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Designstudie eines neuen Niederflurfahrzeugs der Würzburger Straßenbahnflotte von außen. So könnten die neuen Straßenbahnen aussehen. (Planfoto: HeiterBlick)

Neue Straßenbahnzüge

Die aktuellen Fahrzeuge der Würzburger Straßenbahn leisten gute und treue Dienste. Die langlebigen Bahnen sind bereits seit 1968 (Typ GT-D), seit 1989 (Typ GT-E) und seit 1995 (Typ GT-N) in Betrieb.

Warum werden neue Straßenbahnen benötigt?
Bis heute hat jedes dieser Fahrzeuge durchschnittlich 1,5 Millionen Kilometer zurückgelegt. Aus diesem Grund wird in den kommenden Jahren der Fuhrpark modernisiert. Um die speziellen Anforderungen in Würzburg (z.B. Steilstrecke zum Heuchelhof) zu erfüllen, sollen in den nächsten Jahren die Straßenbahnen der Baureihe GT-D und GT-E ersetzt werden.

Wie ist der aktuelle Stand (Dezember 2019)?
Im Januar 2018 hatte der Würzburger Stadtrat grünes Licht für die Beschaffung neuer Niederflur-Straßenbahngelenktriebwagen gegeben. Nach der europaweiten Ausschreibung für die neuen Fahrzeuge konnte die Leipziger Firma HeiterBlick GmbH mit ihrem Fahrzeug-Konzept überzeugen und erhielt den Zuschlag für die Lieferung von 18 neuen Straßenbahnen. Am Montag, 09. Dezember, wurde der Vertrag zur Beschaffung der neuen Fahrzeuge von WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer und von Samuel Kermelk, Geschäftsführer der HeiterBlick GmbH unterzeichnet.

Wie sehen die neuen Strabas aus?
Die Würzburger Fahrgäste können sich auf hochmoderne barrierefreie Niederflurstraßenbahnen freuen. In den Fahrzeugen stehen je 76 Sitzplätze und 147 Stehplätze zur Verfügung. Jede Straßenbahn verfügt über eine Leistung von 760 Kilowatt (1033 PS) und hat ein Gewicht von 49,4 Tonnen. Besonders fahrgastfreundlich sind die beiden großen Sondernutzflächen für Rollstühle, Kinderwägen und Fahrräder im Fahrgastraum. Die Fahrzeuge werden mit großen Infotainment-Monitoren, Klimaanlage sowie 20 USB-Ladebuchsen ausgestattet.

Wann werden die neuen Straßenbahnzüge in Würzburg fahren?
Bis die neuen Straßenbahnen auf den Würzburger Schienen unterwegs sind, dauert es noch geraume Zeit, denn sie gibt es nicht von der Stange. Die Straßenbahnnetze in Europa unterscheiden sich stark in ihren technischen Anforderungen. Die neuen Bahnen werden auf die speziellen Würzburger Bedürfnisse unter anderem auf das individuelle Schienennetz „maßgeschneidert“. Zu den Besonderheiten zählen in Würzburg die steile Strecke am Heuchelhof-Berg und zukünftig auch in Grombühl oder die besonders engen Kurven an der Löwen- und der Friedensbrücke. Zwischen Bestellung und Auslieferung liegen daher oft mehrere Jahre. Die Auslieferung der neuen Fahrzeuge wird gestaffelt zwischen 2022 und 2023/2024 erfolgen. Die nächsten Schritte sind dann die Inbetriebnahmegenehmigung durch die Technische Aufsichtsbehörde sowie der Testbetrieb.

Werden die Züge der Baureihe GT-N auch ausgetauscht?
Erst einmal sollen die älteren Modelle bis ca. 2025 ersetzt werden. Eine zweite Bestellung soll schließlich bis 2030 erfolgen. Dabei ist geplant, dass zehn Züge durch Neufahrzeuge ab dem Jahr 2027 ersetzt werden und zehn weitere ab 2030.

Musterfoto: besonders sind die beiden großen Sondernutzflächen für Rollstühle, Kinderwägen und Fahrräder im Fahrgastraum

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