BUSNETZ+ - Das verbesserte Busliniennetz für Würzburg

In Würzburg gibt es aktuell 23 städtische Omnibuslinien, die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Dieses innerstädtische Busliniennetz ist über viele Jahre gewachsen und hat sich Stück für Stück weiterentwickelt. Jetzt wird es zukunftsfähig neu gestaltet. So kommen die Würzburgerinnen und Würzburger noch schneller und einfacher an ihr Ziel.

WVV_Bus_Bahnhof
Ihre Vorteile:

Neues Busnetz

  • Taktverdichtungen auf vielen Linien
  • zusätzliche Haltestellen
  • verbesserte Umstiegsbeziehungen
  • bessere Anbindung einzelner Stadtteile
  • zusätzliche Busse

Die WVV hat mit dem Stadtrat und unter Berücksichtigung aller Bürgerinnen und Bürger konkrete Vorschläge gesammelt, wie das Busliniennetz in Würzburg verbessert werden kann. Die Anregungen konnten bei den Bürgerworkshops im Herbst 2019 oder schrifltich eingereicht werden.

Für welche Buslinien konnten Vorschläge eingereicht werden?

Die Überarbeitung des Busliniennetzes betrifft nur die städtischen Omnibuslinien der WVV. Dies sind die Linien 6, 7, 8, 9, 10, 12, 13, 16, 20, 21, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 33, 34, 35, 114, 214 und 310 AST.

Wie geht es weiter?

Nachdem alle Ideen der Bürgerinnen und Bürger ausgewertet wurden, erfolgt nun die Umsetzung der möglichen Maßnahmen der Stufe 1. Nach aktuellem Stand sind die Planungen voraussichtlich im September 2021 abgeschlossen und können dann im Busverkehr umgesetzt werden.

Logo Sauber Mobil Stadt Würzburg

Umweltfreundlich und klimaneutral

Neben dem neuen Buskonzept werden im Rahmen von "Sauber Mobil" der Stadt Würzburg verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Klima in der Stadt zu verbessern. Denn weniger Schadstoffe in der Luft und eine nachhaltige Mobilität bedeuten mehr Lebensqualität in der Stadt und ein großes Plus für das Klima.

Hintergrundinformationen

Warum wird das Busnetz erst jetzt überarbeitet?

Das Busnetz ist historisch gewachsen und wurde in der Vergangenheit in Einzelfällen an neue lokale Gegebenheiten angepasst. Eine Optimierung aus übergeordneter Perspektive erfolgte bisher nicht, da diese sehr aufwändig und kostenintensiv ist.

Was ist das Ziel von BUSNETZ+, dem verbesserten Busnetz?

Kurz gesagt: weg vom Auto – rein in den Bus. Die Kernaufgabe der Busnetzoptimierung ist es, den Anteil an Nutzern des ÖPNV mit mehr Fahrgäste in den Bussen zu erhöhen. Vorsichtig geschätzt wird mit einem Fahrgastzuwachs von 6-10 % in fünf Jahren gerechnet.

Was wurde bisher unternommen?

Aktuell:

Derzeit erfolgen die Detail-Planungen der möglichen Maßnahmen in verschiedenen Umsetzungsstufen. Die erste Stufe wird voraussichtlich im September 2021 eingeführt.

Januar 2020

Das Konzept wurde 2020 im Stadtrat beschlossen. Im Rahmen des öffentlichen Dienstleistungsauftrags setzt es die Würzburger Straßenbahn GmbH um.

Oktober - Dezember 2019:

In drei Bürgerworkshops im Oktober und November 2019 wurden die Würzburgerinnen und Würzburger gefragt, welche Verbesserungen nötig sind, um das Busnetz attraktiver zu machen. Neben den Vorschlägen innerhalb der Workshops gingen ca. 600 weitere Vorschläge per Post oder online ein. Die Ergebnisse wurden am 02.12.2019 in einem weiteren Stadtratsworkshop vorgestellt und zu einen Gesamtkonzept zusammengefasst.

Mai - Juni 2019:

Das gesamte Vorgehen wurde dem Stadtrat im Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss am im Mai 2019 vorgestellt. Expertengespräche mit den einzelnen Fraktionen und Verbänden wurden durchgeführt, um Schwerpunktthemen zu ermitteln, die im folgenden Workshop zu behandeln waren. Der Workshop mit dem Stadtrat und Interessenverbänden fand daraufhin im Juni 2019 statt.

Juli 2017:

Die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) wurde vom Stadtrat mit Beschluss vom 27.07.2017 beauftragt, das innerstädtische Busliniennetz jeweils teilnetzbezogen zu überplanen. Danach wurden externe Dienstleister zur Begleitung und fachlichen Unterstützung des gesamten Prozesses gesucht und ausgewählt.

Gibt es eine Richtung, was sich ändern soll?

Im Ergebnis der vorbereitenden Workshops mit dem Stadtrat wurde klar, dass Ausbaumaßnahmen im Netz erforderlich sind. Dabei soll ein Fahrten- und Relationsangebot geschaffen werden, das den bestmöglichen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der vielen verschiedenen Ziel- bzw. Nutzergruppen darstellt. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf Barrierefreiheit und Seniorenfreundlichkeit gelegt werden.

Welche Eckpunkte wurden bisher für BUSNETZ+ festgelegt?

Im Einzelnen wurden im Rahmen der Workshop-Arbeit folgende Prämissen bereits erarbeitet:

1. Einführung von Premium- und Tangentiallinien

Premiumlinien zeichnen sich durch eine möglichst stringente Linienführung mit dichtem Takt aus, so dass schnelle Beförderungszeiten erreicht werden können.

Tangentiallinien sind nicht auf die Innenstadt ausgerichtet, sondern sollen die umliegenden Stadtteile direkt miteinander verbinden.

Die unterschiedliche Betrachtung des Busnetzes mit Premiumlinien und Tangentiallinien wurde befürwortet. Dabei soll der Fokus zunächst auf einigen wenigen Premiumlinien liegen. Gleichzeitig sollen die Querverbindungen durch Tangentiallinien gestärkt werden. Ganz konkret sollen die Premiumlinien durch eine zugehörige ÖPNV-Bevorrechtigung und die Einrichtung von Busspuren unterstützt werden. Das bringt eine Beschleunigung und eine zuverlässige Einhaltung des Fahrplans.

2. Einführung von Stadtteil- und Quartierslinien

Die Einrichtung von eigenen Stadtteil- und Quartierslinien wird befürwortet.

Quartierslinien können auch als On-Demand Lösungen ausgeführt werden. On-Demand bedeutet es gibt keine festen Haltestellen, keine festgelegte Route und keinen Fahrplan. Der "Bus on demand", kommt, wenn man ihn bestellt.