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Haltestellen-Namen und ihre Bedeutung

Wer war Max Meringhausen? Werden am Ehehaltenhaus Ehen abgehalten? Würzburgs Straba-Haltestellen bieten viele interessante Informationen, die so auch viele Würzburger Bürger noch nicht kennen.

Staunen Sie über die Geschichten, die sich hinter den Haltestellen verbergen.

Andreas-Grieser-Straße (Heidingsfeld, Linie 3 und 5)

Benannt ist diese nach dem deutschen Juristen Andreas Grieser (1868 bis 1955). Er war der erste Oberbürgermeister der Stadt Würzburg von 1918 bis 1920.
Später war er im Reichsarbeitsministerium und dann als Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium tätig.

Arndtstraße (Sanderau, Linie 1 und 4)

Benannt nach dem Theologen, Historiker und Schriftsteller Prof. Ernst Moritz Arndt (1769-1860). Er war Kämpfer für ein deutsches Reich in Einheit und Freiheit. Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Besetzung Deutschlands durch Napoleon. Außerdem kämpfte er gegen die Pressezensur. Und er stritt für unabhängige Rechtsprechung sowie allgemeine Schulbildung.

Athener Ring (Heuchelhof, Linie 3 und 5)

Die Straße wurde nach der griechischen Hauptstadt benannt.

Berliner Platz (Grombühl, Linie 1 und 5)

Der Berliner Platz ist ein zentraler Verkehrsknoten in der unterfränkischen Bezirkshauptstadt Würzburg. Durch die deutsche Teilung und dem Bau der Berliner Mauer wurde der Name „Berliner Platz“ gewählt. Daran erinnert auch heute noch der „Berliner Meilenstein“ in den Grünanlagen seitlich des Kreisverkehrs. 1960 wurde der dreispurige Kreisverkehr freigegeben. Seitdem ist der Berliner Platz auch als Berliner Ring bekannt. Nach den Feiern zur Deutschen Einheit 1990 wurden um den Platz die Fahnen der 16 Bundesländer gehisst. Eine Namensänderung in „Platz der Deutschen Einheit“ fand im Stadtrat keine Mehrheit. Seit 2008 befindet sich in den Grünanlagen auch ein Originalstück der Berliner Mauer.

Berner Straße (Heuchelhof, Linie 3 und 5)

Die Straße wurde nach der schweizerischen Bundeshauptstadt benannt.

Brombergweg (Rottenbauer, Linie 5)

Namensgeber ist das Naturschutzgebiet Bromberg-Rosengarten im Norden Rottenbauers. Es ist seit 1985 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und somit das älteste Naturschutzgebiet der Stadt Würzburg. Bedeutsam ist es als ehemaliger Steinbruch ökologisch ebenso wie heimat- und kulturgeschichtlich.

Brücknerstraße (Grombühl, Linie 1 und 5)

Die Straße erinnert an Hans Brückner. Er vermachte der im Jahre 1508 der Stadt Würzburg einen größeren Geldbetrag zur Unterstützung Bedürftiger testamentarisch. Er war damals Bürger in Würzburg.

Bürgerbräu (Zellerau, Linie 2 und 4)

Das Würzburger Bürgerbräu war eine Brauerei. Die Geschichte als Brauhaus Zell am Main reicht bis Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. 1989 wurde die Bürgerbräu wegen Insolvenz geschlossen. 2012 erwarb eine Unternehmensgruppe das Bürgerbräu-Gelände von der Stadt. Sie entwickelten das Kultur- & Kreativzentrum. Dort können Sie einkaufen, erleben und genießen.
Weitere Informationen finden Sie hier (externer Verweis).

Congress Centrum (Altstadt, Linie 2 und 4)

Erst Schlachthof, dann Großparkplatz und heute Hotel und Veranstaltungszentrum. Das Congress Centrum Würzburg (CCW) wurde 1985 eröffnet. Es liegt unmittelbar am Main nahe der Friedensbrücke. Träger des CCW ist der Eigenbetrieb Congress-Tourismus-Würzburg der Stadt Würzburg.
Würzburg trifft sich hier auf Weltniveau - als Ausrichtungsort vieler nationaler und internationaler Veranstaltungen. Ein Highlight war 2017 der Besuch von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim Diözesanempfang im CCW.

Dallenbergbad (Steinbachtal, Linie 3 und 5)

Das Bad besteht seit 1956. Es bietet Platz für 12.000 Personen und wird von der Würzburger Bäder GmbH betrieben.
Der Stadtrat beschloss 1953 ein Freibad zu errichten. Da das ehemalige Riedinsel-Schwimmbad im Main 1947 wegen nachgewiesener Koli-Bakterien geschlossen werden musste. Allgemein war die Wasserqualität des Mains zu dieser Zeit für den Badebetrieb nicht mehr zufriedenstellend. Im Sommer 1954 wurde begonnen, das Gelände einzuebnen. Das Würzburger Baugewerbe verfügte jedoch noch nicht über die passenden schweren Gerätschaften. Deshalb kam ein Spezialräumgerät der US-Armee zum Einsatz. 1955 wurde mit den Bauarbeiten für das Freibad begonnen. In diesem Jahr wurden die Becken erstmals mit Wasser gefüllt. 1956 wurde das Bad in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Franz Stadelmayer offiziell eröffnet. Um im Sommer die Becken zu kühlen, brachte der Eismann Eisstangen, welche in die Becken geworfen wurden.

DJK-Sportzentrum (Zellerau, Linie 2 und 4)

Das DJK-Sportzentrum ist die Sportstätte der DJK Würzburg. Hier werden verschiedene Sportarten angeboten. 1982 ersteigerte die DJK das Stadion an der Frankfurter Straße. Ab 2005 wurde die Sportanlage zu ihrem gegenwärtigen Stand ausgebaut.
1920 wurde die „Deutsche Jugendkraft - Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen“ (DJK) gegründet. Die einzelnen Sportabteilungen waren damals noch katholischen Vereinen und Pfarreien angegliedert.
Aus der Männer-Basketballmannschaft der DJK gingen von 1998 bis 2010 die s.Oliver Basketballer hervor.

Dom (Altstadt, Linie 1, 3, 4 und 5)

Der St.-Kilians-Dom ist die größte Kirche Würzburgs. Die römisch-katholische Bischofskirche des Bistums Würzburg ist dem Heiligen Kilian geweiht. Mit seiner Doppelturmfassade und einer Gesamtlänge von 105 Metern ist er das viertgrößte romanische Kirchengebäude Deutschlands.
Er wurde ab 1040 erbaut. Die ersten beiden Bauten (um 787 und 855) waren durch Feuer ganz oder teilweise zerstört worden. Der dritte Bauversuch wurde im Jahr 1075 vollendet.
Beim Bombenangriff 1945 auf Würzburg stürzten große Teile des Doms ein. Er wurde bis 1967 wiederaufgebaut. Dabei entstand eine Kombination aus größtenteils romanischen, modernen und barocken Elementen.
Die älteste und gleichzeitig einzig erhaltene der ursprünglichen Glocken ist die Lobdeburg-Glocke. Weil sie 1933 aus dem Turm genommen worden war, hat sie den Feuersturm 1945 überstanden. Die übrigen Glocken fielen ihm zum Opfer.
Die Tradition der Würzburger Dommusik geht wahrscheinlich bis in die Gründungsjahre des Bistums Würzburg zurück. Mit über 500 aktiven Sängern gehört sie heute zu den bedeutendsten und aktivsten Dommusiken in Deutschland. Vier Ensembles gestalten regelmäßig die Liturgie am Kiliansdom. Sie prägen mit ihren geistlichen Konzerten das kulturelle Leben der Stadt und der Region.

Ehehaltenhaus (Sanderau, Linie 1 und 4)

Im 13. Jahrhundert wurde das Ehehaltenhaus als Siechenhaus (mittelhochdeutsch „siech“ = „krank“ oder „aussätzig“) außerhalb der Stadtmauer errichtet. Darin wurden erst Lepra-Kranke und später Pest-Kranke behandelt. Dadurch wurde versucht, ein weiteres Ausbreiten der Krankheiten zu verhindern.
Den Namen „Ehehaltenhaus“ erhielt das Gebäude Mitte des 16. Jahrhunderts. Namensgebend waren hierfür die sogenannten Ehehalten. Diese wurden im Alter dort untergebracht. Ehehalten waren Dienstboten, die wie Eheleute in einem Vertragsverhältnis mit den Gutsherren standen.
Heute ist das Ehehaltenhaus eine Senioreneinrichtung des Würzburger Bürgerspitals.

Eichendorffstraße (Sanderau, Linie 1 und 4)

Namensgeber war der deutsche Schriftsteller Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff (1788 – 1857). Er weilte im Frühjahr 1808 in Würzburg. Von 1813 bis 1815 nahm Eichendorff an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil. 1821 wurde er katholischer Kirchen- und Schulrat zu Danzig und 1824 zum Oberpräsidialrat zu Königsberg ernannt. Von 1841 bis 1844 war er Mitglied im Geheimen Regierungsrat in Berlin.

Fechenbachstraße (Sanderau, Linie 1 und 4)

Benannt nach Fürstbischof Georg Karl von Fechenbach. Mit ganzem Namen heißt er Georg Karl Ignaz Freiherr von Fechenbach zu Laudenbach. Er lebte von 1749 bis 1808. 1795 wurde er zum 78. Bischof von Würzburg gewählt. Er war der letzte geistliche Fürst des Bistums Würzburg.

Felix-Fechenbach-Haus (Grombühl, Linie 1 und 5)

Benannt nach dem politischen Dichter und Journalist Felix Fechenbach. Er wurde am 28. Januar 1894 in Bad Mergentheim geboren. Die jüdische Familie Fechenbach zog im selben Jahr nach Würzburg, wo Felix Kindheit und Jugend verbrachte. Später wurde er Sekretär von Bayerns erstem republikanischem Ministerpräsident. 1922 wurde Fechenbach wegen Landesverrats („Fechenbach-Affäre“) vom Münchner Volksgericht fraglich verurteilt. 1933 wurde Fechenbach von Nationalsozialisten auf dem Weg in ein Konzentrationslager erschossen.
Früher befanden sich am Standort Felix-Fechenbach-Haus die Hallen der Schnellpressenfabrik Bohn & Herber. 1937 übernahm die Koenig & Bauer AG das Unternehmen und richtete in Grombühl das Werk II ein. 1981 wurde die gesamte Fertigung allerdings an den Standort des Hauptwerks verlegt. Das Grundstück ging an die Stadt Würzburg. Daraufhin wurde die ehemalige Montagehalle wurde zum Stadtteilzentrum umgebaut. Alte Stahlträger nahe der Theke und eine Gedenktafel im Eingangsbereich des Zentrums erinnern heute noch an die bewegte Vergangenheit.

Hauptbahnhof (Altstadt, Linie 1, 2, 3, 4 und 5)

Der heutige Würzburger Hauptbahnhof entstand 1863. Er wurde als Ersatz für den früheren Ludwigsbahnhof im Stadtzentrum gebaut. Da dessen Kapazitäten nach der drastischen Zunahme des Eisenbahnverkehrs ausgeschöpft waren. In den 1950er Jahren wurde aufgrund der Zerstörung des 2. Weltkrieges der heutige Bahnhof neu errichtet. Durch die zentrale Lage der Stadt kreuzen sich einige wichtige Regional- und Fernverkehrslinien in Würzburg. Diese sind auf 11 Gleise verteilt. Der Hauptbahnhof ist vor allem morgens für viele Schüler und Pendler ausschlaggebend.

Hartmannstraße (Zellerau, Linie 2 und 4)

Namensgeber ist Jakob Freiherr von Hartmann (1795 - 1873), Ehrenbürger der Stadt Würzburg. Er war Generalkommandant des bayerischen Militärs. Als Kommandeur des II. Königlich Bayerisches Armee-Korps führte er dieses im Deutsch-Französischen Krieg 1870 bis 1871 zum Sieg.

Heriedenweg (Heidingsfeld, Linie 3 und 5)

Namensgebend ist die Wein- und Flurlage Herieden, zu der der Weg führt.

Josefskirche (Grombühl, Linie 1 und 5)

Die Pfarrkirche St. Josef der Bräutigam ist die zweitgrößte Kirche Würzburgs. Sie bietet bis zu 3.000 Menschen Platz. Die Kirche wurde in fränkischem Muschelkalk gebaut. Die Kirche wurde 1905 durch Bischof Ferdinand von Schlör unter großer Beteiligung der Bevölkerung und Geistlichkeit geweiht. Zu diesem Zeitpunkt fehlten allerdings noch eine Orgel sowie die Kirchenbänke. Die Vollendung der Innenausstattung dauerte bis 1909. Der Taufstein wurde 1935 geweiht. Patron ist Josef aus Nazareth, Ehemann Marias, der Mutter Jesu.
Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde die Kirche schwer getroffen. Teilweise konnte sie in alter Schönheit wiederhergestellt werden. Der Turm (früher 64 Meter hoch) ist nach dem Wiederaufbau 52 Meter hoch. Das heutige Gewölbe wurde bis 1951 errichtet.

Judenbühlweg (Steinbachtal, Linie 3 und 5)

Der Name stammt von den Heidingsfelder Juden. Diesen war das Übernachten in Würzburg verboten. Deshalb zogen sie jeden Morgen über den heute noch so genannten Judenbühlweg auf der Höhe zwischen Heidingsfeld und Würzburg in die Bischofsstadt, um ihre Geschäfte abzuwickeln.

Juliuspromenade (Altstadt, Linie 1, 2, 3, 4 und 5)

Im Mittelalter war die Juliuspromenade noch ein Graben entlang der Stadtmauer. Darüber hinaus floss die Kürnach vom Bürgerspital kommend in Richtung Main. Im 14. Jahrhundert wurde der Graben aufgefüllt und die Allee entstand. Nachdem sie zunächst die Namen „Graben“ und „Untere Promenade“ trug, wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts nach Julius Echter von Mespelbrunn benannt. Dieser war bis zu seinem Tode 1617 der 62. Fürstbischof von Würzburg und Herzog von Franken. 1579 gründete er das an der Haltestelle liegende Juliusspital als ein Hospital für Arme, Kranke, Alte und Wasen. Darüber hinaus war er 1582 dafür verantwortlich, dass die Universität Würzburg wiederöffnet wurde.
Die Haltestelle ist heute zentrale Umstiegshaltestelle von Straßenbahn und Bus.

Klingenstraße (Heidingsfeld, Linie 3 und 5)

Die Straße ist nach dem dort befindlichen ehemaligen Klingentor der Heidingsfelder Stadtmauer benannt. Diese ist aus dem späten Mittelalter noch weitgehend erhalten. „Klinge“ bezeichnet eine Geländekerbe. Diese ist durch ein Nebengewässer scharf eingeschnitten, steil zum Haupttal abfallend. In der Straße befinden sich zwei denkmalgeschützte Fachwerk-Wohnhäuser - eines davon verputzt. Die Gebäude sind aus dem 17./18. Jahrhundert und wurden seitdem nur in geringem Maße verändert. Sehenswert ist außerdem eine Hausmadonna aus Sandstein aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Diese ist an der Hausnummer 20 angebracht. Sie zeigt Maria mit dem Jesuskind und Johannesknaben.

Königsberger Straße (Sanderau, Linie 1 und 4)

Die Straße ist benannt nach der Stadt Königsberg (heute: Kaliningrad in Nordwestrussland), früher eine deutsche Großstadt in Ostpreussen.
Angrenzend an die Königsberger Straße befindet sich der Betriebshof der Würzburger Straßenbahn GmbH.

Löwenbrücke (Altstadt, Linie 3 und 5)

Die Ludwigsbrücke, auch Löwenbrücke genannt, ist eine von sieben Brücken, die über den Main in Würzburg führen. Der Name Löwenbrücke entstand im Volksmund wegen den vier Löwenstatuen an den beiden Auffahrten. Viele kennen sie nur unter diesem Namen.
Benannt wurde die Brücke jedoch nach dem bayerischen König Ludwig III., dem Sohn von Prinzregent Luitpold. Sie sollte eine friedliche Verbindung zwischen den damals verfeindeten Franken und Bayern symbolisieren.
Die Einweihung der fertiggestellten Brücke war 1895. Kurios: Da den Pressefotografen an diesem Tag das Wetter zu schlecht war, wurde die Ludwigsbrücke drei Wochen später nochmals eingeweiht. Der eigentliche Bau begann allerdings schon im Jahr 1891. Die Brücke ist eine Steinbogenbrücke mit einer Gesamtlänge von 205 Meter. Sie verbindet den Nikolausberg am linken Flussufer mit der rechts des Mains gelegenen Altstadt und der Sanderau.

Madrider Ring (Heuchelhof, Linie 3 und 5)

Die Straße wurde nach der spanischen Hauptstadt benannt.

Max-Mengeringhausen-Straße (Heuchelhof, Linie 5)

Namensgebend war Max Mengeringhausen, der Würzburger Gründer und Unternehmer der Firma „MERO“. Schon als Kind lernte er über seinen Vater die Welt des Maschinenbaus kennen. Aus seiner Idee, mit industriell vorgefertigten Serienelementen individuelle Lösungen für den Bausektor anzubieten, entwickelte er Ende der 30er Jahre die MEngeringhausen ROhrbauweise. Er revolutionierte den Gerüst- und Hallendachbau. Er verwendete Stahlrohre, die an den Enden zugespitzt sind und verband sie so zu statischen Konstruktionen mit kugelförmigen Verbindungselementen (Meroknoten).
Heute ist die Firma mit Sitz in Würzburg ein weltweit operierendes Unternehmen. Durch den Einsatz neuester Technologien besetzt MERO heute auf vielen Gebieten eine marktführende Stellung im In- und Ausland.

Neubaustraße (Altstadt, Linie 1, 3, 4 und 5)

Die Neubaustraße markiert noch heute den südlichen Verlauf der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Bischofsmütze). Hier verlief der Stadtgraben bis die Vorstadt am Sand (heute Peterer Viertel) mit in das Stadtgebiet einbezogen wurde. In der Folge wurde der Graben zugeschüttet und eine Straße errichtet. Diese wurde erstmals 1386 urkundlich erwähnt. Auf Grund der zahlreichen ansässigen Wagenbauer hieß sie zunächst Wagnergasse. Der Name Neubaustraße (früher: Neue Baugasse und Neubaugasse) entstand, nachdem Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die Neubauten der Universität und Neubaukirche hatte erstehen lassen.
Entlang der Straße fand bis zur Eröffnung der Schrannenhalle im Jahr 1860 jeden Samstag der öffentliche Getreide- und Strohmarkt statt. Daran erinnert noch die figürliche Darstellung der Göttin des Getreidebaus auf dem Ceresbrunnen.

Neunerplatz (Zellerau, Linie 2 und 4)

Der Name erinnert an das 1849-1920 in Würzburg stationierte 9. königlich-bayerische Infanterie-Regiment, genannt „die Neuner“. Dieses war Teil der königlich-bayerischen Armee und ab 1849 in Würzburg stationiert. Es war beispielsweise Jakob Freiherr von Hartmann (Hartmannstraße, Zellerau) unterstellt. Und an der Schlacht bei Wörth (Wörthstraße, Zellerau) beteiligt.
Ihm ist auch das Neuner-Denkmal gewidmet. Errichtet wurde das Denkmal ursprünglich im Jahr 1903 zur Feier des 100jährigen Bestehens des Regiments. Der steinerne Löwe wurde von den Offizieren des Regiments gestiftet.

Pestalozzistraße (Grombühl, Linie 1 und 5)

Namensgeber ist der Schweizer Pädagoge Johann Georg Pestalozzi (1746-1827). Auch die angrenzende Grundschule trägt seinen Namen. Er entwickelte eine eigene Unterrichts- und Erziehungsmethode. Im Wesentlichen forderte seine 'Idee der Elementarbildung' eine naturgemäße Erziehung und Bildung. Die Kräfte und Anlagen des Kopfs (intellektuelle Kräfte), des Herzens (sittlich-religiöse Kräfte) und der Hand (handwerkliche Kräfte) werden in Harmonie entfaltet. Zahlreiche Pädagogen und Erzieher seiner Zeit holten sich bei ihm Impulse für einen menschlicheren Umgang mit sozial Schwächeren und methodisch-didaktische Tipps für einen erfolgreichen Unterricht.

Rathaus (Altstadt, Linie 1, 3, 4 und 5)

Das Rathaus der Stadt Würzburg erstreckt sich über mehrere Gebäudeteile bis zur Domstraße. Ältester Bereich ist der Grafeneckart. Im Rathaus befindet sich unter anderem das Bürgerbüro. Außerdem die Amtsräume des Oberbürgermeisters und Teile der Stadtverwaltung. Im Eingangsbereich befindet sich der Gedenkraum an die Opfer des Luftangriffs am 16. März 1945 und ein Tastmodell des Gesamtgebäudes.
Die Straßenbahnhaltestelle Rathaus befindet sich nahe des Grafeneckarts (südlicher Rathauseingang). Es bestehen zwei getrennte Haltepunkte für die Fahrtrichtungen: Stadtauswärts am westlichen Ende der Domstraße, stadteinwärts in der Augustinerstraße nahe der Einmündung Wolfhartsgasse.

Reuterstraße (Heidingsfeld, Linie 3 und 5)

Benannt nach der früheren Brauerei Reuter oder auch Frankenbräu genannt. Sie war von 1865 bis 1918 eine Brauerei im damals noch eigenständigen Städtchen Heidingsfeld An der Jahnhöhe. Zum Ende des Ersten Weltkrieges übernahm im Juli 1918 die Würzburger Hofbräu (damals: Brauhaus AG) das Bierkontingent.
Heute ist sie zentrale Umstiegshaltestelle von Straßenbahn und Bus.

Robert-Koch-Straße (Grombühl, Linie 1 und 5)

Namensgeber war Robert Koch (1843-1910). Er war ein bekannter deutscher Mediziner, Mikrobiologe und Nobelpreisträger. Es gelang ihm 1876, den Erreger des Milzbrands außerhalb des Organismus zu kultivieren und seinen Lebenszyklus zu beschreiben. Dadurch wurde zum ersten Mal lückenlos die Rolle eines Krankheitserregers beim Entstehen einer Krankheit beschrieben. 1882 entdeckte er den Erreger der Tuberkulose und entwickelte später das vermeintliche Heilmittel Tuberkulin. 1905 wurde ihm der Nobelpreis verliehen. Zu dem Zeitpunkt wusste man noch nicht, welche überragende Rolle der Preis mal spielen würde. Koch hat grundlegende Beiträge zur Infektionslehre sowie zum Aufbau der Tropenmedizin in Deutschland geleistet.

Rottenbauer (Rottenbauer, Linie 5)

Rottenbauer, heute der südlichste Stadtbezirk der Stadt Würzburg. Bis 1973 war Rottenbauer eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Würzburg. Seitdem entwickelt es sich zu einem begehrten Wohnort mit dörflichem Charakter.

Bei Bauarbeiten im rund 1,5 km nördlich Stadtbezirk Heuchelhof wurden im Jahre 1974 Spuren einer Siedlung entdeckt. Ca. 3000 v. Chr. haben hier erste Ackerbauern und Viehzüchter gelebt.
Die Endung des Ortsnamen Rottenbauer (früher Rotenbur) lässt eine Gründung während der fränkischen Landnahme im 8. Jahrhundert vermuten. In diese Zeit fällt auch die Erwähnung von Weinbergen am Bronnberg im Jahr 779 n.Chr. in einer Urkunde Karls des Großen.

Ruderzentrum (Steinbachtal, Linie 3 und 5)

Der Name bezieht sich auf die beiden im direkten Umfeld angesiedelten Würzburger Rudervereine. Ehemals war die Haltestelle nach dem „Haus des Sports“ benannt, das inzwischen abgerissen wurde.
Die Umbenennung erfolgte auf den Antrag des Würzburger Regattavereins, da Würzburg als bayerische Ruderhochburg gilt.

Sanderring (Altstadt, Linie 1, 3, 4 und 5)

Im Mittelalter befand sich angrenzend, außerhalb der alten Stadtmauer gelegen, eine Vorstadt, die "Sand" genannt wurde. Dieser Name leitet sich wie bei der Sander Aue (Sanderau) und zahlreicher weiterer Straßen und Örtlichkeiten in Würzburg von den Sandablagerungen längs des Mains her.
Die Haltestelle Sanderring ist besonders für Studenten und Schüler ein wichtiger Anlaufpunkt. Zudem kann man vom Sanderring aus leicht auf andere Mobilitätsmöglichkeiten umsteigen, wie beispielsweise Carsharing, das nur wenige Meter von der Haltestelle einen Parkplatz hat. Zu Fuß ist der Main in Kürze zu erreichen.

Senefelderstraße (Grombühl, Linie 1 und 5)

Namensgeber ist der unterfränkische Erfinder der Lithographie, Alois Senefelder (1771-1834). Dem Erfinder ist ein großflächiges Gemälde an einer Hauswand im Norden der Straße gewidmet. 1797 baute Senefelder eine Druckpresse und machte Versuche im Mehrfarbendruck. Seine Erfindung nannte er chemische Druckerei oder Steindruckerei. In Frankreich wurde sie seit etwa 1803 Lithografie genannt. Mozarts Klavierkonzerte erschienen ab 1800 als erste lithografische Notendrucke. Daraufhin erfolgte bald auch der Druck von Künstlergrafiken, nachdem der Nutzen der Lithografie erkannt worden war. Beispielsweise für die Vervielfältigung von Zeichnungen ohne Verfälschung der jeweiligen künstlerischen Handschrift.
Für seine erweiterte Erfindung, anstelle von Steinplatten Metallplatten für den Druck zu verwenden, erhielt Senefelder 1818 ein Patent. 1826 gelang Senefelder der Druck farbiger Motive und 1833 der Druck auf Stein übertragener Ölgemälde auf Leinwand. Seine metallografischen Versuche, von Stahl-, Zink-, Messing- und Kupferplatten zu drucken, wurden später zur Grundlage des Offsetdrucks.

Siebold-Museum (Zellerau, Linie 2 und 4)

Das Siebold-Museum ist dem Arzt und Naturforscher Philipp Franz von Siebold gewidmet. Er ist 1796 in Würzburg geboren. Er lebte mehrere Jahre in Japan und unterrichtete dort westlichen Naturkunde und Medizin. Seine Patienten versuchten, ihre Dankbarkeit durch Geschenke zu vermitteln. Da Siebolds Interessen bald bekannt wurden, erhielt er zahlreiche Objekte für seine Sammlung. Seit dem 17. Jahrhundert war der Verkauf von japanischen Werken an Ausländer jedoch strengstens untersagt. 1828 ging Siebold zurück nach Europa. Sein Gepäck enthielt jedoch Landkarten und andere Dinge (Tierpräparate und Pflanzen), deren Ausfuhr streng verboten war. Diese sogenannte „Siebold-Affäre“ hatte schwerwiegende Folgen für ihn und seinen Bekanntenkreis.
Zurück in Europa war Siebold daran beteiligt, dass japanische Häfen geöffnet und eine schrittweise Lockerung der Einschränkungen im Austausch mit dem Ausland eingeführt wurde.

Das Siebold-Museum in Würzburg wurde 1995 eröffnet. Es befindet sich in der ehemaligen Direktorenvilla des Bürgerbräu-Geländes. Unterstützt wurde die Siebold-Gesellschaft von der Stadt Würzburg sowie durch einige Sponsoren aus Deutschland und Japan. Gezeigt werden in einer Dauerausstellung Exponate der Familie Siebold, und man erfährt vieles über das Leben des Japanforschers. Außerdem gibt es regelmäßig Sonderausstellungen.

Steinbachtal (Heidingsfeld, Linie 3 und 5)

Das Steinbachtal ist flächenmäßig der größte Würzburger Stadtbezirk. Innerhalb des Stadtbezirks befindet sich auf der Frankenwarte der höchste Punkt Würzburgs.
Der Steinbach ist ein Nebenfluss links des Mains. Er entsteht südlich von Höchberg und fließt am Guttenberger Wald entlang. Er verläuft weiterhin durch das Steinbachtal und mündet schließlich in den Main. Entlang des Bachs befindet sich eine Parkanlage, die bereits 1895 errichtet wurde. In den Steinbach fließen die Annaschlucht und der Guggelesgraben. Dieser ist seit 1939 als Naturdenkmal geschützt.
Seit 1902 verkehrt die Straßenbahn durch das Steinbachtal.

Straßburger Ring (Heuchelhof, Linie 3 und 5)

Die Straße wurde nach der elsässischen Hauptstadt Straßburg benannt.

Talavera (Zellerau, Linie 2 und 4)

Der Name Talavera stammt von der spanischen Stadt Talavera de la Reina. Dort fand 1809 während der Napoleonischen Kriege eine Schlacht zwischen französischen und britischen Armeen statt. Auf Seite der Franzosen kämpften damals auch Soldaten des Großherzogtum Würzburgs. Heute ist das Gelände Parkplatz und Austragungsort diverser Veranstaltungen, wie z.B. dem Kiliani-Volksfest oder dem Frühjahrsvolksfest.

Ulmer Hof (Altstadt, Linie 2 und 4)

Ursprünglich befand sich in der Ulmergasse der Hof Ulm, der nach einem dort wohnenden Bürger namens „Ulm“ benannt war. Dessen Anwesen befand sich dort schon im 14. Jahrhundert.
Der Hof Ulm wurde beim Bombenangriff am 16. März 1945 teilweise zerstört. Giebel, Turm und weitere Mauern waren aber erhalten. Die gesamte Anlage wurde 1951 zugunsten eines Straßendurchbruchs in Richtung Juliuspromenade abgerissen. Der kleine neu entstandene Platz an der Straße „Ulmer Hof“ sollte dabei eine besondere Gestaltung erfahren. Dies wurde aber zunächst nicht ausgeführt. Stattdessen befanden sich hier in den Folgejahren eine Tankstelle und Parkplätze.
Mitte der 1980er Jahre wurden Straße und Platz dann neu ausgestaltet. Der Platz wurde im Zuge der Umbaumaßnahmen teilweise begrünt. Im Pflaster finden sich Mosaike der Wappen von Würzburgs Partnerstädten. Den Mittelpunkt des Platzes bildet eine Skulptur, welche Würzburgs Zerstörung und Wiederaufbau symbolisiert. Die Umbenennung der Gasse in Ulmer Hof fand Anfang 2000 statt.

Uni-Klinikum (Grombühl, Linie 1 und 5)

Das Universitätsklinikum Würzburg ist ein Krankenhaus. Es ist Klinikum der medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Mittlerweile kann es auf eine mehr als 400-jährige Geschichte zurückblicken. Damit ist es eine der ältesten Universitätskliniken Deutschlands. 1581 wurde in Würzburg das erste Modell eines Universitätsklinikums geschaffen - die Verbindung aus Medizinischer Fakultät und Krankenhaus Juliusspital. In den Jahren von 1912 bis 1921 wurde ein neues Universitätsklinikum (Luitpoldkrankenhaus) im Stadtteil Grombühl errichtet.

Wagnerplatz (Grombühl, Linie 1 und 5)

Benannt ist der Platz nach dem Bildhauer Johann Martin von Wagner. Er wurde 1977 in Würzburg geboren. Sein Vater war der Würzburger Hofbildhauer Johann Peter Wagner. 1802 gewann er in Würzburg einen der bedeutendsten Kunstpreise seiner Zeit. Auf Empfehlung von Johann Wolfgang von Goethe wurde er Professor der zeichnenden Künste an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Ein Studium in Italien brachte ihm in Rom die Bekanntschaft des späteren Königs Ludwig I. von Bayern. Er beauftragte ihn 1810 mit der Akquirierung von Kunstgegenständen.
1857 wurde Martin von Wagner für seine Verdienste um Kunst und Wissenschaft zum Ehrenbürger der Stadt Würzburg ernannt. Seine sehr umfangreiche private Kunstsammlung überließ er im Jahr vor seinem Tod durch eine Schenkung der Universität Würzburg. Diese benannte ihre eigene Kunstsammlung deshalb in Martin-von-Wagner-Museum um.

Am Wagnerplatz befand sich in den 1920er Jahren ein Planschbecken. Das Becken war meist mit einem trüben, sandigen Wasser knietief gefüllt. Insbesondere bei Kindern war es sehr beliebt 1970 wurde der Platz neu gestaltet. Seit 1973 wird die Freifläche für das Grombühler Weinfest genutzt.

Wiener Ring (Heuchelhof, Linie 3 und 5)

Die Straße wurde nach der österreichischen Bundeshauptstadt benannt.

Wörthstraße (Zellerau, Linie 2 und 4)

Die Wörthstraße erinnert an die Schlacht von Wörth von 1870 im Deutsch-Französischen Krieg. Dort waren in Würzburg stationierte bayerische Truppen siegreich. Eine der Truppen war beispielsweise das 9. königlich-bayerische Infanterie-Regiment, genannt „die Neuner“ (Neunerplatz, Zellerau).

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