Kolpingviertel

Baumaßnahme Kolpingviertel (Altstadt)

Die Mainfranken Netze GmbH (MFN) stellt im Zuge der Wärmewende das Dampfnetz im Kolpingareal auf ein zukunftsfähiges Versorgungssystem um. Die erforderlichen Baumaßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Würzburg durchgeführt, um gleichzeitig notwendige Kanalbauarbeiten auszuführen.

Die bevorstehende Sanierung dient der langfristigen Sicherstellung der Versorgungssicherheit und der Modernisierung der Infrastruktur.

  • Beginn: September 2026
  • Dauer: ca. vier Jahre
  • Fernwärme, Gas, Wasser, Abwasserkanal, Strom

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Bei Fragen können Sie sich gerne an baustellen@wvv.de wenden.

Hinweis zur Karte

Die interaktive Karte zeigt die einzelnen Bauzeitenabschnitte farblich gekennzeichnet. Klicken Sie auf das Datum eines Abschnittes, um weitere Informationen zum jeweiligen Bauzeitraum zu erhalten. Die Inhalte werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert. Daher stehen derzeit noch nicht für alle Bauabschnitte detaillierte Informationen zur Verfügung.

Vorabmaßnahme

  • Am 21. Juli 2026 ab 07:00 Uhr findet deshalb in Ihrem Viertel eine Feuerwehr-Befahrung statt.
  • Hierbei wird die Sicherstellung des Brandschutzes überprüft, bevor die Bauarbeiten starten können.
  • Die Befahrung hat kurzfristige Verkehrseinschränkungen und Halteverbote zur Folge.
  • Bitte halten Sie die vor Ort mit Schildern gekennzeichneten Bereiche frei, damit die Feuerwehr ungehindert passieren kann.

Fragen und Antworten zur Vorabmaßnahme

Warum findet die Befahrung statt?

Die Feuerwehr prüft, ob der Brandschutz während der anstehenden Bauarbeiten jederzeit gewährleistet ist und welche Maßnahmen ggf. erforderlich sind.

Wie lange gelten die Halteverbote?

Die Halteverbote gelten nur am 21. Juli 2026 ab 07:00 Uhr und werden nach Abschluss der Befahrung wieder aufgehoben.

Wer ist von der Sperrung betroffen?

Alle Anwohnenden, deren Fahrzeuge in den durch Schilder gekennzeichneten Bereichen der Kolpingstraße, Oberthürstraße und Wöllergasse stehen. In diesen Straßen werden einige Parkplätze vorübergehend gesperrt. Bitte die Halteverbote unbedingt beachten.

Kann ich mein Haus weiterhin erreichen?

Ja, der Zugang zu den Häusern bleibt zu Fuß jederzeit möglich.

Muss ich sonst etwas beachten?

Bitte prüfen Sie rechtzeitig, ob Ihr Fahrzeug in einem vor Ort mit Schildern gekennzeichneten Bereich steht, und planen Sie ggf. eine alternative Parkmöglichkeit ein.

FAQ Baustellen

Warum wird "immer" nur in kleinen Abschnitten gebaut?

Einmal komplette Straße auf, alles neu und dann fertig! Schön wär's...(für alle Beteiligten)

Es gibt gesetzliche Vorgaben, welche in Bezug auf Rettungswege eingehalten werden müssen. Zum Beispiel muss die Feuerwehr (mit der Drehleiter) jederzeit Menschen aus ihren Häusern retten können. In engen Gassen mit dichter und hoher Bebauung schränken diese Vorgaben die Bauarbeiten maßgeblich ein. Deshalb müssen sehr oft kleine Bauabschnitte gebildet werden, welche einen hohen Arbeits-, Zeit- und Kostenaufwand erzeugen. Aber: Sicherheit geht vor!

Warum wird die Straße an verschiedenen Stellen aufgegraben?

Ein Loch – alle Leitungen? Nein, die Leitungen liegen im kompletten Straßenquerschnitt verteilt...

Ein Blick unter die Straße bringt hier etwas Licht ins Dunkle:

  • Leitungen, wie Glasfaser/Telekommunikation, Straßenbeleuchtung und Strom liegen meist im Gehweg (Zuständigkeit: WVV).
  • Wasser- und Gasleitungen liegen oft nah beieinander und befinden sich unterhalb der Strom- und Kommunikationsleitungen oder separat. Sie müssen jedoch eine gesetzliche Mindesttiefe nachweisen, um von äußeren Einflüssen (z. B. Kälte) geschützt zu sein (Zuständigkeit: WVV im Stadtgebiet; Versorgungsgemeinden können variieren).
  • Fernwärmeleitungen sind größer und liegen deshalb überwiegend im Straßenbereich (Zuständigkeit: WVV).
  • Der Abwasserkanal inkl. Straßenentwässerung und Hausanschlüssen ist meist die größte Leitung. Deshalb liegt auch diese direkt unterhalb der Fahrbahn (Zuständigkeit: Stadt Würzburg/Gemeinden).
  • Der Straßenbelag (auch Gehweg) gehört zur Stadt/Gemeinde. Baut die WVV, muss sie in Absprache mit der Stadt/Gemeinde die Oberfläche wiederherstellen.

Steht nun in einer Straße die Erneuerung aller Versorgungsleitungen an, werden die Maßnahmen sinnvoll gebündelt, die gesetzlichen Vorschriften beachtet und man versucht, die Einschränkungen für die Bürgerin und den Bürger so gering wie nur möglich zu halten.

"Warum wird hier (scheinbar) nicht gearbeitet?"

Hierfür gibt es viele Gründe:

Arbeiten im Versorgungsschacht – Einschränkungen für den Verkehr ohne sichtbare Bauarbeiten

Nicht immer sind alle Arbeiten oberhalb der Straßenoberfläche sichtbar. Da unsere Leitungen unter der Erde liegen, gibt es an verschiedenen Stellen Versorgungsschächte, um ohne Aufgrabungen der Straße Wartungs- und Sanierungsarbeiten durchführen zu können. Liegt dieser Schacht auf einer vielbefahrenen Straße (z. B. Röntgenring), muss hierfür der Verkehr aus sicherheitstechnischen Aspekten oft trotzdem eingeschränkt werden.

Witterungsbedingte Zwangspause – nicht bei jedem Wetter kann gebaut werden

Durch die unkalkulierbare Witterung kommt es – vor allem im Herbst, Winter und Frühjahr – zu Verzögerungen im Bauablauf. Denn bei Schnee und Eis lässt sich z. B. keine Wasserleitung erneuern oder die Straßendecke adäquat herstellen.

Die Umsetzung der Verkehrsregelung für eine Baumaßnahme ist sehr komplex. Absperrungen und Markierungsarbeiten müssen im laufenden Verkehrsgeschehen umgesetzt werden. Zudem können Bodenmarkierungen nur bei gewissen Temperaturen und Trockenheit angeklebt werden. Deshalb ist es nicht möglich, Verkehrsregelungen schnell mal wieder von der Straße zu räumen.

Wir bitten hier um Verständnis.

Warum kann Fernwärme nur in den Sommermonaten verlegt werden?

Fernwärme_Jahreszeiten
Im Sommer bauen, damit es im Winter warm bleibt.

Fernwärmeleitungen versorgen Haushalte zuverlässig mit Wärme. Wenn genug Platz unter der Straße ist, lassen sich neue Leitungen parallel zu den alten verlegen. So gibt es nur einen kurzen Versorgungsausfall, während die alte Leitung abgeschaltet und die neue aktiviert wird. In solchen Fällen kann ganzjährig gebaut werden.

In engen Straßen ist dieser Parallelbau jedoch nicht möglich. Dort müssen die alten Rohre abschnittsweise ausgebaut werden und dafür muss die Versorgung komplett unterbrochen werden. Diese längere Versorgungslücke wäre im Winter für die Bewohnerinnen und Bewohner kaum zumutbar, weil Heizung und Warmwasser ausfallen würden. Deshalb finden solche Arbeiten nur im Sommer statt.

Warum sprechen wir uns untereinander ab?

Gemeinsam für eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur

Baustellen gehören zu einer Stadt, die wächst und sich weiterentwickelt. Sie sind unverzichtbar, um eine zuverlässige und leistungsfähige Infrastruktur für heute und morgen zu sichern.

Durch die enge Abstimmung innerhalb des WVV‑Konzerns sowie mit der Stadt Würzburg und den Versorgungsgemeinden wird die effizienteste und für alle Beteiligten verträgliche Vorgehensweise umgesetzt.

Die Lage der verschiedenen Versorgungsleitungen macht es häufig notwendig, mehrfach zu graben oder Arbeiten nacheinander auszuführen. Unter vielen Straßen ist der verfügbare Bauraum stark begrenzt, sodass nicht alle Gewerke gleichzeitig arbeiten können. Das verlängert manche Maßnahmen, ist aber technisch oft nicht anders möglich.

Trotz aller Planung und Rücksichtnahme bleibt eine Baustelle am Ende eine Baustelle. Sie können sich jedoch sicher sein: Wir setzen alles daran, die Arbeiten so angenehm und so kurz wie möglich für Sie zu gestalten.

Unser Motto: Gemeinsam für Würzburg. 100 % Würzburg.

Warum machen wir die Fernwärme in Würzburg fit für die Zukunft?

Zukunftssichere Wärme für Würzburg

Warum wird das Würzburger Fernwärmenetz umgestellt?

Wir modernisieren die Würzburger Fernwärme und ersetzen das bisherige Dampfnetz schrittweise durch ein effizientes Heißwassersystem. Ziel ist es, Energieverluste zu reduzieren, den Betrieb zu optimieren und die Wärmeversorgung zukunftssicher aufzustellen.

Welche Vorteile hat das Heißwassernetz?

Das Heißwassersystem arbeitet als geschlossener Kreislauf besonders effizient und verursacht deutlich geringere Verluste als das Dampfnetz. Es ermöglicht außerdem, erneuerbare Energien und Abwärme besser in die Fernwärmeversorgung zu integrieren – ein wichtiger Schritt in Richtung klimaneutrale Wärme.

Was bedeutet das für Kundinnen und Kunden?

Neue Anschlüsse sind abhängig von der lokalen Netzverfügbarkeit (Dampf oder Heißwasser) möglich. Bestehende Dampfanschlüsse werden in den kommenden Jahren schrittweise umgestellt. In Gebäuden ist dafür in der Regel eine Anpassung der Übergabestation erforderlich. Der Wohnkomfort bleibt dabei unverändert.

100% GEMEINSAM. Würzburg für die Wärmewende.

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