IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN


Mit ihrer Bürgerbeteiligung will die WVV Menschen aus der Region stärker in den Ausbau der erneuerbaren Energien mitein­beziehen. Jetzt geht das Projekt in die zweite Runde.
Foto: iStock, WVV

Im April 2018 startete die WVV eine Bürgerbeteiligung in Würzburg und den umliegenden Gemeinden. Im Rahmen des Projektes sollen städtische Dächer sowie Dächer von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen mit neuester Photovoltaik-Technik ausgestattet werden. Das erklärte Ziel: Menschen aus Würzburg und den umliegenden Gemeinden beteiligen sich als Investoren am Bau der PV-­Anlagen und unterstützen so aktiv die Energiewende vor Ort. Die Finanzierung erfolgt dabei über ein sogenanntes qualifiziertes Nachrangdarlehen.


Den teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern winkt eine attraktive Zinsausschüttung jeweils am Jahresende sowie die Auszahlung der Darlehenssumme zum Laufzeit­ende am 31. Dezember 2022. Eine Beteiligung ist ab 500 Euro und bis 10.000 Euro – in 500-Euro-Schritten – möglich. Für WVV-Energiekunden beträgt der Zinssatz dabei 2,0 Prozent, für alle weiteren Personen 1,5 Prozent.


Ein voller Erfolg

Anleger im Alter von 25 bis 83 Jahren nutzten die Chance und investierten in die regionale Energiewende. Innerhalb der vergangenen sechs Monate kamen rund 650.000 Euro zusammen. Mithilfe dieser Summe entstanden Photovoltaikanlagen mit einer maximalen Leistung von insgesamt etwa 700 Kilowatt. Zu finden sind sie auf den Dächern der Würzburger Stadtreiniger, der Grundschule Würzburg-Dürrbachgrund und einer Lagerhalle in der Friedrich-König-Straße.


Insbesondere die erfolgreiche Realisierung des Pilotprojekts bei den Stadtreinigern war hierbei von großer Bedeutung: Sie ging als erste PV-Anlage aus der Bürgerbeteiligung Mitte Juli in Betrieb. Auf 580 Quadratmetern Dachfläche produ­zieren die Stadtreiniger in der Nürnberger Straße seitdem ­ihren ­eigenen Ökostrom – und das mit einem Ertrag von rund 100.000 Kilowattstunden pro Jahr. ­Genug, um 40 Haushalte mit Strom zu versorgen. Rund 47 Tonnen CO₂ jährlich spart diese Anlage im Vergleich zur herkömmlichen Stromproduktion. Das ist so viel wie bei ­einer Person anfällt, die in einem Auto etwa acht Mal die Erde umrundet. Die Gesamtkosten der PV-Anlage belaufen sich auf rund 110.000 Euro. Frank ­Backowies, Bereichsleiter Marktmanagement der WVV, zeigt sich erfreut: „Das Beispiel der Stadtreiniger macht deutlich, wie gut das Beteiligungsmodell der WVV funktioniert. Zusammen mit der Stadt Würzburg haben wir hier ein bei­spiel­haftes Projekt verwirklicht, bei dem die Anleger nicht nur von attraktiven Zinsen profitieren, sondern auch dazu beitragen, den CO₂-Ausstoß in der Region zu verringern.“


Die Bürgerbeteiligung geht weiter

Bedingt durch den bisherigen großen Erfolg setzt die WVV nun ihre Bürgerbeteiligung fort. Gesucht werden neben ­Bürgerinnen und Bürgern, die als Investoren mitmachen möchten, auch weitere Dach- sowie Freiflächen. Für deren Eigen­tümer ist die Umsetzung solcher Projekte besonders ­lukrativ: Sie profitieren von einer rentablen Dachpacht und haben ­darüber hinaus die Möglichkeit, durch ­Eigenverbrauch ihre Stromkosten dauerhaft zu senken. Zurzeit ist eine Anmeldung zur Beteiligung aufgrund der Beitragsform und des V­ermögensanlagengesetzes nur online möglich. Die WVV sucht aktuell aber nach Alternativen, denn insbesondere ältere Interessenten fragen nach ­herkömmlichen Abschlussmöglichkeiten.


Dächer und Freilandflächen gesucht

Folgende Kriterien sind für eine Photovoltaikanlage im Rahmen

der WVV-Bürgerbeteiligung im ersten Schritt wichtig:

PV-Anlage auf dem Dach

  • Dachgröße: 500 Quadratmeter
  • Dachbeschaffenheit: Das Dach sollte mindestens 20 Jahre ­ohne Modernisierung auskommen.
  • Am besten eignen sich frisch erneuerte Dächer, Dächer, bei denen eine Sanierung in Planung ist oder Neubauten. Bestandsdächer sollen nicht asbesthaltig sein.
  • Außerdem wichtig: Es sollte wenig, idealerweise keine Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude, Berge etc. vorliegen.

Freiflächenanlage

  • Größe: mindestens 1 Hektar Fläche
  • Angrenzung zu Autobahn und/oder Eisenbahnstrecke
  • Keine Streuobstwiese


Interesse? Dann 0931 36-1036 anrufen

Jetzt Anleger werden

Die Bürgerbeteiligung der WVV geht in die zweite Runde! Unterstützen Sie mit Ihrem Engagement aktiv lokale Photovoltaikprojekte und damit die Energiewende in der Region.


Die Teilnahme ist nur online über die Webseite wvv.de/buergerbeteiligung möglich. Dort können sich interes­sierte Bürgerinnen und Bürger informieren und ein qualifiziertes Nachrangdarlehen abschließen, um den Ausbau der Sonnenkraftwerke in der Region zu unterstützen.


Weitere Informationen zur WVV-Bürgerbeteiligung gibt es per Telefon unter 0931 36-1036


Hinweis nach § 12 Abs. 2 VermAnlG: Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen ­Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des ­eingesetzten Vermögens führen.

Dank der WVV-Bürgerbeteiligung nun mit einer PV-Anlage ausgestattet: die Würzburger Stadtreinigung.