sie nur so viel Wasser zum Kochen nutzen wie unbedingt nötig. Drehen Sie die Heizplatten kurz vor Kochende ab und nutzen Sie die Restwärme.

Backofen
Bei den meisten Gerichten können Sie auf langes Vorheizen verzichten. Auch wenn sich die Back- und Garzeit etwas verlängert, Energie sparen Sie auf jeden Fall! Öffnen Sie die Backofentür so selten wie möglich, denn bei jedem Öffnen gehen rund 20 Prozent an Wärme verloren. Nutzen Sie außerdem bei längerer Back- und Garzeit die Nachwärme und schalten Sie Ihren Backofen ein paar Minuten eher aus. Wählen Sie die Funktion Umluft, wenn mehrere Gerichte in den Backofen müssen.
Verwenden Sie beim Kochen eigentlich eine Dunstabzugshaube? Lassen Sie diese lieber immer wieder mal aus und öffnen Sie stattdessen die Fenster – das spart Energie. Bei geruchsarmen Speisen ist sie sowieso nicht notwendig. Und denken Sie daran, die Filter in regelmäßigen Abständen auszutauschen oder zu reinigen. Nur so bekommt die Abzugshaube genügend Zuluft.

Kleine Küchenhelfer mit großer Wirkung
Erwärmen Sie kleinere Gerichte in der Mikrowelle – bei Portionen bis 400 Gramm verbraucht sie weniger Strom als Herdplatte oder Backofen. Benutzen Sie dafür flache, mikrowellengeeignete Gefäße und wählen Sie die jeweils korrekte Programmdauer. Achten Sie beim Neukauf auf die Energieeffizienz sowie die Funktionen der Mikrowelle: Moderne Kombigeräte bieten Auftau-, Gar-, Erwärm- sowie Grill- und Backfunktion.
Es gibt viele weitere Küchenhelfer, die beim Sparen unterstützen. Nutzen Sie zum Beispiel Ihren Toaster zum Aufbacken von Backwaren. Das geht schneller und verringert im Vergleich zum Backofen den Energieverbrauch um bis zu 70 Prozent. Auch der Eierkocher ist ein wahrer Sparmeister. Im Vergleich zum Topf kostet das Frühstücksei damit rund 50 Prozent weniger Energie. Und wer sein Wasser im Wasserkocher erhitzt, spart ebenfalls deutlich Strom.

Kühlen und Gefrieren

Auch Kühl- und Gefriergeräte haben einen recht großen Energiehunger. Eine Kühl-Gefrier-Kombination der Effizienzklasse A+ mit einem Gesamtvolumen von 300 Litern kommt auf rund 277 Kilowattstunden (kWh) im Jahr – das kostet aktuell gut 84 Euro, bei einem durchschnittlichen Strompreis von 30,5 Cent pro kWh. Im Mittel tragen Kühl- und Gefriergeräte zu rund 8 Prozent der Stromkosten bei. Aber auch in diesem Bereich helfen Ihnen ein paar Regeln, den Verbrauch und die Kosten einzudämmen.

Achten Sie beim Kühlen darauf, dass ...

... die Temperatur stimmt: Die Einstellung der richtigen Temperatur lohnt sich, denn mit jedem Grad wärmer lassen sich bis zu 10 Prozent Energie einsparen. Bei Kühlschränken reicht eine Temperatur von 7 Grad Celsius und im Gefrierschrank sind -18 Grad Celsius optimal.

... Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen – sonst bildet sich Reif und Ihr Kühlgerät verbraucht mehr Energie.

... Sie die Kühlschranktür immer nur für kurze Zeit öffnen, sonst dringt zu viel warme Luft ein und es bildet sich schneller eine Eisschicht. Ein Ordnungssystem schafft einen guten Überblick und verkürzt die Suchzeiten.

... Sie tiefgefrorene Speisen im Kühlschrank auftauen, so wird die Kälte genutzt um die übrigen Lebensmittel zu kühlen und Ihr Kühlschrank muss weniger arbeiten.

.... Sie den richtigen Standort für Ihr Kühlgerät wählen. Auch das macht sich bei den Energiekosten bemerkbar. Stellen Sie Kühlschrank und Co. deshalb nicht direkt neben Herd, Heizung oder Geschirrspülmaschine und nicht direkt in die Sonne. Denn je niedriger die Umgebungstemperatur, desto geringer der Energieverbrauch. Sorgen Sie außerdem für ausreichend Abstand (rund 10 cm) zwischen Kühlgerät und Wand, damit die Abwärme gut abgegeben werden kann.

... Sie das Kühlgerät regelmäßig abtauen und reinigen. Denn Reifbildung erhöht die Stromkosten. Säubern und überprüfen Sie auch die Dichtungen Ihrer Kühlschranktüren, damit nicht unnötig Kälte entweicht. Tipp: Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Rahmen und Tür, wenn Sie es ohne Probleme rausziehen können, dann sollten Sie schnell Ihre Türdichtungen austauschen. Um einen Wärmestau zu verhindern, müssen die Lüftungsgitter sauber sein und dürfen nicht abgedeckt werden.

Gerätekauf: auf Effizienz achten
Die Größe Ihres Kühlschranks (ohne Gefrierfachs) sollte in etwa mit Ihrer Haushaltsgröße übereinstimmen. Für ein bis zwei Personen rechnet man 100 bis 140 Liter, für jede weitere Person circa 60 zusätzliche Liter. Achten Sie beim Neukauf eines Kühlgeräts auf die Energieeffizienzklassen. Geräte der Klasse A+ haben mittlerweile einen bis zu 45 Prozent höheren Energieverbrauch als die der Klasse A+++. Übrigens: Um die Klassifizierung durch das Energielabel wieder zu vereinheitlichen, soll es ab 2021 für einige Produktgruppen neue Energielabel geben: Die „+“-Klassen werden nach und nach abgeschafft und die Produkte damit wieder auf einer Skala von A bis G ausgezeichnet.
Sie haben eine Gefriertruhe? Dann verzichten Sie beim Kühlschrank auf ein Gefrierfach, denn ohne verbraucht Ihr Kühlschrank etwa 30 Prozent weniger Strom.
Wenn Sie doch eine Kühl-Gefrier-Kombination bevorzugen, dann muss es nicht unbedingt das Vier- oder Drei-Sterne-Gefrierfach sein. Je mehr Sterne, desto stärker kühlt es. Mittlerweile reichen aber bereits zwei Sterne aus, um einzufrieren.

Beleuchtung

Anders als viele zunächst denken, macht die Beleuchtung eher einen kleinen Teil des Stromverbrauchs im Haushalt aus, bis zu rund 8 Prozent. Doch auch Kleinvieh macht Mist, vor allem dann, wenn in Ihrem Zuhause noch ineffiziente Lampen die Räume erhellen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Thema Beleuchtung achten sollten.

Effizient beleuchten
Das Aus für die Glühlampe liegt inzwischen Jahre zurück – seitdem hat sich der Markt der Lampen rasant verändert. Neben Energiesparlampen, die im Vergleich zur alten Glühlampe bei gleicher Leistung rund 80 Prozent weniger Energie verbrauchen, erobern mittlerweile längst die noch sparsameren LED-Modelle den Markt. LED punkten mit noch mehr Vorteilen als Energiesparlampen: Sie haben eine hohe Lebensdauer und Lichtausbeute, enthalten kein Quecksilber, sind sofort hell und eignen sich besonders gut zum häufigen Ein- und Ausschalten.
Zum 1. September 2018 trat übrigens die letzte Stufe der EU-Lampenverordnung in Kraft, die schrittweise immer strengere Regeln für Leuchtmittel vorschreibt. Damit wurde nun auch die Produktion der meisten Halogenlampen verboten – vor allem solcher Modelle, die problemlos durch LED Leuchtmittel ersetzt werden können.
Sie besitzen noch eine Halogenstandleuchte oder einen -deckenfluter? Prüfen Sie, ob Sie statt der Halogenlampe eine Energiesparlampe oder eine LED einsetzen können. Für welche der effizienten Lampen Sie sich auch entscheiden – setzen Sie beim Kauf vor allem auf Qualität, denn qualitativ minderwertige Leuchten haben oft eine geringere Lebensdauer.

Licht gezielt einsetzen
Setzen Sie Ihr Licht optimal ein. Nutzen Sie im Arbeitszimmer beispielsweise nur eine kräftige Leuchte, die Ihren Arbeitsplatz erhellt, statt immer den gesamten Raum auszuleuchten. Im Treppenhaus, Keller oder Außenbereich vergisst man oft, das Licht auszuschalten. Hier können Bewegungsmelder oder Abschaltautomatiken helfen, nicht unnötig Energie zu verschwenden.
Damit Sie Ihr Licht in vollen Zügen genießen können, sollten Sie auch die Wahl des Lampenschirms beachten, denn helle Schirme geben mehr Licht ab als dunkle. Achten Sie bewusst darauf, das Licht auszuschalten, wenn es nicht unbedingt benötigt wird.

Die richtige Farbe macht’s
Helle Fußböden und Möbel tragen nicht nur zum eigenen Wohlbefinden bei, sondern sorgen auch für mehr Helligkeit in Ihren Wohnräumen. Auch in lichten Farben gestrichene Wände lohnen sich. Denn durch eine weiße Wand werden circa 80 Prozent des Lichts reflektiert, während eine dunkle Wand höchstens 20 Prozent des Lichts zurückwirft und somit zusätzliches Licht benötigt wird.
Achten Sie beim Kauf von Leuchtmitteln auf die Lichtfarbe. Die Einheit Kelvin ist ein Maß für die Farbtemperatur und definiert – vereinfacht gesagt – die Lichtfarbe. „Warmweiße“ (<3.000 Kelvin) Leuchtmittel tragen zur Gemütlichkeit bei und werden gern im Wohnzimmer genutzt. Im Arbeitszimmer oder auch im Keller bevorzugen viele „neutralweiße“ (3.300 bis ca. 5.300 Kelvin) oder „tageslichtweiße“ (> 5.300 Kelvin) Leuchtmittel. Je höher die Kelvinzahl, desto heller und kälter wird das Licht wahrgenommen.

Reinigung und Entsorgung
Vergessen Sie nicht, Ihre Leuchten regelmäßig zu reinigen, denn Staub reduziert die Helligkeit. Energiesparlampen und LED dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden. Spezielle Annahmestellen in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel hier .

Noch mehr Tipps zum Stromsparen

Wer seine Energiekosten senken und der Umwelt etwas Gutes tun will, kann im Alltag immer wieder Möglichkeiten entdecken, Energie sparsamer zu nutzen. Hier haben wir noch ein paar Tipps aus verschiedenen Bereichen für Sie zusammengestellt.

Stand-by vermeiden
Ganz gleich ob Fernseher, Mikrowelle oder Computer: Im Stand-by-Betrieb verbrauchen elektronische und elektrische Geräte Strom. Selbst dann, wenn sie besonders energieeffizient sind. In einem Vierpersonenhaushalt fallen pro Jahr auf diese Weise Stromkosten von bis zu 120 Euro an – und das obwohl die Geräte im Stand-by-Modus gar nicht genutzt werden. Verwenden Sie deshalb abschaltbare Steckerleisten. Mit nur einem Knopfdruck trennen Sie damit gleich mehrere Geräte vom Netz. Wer Ladekabel oder elektrische Zahnbürsten nicht braucht, sollte Sie ebenfalls von der Stromzufuhr abkoppeln.
Tipp: Bevor Sie in den Urlaub fahren, sollten elektrische Geräte nach Möglichkeit abgeschaltet werden. So ist zum Beispiel der Elektroboiler fürs Warmwasser ein echter Dauerverbraucher. Zudem empfiehlt es sich, den leeren Kühlschrank und die Kühltruhe abzutauen und auszuschalten (VORSICHT: unbedingt die Tür offen lassen) oder für unverzichtbare Geräte – wie Pflanzenleuchten – Zeitschaltuhren zu verwenden.

Heimbüro
Stehen Sie vor der Frage Laptop oder PC? Dann entscheiden Sie sich für den Laptop – denn er ist im Gegensatz zum Desktop-Rechner deutlich energiesparender. Sie besitzen einen PC? Dann können Sie auch bei diesem Gerät etwas sparen. Verwenden Sie einfach die Energiesparfunktion und schalten Sie den Bildschirmschoner aus, denn Letzterer ist nur für Ihren Bildschirm gut, nicht für Ihre Stromkosten.
Schalten Sie Drucker und Scanner erst dann ein, wenn Sie diese auch wirklich brauchen.

Nachhaltig und bewusst Einkaufen
Sie möchten beim Einkaufen Energie sparen? Dann wählen Sie so wenig Produkte aus Kunststoff oder Aluminium wie möglich, denn bei ihrer Herstellung wird viel Energie verbraucht. Versuchen Sie stattdessen unverpackte Produkte und Verpackungen frei von Aluminium zu kaufen. Verzichten Sie auch zu Hause auf Alufolie beim Einpacken von Lebensmitteln und nutzen sie stattdessen wiederverschließbare Gläser, Dosen oder Pergamentpapier. Auch der Verzicht auf Einweg- und Wegwerfprodukte trägt zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei.

Garten
Überprüfen Sie Ihren Wasserhahn im Garten, ein tropfender Hahn kann auch hier einiges an Wasser verschwenden.
Fangen Sie mit Regentonne oder Zisterne Regenwasser auf und nutzen Sie es zur Bewässerung Ihrer Pflanzen. Gießen Sie Ihre Pflanzen am besten in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, denn in der prallen Hitze oder bei direkter Sonneneinstrahlung verdunstet das Wasser zu schnell.

Stromfresser mit Strommessgerät aufspüren
Möchten Sie wissen, welche Geräte in Ihrem Haushalt besonders hohe Stromkosten verursachen? Kein Problem, kommen Sie einfach in Ihrem WVV-Kundenzentrum am Sternplatz, Domstraße 26, vorbei und leihen Sie sich kostenlos gegen eine Kaution von 15 Euro ein Strommessgerät aus. Damit können Sie den Energieverbrauch einzelner Geräte, die über einen Stecker mit dem Stromkreis verbunden sind, messen. Es lohnt sich besonders, Geräte zu prüfen, die viel Energie benötigen, wie beispielsweise Trockner oder Kühlschrank.

1965

wurden die Stadtwerke Würzburg gegründet.

WVV

beliefert die gesamte Region mit Strom und Gas.

69,2 %

des Stroms, den die Stadtwerke Würzburg liefern, wird aus erneuerbaren Energien erzeugt.

102.000

Kunden werden deutschlandweit mit Strom und Gas beliefert.

Unsere

Auszeichnungen

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TLV-Siegel_Wasser_2021
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