Seite 11 - WVV magazin 01/2013 - Zeitschrift für Energie, Verkehr und Umwelt

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WVVmagazin 1/2013
Natürlich düngen
EinblühendesWunder ohnechemischeKeule?Dabei hel-
fenRezepteausderNatur –wieGartenkompost undHorn-
dünger. Auch Brennnesseln eignen sich gut als Dünger,
am besten, wenn sie zerkleinert vor den Pflanzen ins
Pflanzloch gegeben und mit ein wenig Erde abgedeckt
werden.Wemdaszumühselig ist, derkannmitNaturdün-
ger angereicherte Pflanzenerde verwenden. So hat der
Erdenmarkt Würzburg mit „­Terra Magica – Frankens
schwarze Erde“ ganz neu eine nährstoffreiche schwarze Humuserde im Programm. Wich-
tigster Bestandteil dieser sogenannten Terra Preta ist Kohlenstoff, beigemischt in Form von
Holzkohle. „Mit dieser nährstoffreichen Erde braucht man so gut wie nicht mehr zu düngen“,
erklärt Monika Stöber vomErdenmarkt die Vorteile.
Indianer leben imEinklang mit der Natur, heißt es – das
gilt auch für den noch jungen Stamm der Würzburger
Stadtindianer. Dahinter steckt eine Gruppe Menschen,
die imStadt­gebiet gemeinsam gärtnern und ­eigenes
­
Gemüse anbauen. Etwa auf einemBeet imKloster­gar­ten
des Franziskanerordens. Ein weiteres Projekt mit be­
pflanz­ten Gefäßen ist im Innenhof vom Jugend­kultur­haus
Cairo geplant. Solche Projekte nennt man Urban Garde-
ning, ein Trend, der sich in fast allen großen Städten aus-
breitet. Bekannt ist der „Prinzessinnen­garten“ am
Moritz­platz in Berlin oder die Südspitze des Münchner
Olymiaparks, wo aus Recycling­material Hochbeete
und Biotope entstehen. Auch in Würzburg ackert neben
den Stadtindianern eine weitere Gruppe gemeinschaft-
lich und ökologisch: die evangelische Studentengemein-
de Würzburg (ESG). Mit ihrem 3000 Quadratmeter
­
großen „Garten Eden“ auf demWürzburger Stein ist sie
einen Schritt weiter als die Stadtindianer, die noch nach
neuen Anbauflächen suchen.
L
Die Stadtindianer erweitern gern ihren Stamm – mehr
Infos unter stadtindianer.wordpress.com
oder auf Facebook, unter Stadtindianer Würzburg.
L
Infos zumGarten Eden der evangelischen Studenten­
gemeinde: Susanne Hötzel, Telefon 0931-7961912 oder per
E-Mail: susanne.hoetzel
@
esg-wuerzburg.de
Gärtnern in der Stadt
Torffreie Erden verwenden
Umdas Klima und die heimischenMoore zu
schützen, am besten weit­gehend auf Torf
verzichten. Pflanzen gedeihen sehr gut in
Komposterden.Wer sienicht selbst herstel-
lenmöchte, erhält sie imErdenmarktWürz-
burg. Dort gibt esseit Jahrenstark torfredu-
zierte regionale Premium-Erden und eine
torffreie Bio-Erde. DazuMonika Stöber vom
Erdenmarkt: „Gerade imHobbygarten lässt
sich der Torfverbrauch durch die Verwen-
dung von Komposten beträchtlich senken.“
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