Strassenbahn GT-F
18 Niederflurbahnen GT-F

Neue Strabas für Würzburg

GT-F am Betriebshof
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18 Niederflurbahnen GT-F

Neue Straßenbahnen für Würzburg

Die aktuellen Fahrzeuge der Würzburger Straßenbahn leisten gute und treue Dienste. Die langlebigen Bahnen sind bereits seit 1968 (Typ GT-D), seit 1989 (Typ GT-E) und seit 1996 (Typ GT-N) in Betrieb. In den folgenden Jahren werden 18 neue Straßenbahnzüge für Würzburg angefertigt, die die alten Bahnen (GT-D und GT-E) in ihren wohlverdienten Ruhestand versetzen sollen. Hier erfahren Sie alle aktuellen News rund um unsere WVV-Strabas des Typs GT-F.

Wann fahren die neuen Straßenbahnen in Würzburg?

Aktuell befinden sich die GT-F Fahrzeuge, die bereits nach Würzburg geliefert wurden, in der Inbetriebnahme. Dabei sind die Bahnen zuerst nachts und dann tagsüber in Würzburg unterwegs, um alles auf Herz und Nieren zu testen, z. B. Bremsen sowie das An- oder Bergfahren auszuprobieren. Der gesamte Vorgang der Inbetriebnahme wird von der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) begleitet.

Wenn alles nach Plan läuft, werden die ersten Fahrgäste noch 2026 einsteigen können.

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Bautagebuch

2026: Inbetriebnahmeprozess

Wir rollen durch die Nacht

Die beiden Straßenbahnen befinden sich aktuell in der Inbetriebnahme-Phase. D.h. sie werden auf Herz und Nieren geprüft, um in Zukunft im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden zu können. Erste Hürden wie die Befahrung der Steilstrecke wurden in der Nacht bereits erfolgreich getestet.

2025: Werkstattblick, erste Fahrt und endlich zu zweit!

Werkstattblick GT-F

2. Quartal 2025: Endlich zu zweit! Anlieferung 2. GT-F

In unserem Osternest war dieses Jahr ein ganz besonderes Geschenk: Der zweite GT-F ist in Würzburg angekommen.

Ende April wurde die zweite Straßenbahn der Baureihe GT-F per Tieflader angeliefert und auf die Würzburger Gleise gesetzt. Die Verladung verlief reibungslos und planmäßig. Mit zwei Straßenbahnen der GT-F-Reihe können im Inbetriebnahmeprozess jetzt auch Abschlepp-Abläufe, etc. getestet werden.

1. Quartal 2025:

Erste Fahrt im Betriebshof

Ende März 2025 konnte unser GT-F endlich ihre erste Schritten bzw. Runden machen. Gleich in der ersten Runde im Betriebshof fühlte man den tollen Fahrkomfort und die leichte Bedienbarkeit.

Bis die Straba dann auch ihre Füße bzw. Räder vor die Haustür setzen darf, wird sie allerdings noch ein paar Runden im Betriebshof drehen. Die erste Fahrt ist ein wichtiger Schritt im Inbetriebnahme-Prozess - denn nun können auch Funktionen wie Bremsen, Anfahren, etc. getestet werden.

Blick in die Werkstatt

Vorhang auf… für Würzburgs neue Straßenbahn!

Endlich ist es soweit: das erste Straßenbahnfahrzeug der Baureihe GT-F ist in Würzburg angekommen und wird nun in der Werkstatt für den Fahrgasteinsatz vorbereitet.

Doch Geduld ist gefragt, denn es dauert noch einige Monate, bis die neue Straßenbahn durch Würzburg rollt. Aber die Vorfreude lohnt sich: Die neuen Fahrzeuge bestechen nicht nur durch modernste Technik, sondern auch durch ein außergewöhnliches Design, das die Mobilitätswende in Würzburg sichtbar macht.

2024: Hallo Würzburg! Der Erste GT-F ist da

Anlieferung erster GT-F

4. Quartal 2024:

Pünktlich zum Weihnachtsfest gab es ein ganz besonderes Geschenk für alle Würzburgerinnen und Würzburger: In der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember 2024 ist die erste Straßenbahn der Baureihe GT-F in ihrer neuen Heimat angekommen.

Mit einem Tieflader hat sie sich vom Hersteller in Leipzig auf den Weg nach Würzburg gemacht. Am Heuchelhof wurde das Fahrzeug dann in der Nacht auf die Schiene gesetzt.

Die nächtliche Aktion ging planmäßig und ohne Verzögerung über die Bühne. Die neue Straßenbahn wird nun auf Herz und Nieren getestet und für die speziellen Bedürfnisse in Würzburg eingerichtet. Bis sie auf den Würzburger Schienen unterwegs sein wird, dauert es allerdings noch geraume Zeit. Die nächsten Schritte sind die Inbetriebnahmegenehmigung durch die Technische Aufsichtsbehörde sowie der Testbetrieb. Dies dauert ca. 9 bis 15 Monate.

3. Quartal 2024:

Es gibt etwas zu sehen: Inzwischen ist der Bau der ersten GT-F-Straba so weit fortgeschritten, dass diese "in einem Stück" inkl. Fahrwerk in Leipzig steht und nur noch Kleinigkeiten, v.a. im Innenraum, gebaut werden.

Die statische Inbetriebnahme steht allerdings noch aus - sprich: Noch kann sie nicht fahren.

Aktueller Stand:

  • Sitze und Haltestangen angebracht
  • Bodenbelag und Wände fertig
  • Wagenteile und Fahrwerk zusammen
  • Türen angebracht

Jetzt werden noch der Fahrerstand eingebaut, die Elektronik im gesamten Fahrzeug angebracht sowie weitere Kleinteile montiert. Danach wird das Zusammenspiel aller Teile getestet und voilà: Die Straßenbahn ist fertig - zumindest in der Theorie.

Denn selbst nach der Anlieferung dauert es noch eine ganze Weile, bis alle Tests und Freigaben da sind.

Hier geben wir einen exklusiven Einblick in die Fertigungs- und Montagehallen der Firma HeiterBlick in Leipzig, wo aktuell die letzten Fertigungsarbeiten am ersten Fahrzeug abgeschlossen werden.

Im Oktober konnten die Aufsichtsräte und Geschäftsführung der WVV und Würzburger Straßenbahn GmbH in der Montagehalle in Leipzig einen ersten Blick auf das hochmoderne Fahrzeug werfen. Das Ergebnis: Sie waren überwältigt. Zum Video

Einen ausführlichen Hintergrundbericht zu den neuen Straßenbahnen gibt es im WVV-Magazin.

2023: Der Bau beginnt

Aufbaustan GT-F

Aktuell wird die erste Straßenbahn gebaut. Das Besondere daran: Jedes einzelne Bauteil wird dabei geprüft und freigegeben, bevor es in die Serienproduktion gehen kann. Als Erstes wird der Rohbau angefertigt, dann wird dieser lackiert, der Fußboden und die Decke eingebaut und die gesamte Innenverkleidung angebracht. Nachdem Fenster und Türen und die Elektronik eingebaut wurden, kommt dann im letzten Schritt das Fahrwerk dazu, das unabhängig vom Rohbau produziert wird.

Im Bild zu sehen ist ein Aufbaustand bei der Firma HeiterBlick in Leipzig, in dem der Rohbau des ersten Wagenteils zusammengeschweißt wird. Der GT-F besteht aus 5 Wagenteilen.

Begonnen wird mit dem mittleren der fünf Wagenteile, der sogenannten "Sänfte". Danach folgen die beiden Teile mit den Fahrwerkgestellen sowie Heck und Front. Ein Aufbaustand ist eine Art Rahmengestell, in dem die einzelnen Komponenten wie die Seitenwände, Portal usw. eingespannt und exakt zusammengeschweißt werden. Allein der erste Wagenteil wiegt bereits 2.000 Kilo.

2022: Erste Zukunftseinblicke

Neuer Boden GT-N

Ende des Jahres 2022 wurde der zukünftige Boden, der in den GT-Fs zum Einsatz kommt, bereits in einem GT-N eingebaut. Dabei handelt es sich um den Fußbodenbelag nopaplan stone, Farbgebung 2306 mit reflexbrechender Oberfläche. Beim Austausch eines Fußbodenbelags sind vor allem die Themen Brandschutz, Kontrast und Rutschsicherheit zu betrachten. Hier erfüllt der Boden alle vorgeschriebenen Anforderungen. Der Kontrast zwischen Fußboden und anderen Elementen (Haltestangen, Trittkanten, Sitzen usw.) ist besonders für seheingeschränkte Personen wichtig.

Der GT-N mit dem neuen Fußboden ist seit Anfang 2023 in Würzburg unterwegs. In Zukunft sollen Stück für Stück auch die anderen Bahnen umgerüstet werden. Das hat den Vorteil, dass zukünftig nur noch ein Bodenbelag beschafft und bevorratet werden braucht.

2021: Bis ins kleinste Detail

Der Auslieferung der neuen Straßenbahnen steht nun nichts mehr im Wege. Durch das Funktionsmodell konnten viele Details (Funktionen, Aussehen, Technik) bestimmt werden. Als Nächstes erfolgt 2022 dann der erste Hammerschlag und es wird ein Rohbau der GT-Fs angefertigt. Im Anschluss daran werden die 18 neuen Niederflurwagen gebaut.

2020: Jetzt geht es los!

Bald ist es soweit! In Würzburg werden 18 neue, moderne Niederflurwagen unterwegs sein. Im Januar 2018 hatte der Würzburger Stadtrat grünes Licht für die Beschaffung neuer Niederflur-Straßenbahngelenktriebwagen gegeben. Nun wurde ein weiterer großer Schritt in Richtung neue Strabas gemacht. Ein Funktionsmodell der Straßenbahn hat sein neues Zuhause in den Hallen des Betriebshofes Sanderau der Würzburger Straßenbahn GmbH gefunden. In diesem Video bekommen Sie einen Einblick in das Funktionsmodell unserer neuen Straßenbahnzüge, mit dem Form und Funktionen vor dem Bau überprüft werden können.

Neugierig? Dann steigen Sie ein und los geht's!

2019: Vertragsunterzeichnung

Vertragsunterzeichnung

Dezember: Unterzeichnung des Vertrages zur Beschaffung der neuen Fahrzeuge durch WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer und Samuel Kermelk, Geschäftsführer der HeiterBlick GmbH. Mit dabei Herr Oberbürgermeister Christian Schuchardt als Aufsichtsratsvorsitzender der WVV und Bereichs- und Betriebsleiter Paul Lehmann.

2018: Stadtratsbeschluss

Januar: Beschluss des Stadtrats für die Beschaffung 18 neuer Niederflur-Straßenbahngelenktriebwagen

220

Sitz- und Stehplätze

36 m

Gesamtlänge

> 1000 PS

Motorleistung

100 %

Niederflureinstiege

Design: büro+staubach berlin
Mehr Hintergrundinfos

Einblicke & Details

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Rohbau Wagenkasten GT-F

Die Straba nimmt Form an

Rohbau: Aktuell wird gleichzeitig an 7 neuen Fahrzeugen gebaut. Bei einigen Fahrzeugen befinden sich die Wagenteile noch im Rohbau, andere Wagenteile sind bereits fertig und warten noch auf den Feinschliff.

Lackierung: Nach dem Rohbau erfolgt die Lackierung der einzelnen Wagenteile. Hier kann man schon die erste fertige Straba erahnen.

Antrieb und Elektronik: Teile wie Motor, Getriebe, Kupplung, etc. werden extern gefertigt und dann angeliefert und eingebaut.

Innenausbau: Dann geht es ans Innenleben: die Seitenwände werden verkleidet, Leitungen verlegt, die Dämmung und der Boden werden eingebaut und vieles mehr.

Türen und Fenster: In den fertigen Rohbau wird dann Fenster, Tür, Heck- und Frontscheibe eingebaut. Von außen sieht die Straba auf den ersten Blick nun schon fast fertig aus.

Fahrwerk: Am Ende werden die Fahrwerke eingebaut, denn: Ohne Räder fährt nichts. Jedes Fahrwerk wiegt 4,6 Tonnen.

Feinschliff: Als letztes wird die Straba mit ihrem Innenleben ausgestattet: Sitzschalen, Polsterbezug, Haltestangen, uvm. runden das Bild ab.

Innenraum GT-F

Das Innendesign: Der neue Look der GT-Fs

  • Hellgraue Sitzschalen
  • Bequember Polsterbezug
  • Schmutzunempfindlicher Boden
  • Helle Innenwände

Im November 2020 hat der Aufsichtsrat der Würzburger Straßenbahn GmbH Festlegungen für das Innendesign getroffen. So können sich die Würzburgerinnen und Würzburger in den neuen Bahnen auf einen dunkelgrauen Boden, hellgraue Sitzschalen und einen roten Stoffbezug für die Sitze freuen. Der ausgewählte Polsterstoff wird dabei extra für die Würzburger Fahrzeuge angefertigt. Bei der Designentscheidung wurde vor allem auf Schmutzunempfindlichkeit und Fahrgastkomfort geachtet. Außerdem wurde das Innendesign an die WVV-Farben angepasst.

Außendesign GT-F

Das Außendesign: Die neue Hülle der GT-Fs

  • Schwarze Front
  • Pufferzone für noch mehr Sicherheit
  • Neues Lichtkonzept für bessere Sicht
  • Panoramafenster

Im Juni 2020 hat sich der Aufsichtsrat der Würzburger Straßenbahn GmbH für ein Design aus vier vorgestellten Varianten des Fahrzeugkopfes entschieden. Die moderne Optik ist geprägt durch helle LED-Leuchten und eine schwarze Front. Bei der Gestaltung wurde vor allem Wert auf die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmenden gelegt. So kann durch die besondere Form des Fahrzeugkopfes bei einem Aufprall die Kollisionsenergie absorbiert werden. Außerdem wird das Aufklettern auf das Fahrzeug erschwert. Dadurch soll eine kollisionsbedingte Entgleisung verhindert werden.

Auch die Entscheidung für das Lichtkonzept wurde unter Berücksichtigung der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer und eines einheitlichen und ansprechenden Designs getroffen. Die Lichter sorgen dafür, dass der Fahrer oder die Fahrerin die Strecke gut erkennen kann und lassen gleichzeitig auch für Passanten gut erkennen, dass gerade eine Straßenbahn auf den Schienen unterwegs ist.

Anstelle von Schwenktüren werden im GT-F Schiebetüren eingesetzt, in deren Mitte der Türöffnerknopf angebracht ist. Das sorgt für noch mehr Komfort und Sicherheit.

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Straba auf Loewenbruecke
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Hintergrundinformationen

Wie geht es nun weiter?

Die angelieferten Straßenbahnen sind zuerst nachts und dann tagsüber in Würzburg unterwegs sein, um sie auf Herz und Nieren zu testen, z. B. Bremsen sowie das An- oder Bergfahren auszuprobieren.

Der gesamte Vorgang der Inbetriebnahme wird von der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) begleitet.

Wie ist der aktuelle Stand (Dezember 2025)?

Im Januar 2018 hatte der Würzburger Stadtrat grünes Licht für die Beschaffung neuer Niederflur-Straßenbahngelenktriebwagen gegeben. Nach der europaweiten Ausschreibung für die neuen Fahrzeuge konnte die Leipziger Firma HeiterBlick GmbH mit ihrem Fahrzeug-Konzept überzeugen und erhielt den Zuschlag für die Lieferung von 18 neuen Straßenbahnen. Im Dezember 2019 wurde der Vertrag zur Beschaffung der neuen Fahrzeuge von WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer und von Samuel Kermelk, Geschäftsführer der HeiterBlick GmbH unterzeichnet.

Seitdem findet in enger Abstimmung zwischen Hersteller, Zulieferern und der Würzburger Straßenbahn GmbH die individuelle Konstruktion des Fahrzeuges statt. Wagenkästen, Fahrwerke, Türen, Bremsen, Elektronik und weitere Systeme sowie das Design und die Ausstattung des Innenraums werden für die besonderen Erfordernisse in Würzburg entworfen.

Nachdem mit dem Mock-Up die genauen Positionen der einzelnen Teile abgestimmt wurden, geht es nun in die Produktion. Aktuell werden die ersten Strabas angefertigt. Die Strabas werden dabei Wagenteil für Wagenteil gebaut. An einigen Wagenteilen wird gleichzeitig gearbeitet. Die Auslieferung des ersten Fahrzeugs an die Würzburger Straßenbahn GmbH erfolgte Ende 2024. Die zweite Straba wurde im April 2025 angeliefert. Danach dauert es noch eine geraume Zeit, bis die Straba durch Würzburg fahren kann, denn erst kommt noch die Prüfung und Abnahme durch die Technische Aufsichtsbehörde. Das dauert mehrere Monate.

Die beiden Straßenbahnen befinden sich aktuell in der Inbetriebnahme-Phase. D.h. sie werden auf Herz und Nieren geprüft, um in Zukunft im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden zu können. Erste Hürden wie die Befahrung der Steilstrecke wurden in der Nacht bereits erfolgreich getestet.

Was bedeutet der neue Investor PESA bei HeiterBlick für Würzburg?

Die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) hat sich gemeinsam mit der DSW21 aus Dortmund und mit dem insolventen Straßenbahnbauer HeiterBlick GmbH auf eine Fertigstellungsvereinbarung für den GT-F geeinigt. Diese ist Grundvoraussetzung für eine Investorenvereinbarung zwischen der polnischen PESA Bydgoszcz SA und der HeiterBlick GmbH aus Leipzig, die inzwischen abgeschlossen wurde.

Ende Dezember 2025 wurde der Einstieg des Investors vereinbart, damit wird PESA 100 % der Anteile an der deutschen HeiterBlick GmbH (Leipzig) übernehmen. Eine entsprechende vertragliche Vereinbarung wurde von beiden Seiten unterschrieben und soll in den kommenden Tagen finalisiert werden. Der Abschluss der Transaktion ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Der Einstieg des Investors sorgt dafür, dass die begonnenen Projekte für Dortmund und Würzburg weitergeführt werden können und die bestellten 18 Fahrzeuge für Würzburg gebaut und geliefert werden. „Wir haben gemeinsam die Voraussetzungen geschaffen, dass ein Investor bei der Firma Heiterblick einsteigen kann. Wir freuen uns darüber, dass die Produktion der Fahrzeuge nun weitergehen kann. Für den Straßenbahnverkehr in Würzburg ist das ein wichtiges Signal und eröffnet uns die Perspektive, den Straßenbahnfuhrpark zeitnah zu modernisieren“, so WVV-Geschäftsführer Ralf Willrett.

Wie kam es zum Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung von HeiterBlick?

Am 07.04.2025 gab die HeiterBlick GmbH bekannt, einen Antrag auf Eröffnung eines Eigenverwaltungsverfahrens gestellt zu haben. Grund dafür ist die aktuelle Situation des Unternehmens aufgrund der Nachwirkungen der Corona-Krise sowie geringerer Rohstoffverfügbarkeiten und gestörter Lieferketten in Folge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine, wie die HeiterBlick GmbH in ihrer Pressemitteilung vom 07.04.2025 mitteilt. Die frühzeitige Eröffnung des Insolvenzantrags in Eigenverwaltung soll eine Sanierung des Unternehmens ermöglichen.

Nach abgeschlossenem Vorverfahren befindet sich die Firma HeiterBlick seit dem 1. Juli 2025 in einem eigenverwalteten Insolvenzverfahren.

Die bereits geleisteten Anzahlungen der WSB sind durch Anzahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften gesichert.

Wie kam die 36 Meter lange Straba nach Würzburg?

GT-F auf LKW

Am Montagabend ist ein Tieflader mit der Straßenbahn am Betriebsgelände der Firma HeiterBlick in Leipzig gestartet. Der Schwertransporter durfte nur nachts fahren und kam in der ersten Nacht bis zum Rasthof Würzburg. Von dort aus startete er am Dienstag um 22 Uhr und kam gegen 22.30 Uhr am Heuchelhof an.

Wie kam die Straßenbahn vom Tieflader?

GT-F von oben

Der Tieflader wurde auf eine Gleis-Gerade in der Heuchelhofstraße auf Höhe der Prager Ring manöviert. Über eine flache zwölf Meter lange Rampe mit Gleisen rollte die 50 Tonnen schwere Straßenbahn. Der spannende und kritische Moment kam dann gegen 23.45 Uhr: Der neue Straßenbahnzug stand vollständig auf Würzburger Boden, wurde von einer bereitstehenden Straßenbahn von hinten gesichert und dann vom Haken der Seilwinde genommen. In der Betriebspause zwischen 2 Uhr und 4.25 Uhr schob die Straba dann das neue Fahrzeug in den Betriebshof Heuchelhof.

Warum werden neue Straßenbahnen benötigt?

Bis heute hat jedes der in Würzburg eingesetzten Straßenbahnfahrzeuge durchschnittlich 1,5 Millionen Kilometer zurückgelegt. Aus diesem Grund muss in den kommenden Jahren der Fuhrpark modernisiert werden. Um Straßenbahnfahrzeuge in Würzburg einsetzen zu können, müssen von diesen spezielle Anforderungen (z.B. Steilstrecke zum Heuchelhof) erfüllt werden.

Wie sehen die neuen Strabas aus?

Die Würzburger Fahrgäste können sich auf hochmoderne und barrierefreie Niederflurstraßenbahnen freuen. In den Fahrzeugen stehen je 74+6 Sitzplätze und 140 Stehplätze zur Verfügung. Für die flexible Platzausnutzung wird es auch wieder Klappsitze (6 Stück) in den neuen Fahrzeugen geben. Jede Straßenbahn verfügt über eine Leistung von 760 Kilowatt (1033 PS) und hat ein Leergewicht von ca. 51 Tonnen. Besonders fahrgastfreundlich sind die beiden großen Sondernutzflächen für Rollstühle, Kinderwägen und Fahrräder im Fahrgastraum. Der Einstieg erfolgt über breite Türen und von den Haltestellen aus nahezu stufenlos. Die Fahrzeuge werden mit großen Infotainment-Monitoren, Klimaanlage/Heizung sowie USB-Ladebuchsen und WLAN für die Nutzung durch die Fahrgäste ausgestattet.

Bereits im Juni 2020 hat sich der Aufsichtsrat der Würzburger Straßenbahn GmbH für ein Design aus vier vorgestellten Varianten des Fahrzeugkopfes entschieden. Die moderne Optik ist geprägt durch die LED-Leuchten und die schwarze Front. Die Gestaltung berücksichtigt dabei insbesondere die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmenden.

Im November 2020 hat der Aufsichtsrat Festlegungen für das Innendesign getroffen. So wurde bestimmt, dass die neuen Fahrzeuge mit einem dunkelgrauen Boden, hellgrauen Sitzschalen und einem roten Stoffbezug für die Sitze ausgestattet werden. Der ausgewählte Polsterstoff wird dabei extra für die Würzburger Fahrzeuge angefertigt.

Design: büro+staubach gmbh .

Wann werden die neuen Straßenbahnzüge in Würzburg fahren?

Bis die neuen Straßenbahnen auf den Würzburger Schienen unterwegs sind, dauert es noch geraume Zeit, denn sie gibt es nicht von der Stange. Die Straßenbahnnetze in Europa unterscheiden sich stark in ihren technischen Anforderungen. Die neuen Bahnen werden auf die speziellen Würzburger Bedürfnisse unter anderem auf das individuelle Schienennetz „maßgeschneidert“. Zu den Besonderheiten zählen in Würzburg die steile Strecke am Heuchelhof-Berg und zukünftig auch in Grombühl oder die besonders engen Kurven an der Löwen- und der Friedensbrücke. Zwischen Bestellung und Auslieferung liegen daher oft mehrere Jahre. Die Auslieferung der neuen Fahrzeuge wird gestaffelt zwischen Ende 2024 und 2026 erfolgen. Die nächsten Schritte sind dann die Inbetriebnahmegenehmigung durch die Technische Aufsichtsbehörde sowie der Testbetrieb. Dies dauert ca. 9-15 Monate. Fahrgäste können voraussichtlich 2026 das erste Mal mit den neuen GT-Fs fahren.

Werden die Züge der Baureihe GT-N auch ausgetauscht?

Erst einmal sollen bis ca. 2026 die älteren Modelle ersetzt werden. Eine zweite Bestellung soll schließlich bis 2030 erfolgen. Dabei ist geplant, dass zehn Züge durch Neufahrzeuge ab dem Jahr 2027 ersetzt werden und zehn weitere ab 2030.

Warum heißt das neue Fahrzeug eigentlich GT-F?

GT steht für Gelenk-Triebwagen. Der nächste Buchstabe steht für die Baureihe. Jede Baureihe bekommt bei der Würzburger Straßenbahn GmbH einen Buchstaben zugewiesen. Die neuen Straßenbahnen gehören zur Baureihe F.

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