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ÖPNV und Coronavirus – Die wichtigsten Fragen und Antworten

Würzburg, 17.04.2020

Viele Fahrgäste, die aktuell in Würzburg und Umgebung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, sind aufgrund der aktuellen Corona-Situation verunsichert oder haben Fragen rund um die Änderungen im Straßenbahn- und Busbetrieb. Die Sicherheit und Gesundheit unserer Fahrgäste und Mitarbeiter liegt uns besonders am Herzen, deshalb möchten wir auf wichtige Fragen eingehen und Antworten zu aktuellen Änderungen geben.

Aufgrund der Weiterführung der Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie, wie Aufrechterhaltung der Kontaktsperren, sowie Ruhen des Schulbetriebes und der damit einhergehenden geringen Fahrgastnachfrage, behält der zum 30.03.2020 für die städtischen Straßenbahn- und Omnibuslinien eingeführte Sonderfahrplan bis auf Weiteres Gültigkeit.


Welche Fahrplanänderungen gelten in Würzburg

Ab 30.03.2020 fahren die Straßenbahn- und Buslinien der WVV von Montag bis Freitag nach dem „Samstags-Fahrplan“. Samstag und Sonntag gibt es vorerst keine Änderungen. Um zu gewährleisten, dass Berufstätige dennoch morgens pünktlich zu Ihrer Arbeit gelangen, werden auf folgenden Linien unter der Woche noch zusätzliche Fahrten durchgeführt:

  • Linie 10:
    ab „Sanderglacisstraße“: 5.53 Uhr, 6.23 Uhr, 6.53 Uhr und 7.23 Uhr
    ab „Hubland/Mensa“: 6.07 Uhr, 6.37 Uhr, 7.07 Uhr und 7.37 Uhr

  • Linie 12:
    ab „Brunnenstraße“: 5.22 Uhr

  • Linie 13:
    ab „Busbahnhof“: 5.55 Uhr und 6.50 Uhr
    ab „Pestalozzistraße“: 6.26 Uhr und 7.26 Uhr

    Zusatz-Fahrt ab 06.04.2020:
    ab „Busbahnhof“: 5.02 Uhr

  • Linie 16:
    ab „Juliuspromenade“: 6.45 Uhr, 7.15 Uhr, 7.54 Uhr und 8.24 Uhr
    ab „Winterhäuser Straße“: 6.09 Uhr, 6.39 Uhr, 7.19 Uhr und 7.49 Uhr

  • Linie 21:
    ab „Flürleinstraße“: 5.08 Uhr

  • Linie 24:
    ab „Pestalozzistraße“: 5.55 Uhr

  • Linie 26:
    ab „Busbahnhof“: 6.19 Uhr und 7.19 Uhr
    ab „Gattingerstraße Ost“: 6.33 Uhr
    ab „Briefzentrum“: 7.42 Uhr

  • Linie 27:
    ab „Busbahnhof“: 6.30 Uhr und 8.30 Uhr
    ab „Va-Q-tec“: 8.45 Uhr

  • Linie 33:
    ab „Reuterstraße“ 6.00 Uhr, 6.30 Uhr, 7.04 Uhr und 8.00 Uhr
    ab „Kaulstraße“ 6.10 Uhr
    ab „Unterer Kirchbergweg“ 6.47 Uhr und 7.17 Uhr
    ab „Oberer Geisbergweg“ 8.12 Uhr

Folgende Linien entfallen und verkehren in diesem Zeitraum nicht: Linie 7, 9, 34, 114 und 214.

Ebenfalls fahren nur die beiden Straßenbahnlinien 4 und 5: Die Straßenbahn-Linie 4 verkehrt Zellerau - Hauptbahnhof – Sanderau und die Straßenbahn-Linie 5 ab Rottenbauer - Heuchelhof - Heidingsfeld - Hauptbahnhof –Grombühl/Unikliniken.

Morgens wird die Linie 5 mit zwei zusätzlichen Fahrten, um 4.16 Uhr ab Rottenbauer Richtung Grombühl/Unikliniken und um 5.00 Uhr ab „Pestalozzistraße“ , verstärkt.

Aufgrund von vermehrten Fahrgastwünschen reagiert die WVV und wird ab Mittwoch, 01.04.2020 unter der Woche zusätzliche Fahrten auf der Straßenbahnlinie 5 im morgendlichen Berufsverkehr anbieten:
ab „Pestalozzistraße“: 6.18 Uhr, 6.48 Uhr, 7.18 Uhr, 7.48 Uhr und 8.14 Uhr
ab „Rottenbauer“: 5.28 Uhr, 5.58 Uhr, 6.28 Uhr, 6.58 Uhr und 7.28 Uhr

Die Sonder-Fahrpläne finden Sie hier


Fahrplanänderungen des Nachtbusses an den Wochenenden

Aufgrund der Schließung der Gastronomie (ab 15 Uhr), der Bars und Clubs wird erstmals ab Freitag, 20.03.2020 bis vorerst Samstag, 18.04.2020 das an den Wochenenden ausgeweitete Fahrplan-Angebot der Nachtbuslinie 90 eingeschränkt.Der Nachtbus verkehrt im beschriebenen Zeitraum in allen Nächten der Woche nach dem Fahrplan „Sonntag mit Donnerstag“.


Wie geht die WVV/WSB mit dem Coronavirus um?

Als Unternehmen, das im öffentlichen Raum tätig ist, ist die WVV nicht alleine in der Lage, Menschen vor einem Virus zu schützen. Da es in den Fahrzeugen zu Kontakt mit anderen Menschen und Materialien kommt, wird empfohlen, die von den Gesundheitsämtern empfohlenen Hygieneregeln zu beachten, wie z.B.:

  • Hände vor und nach einer Fahrt in den Verkehrsmitteln mit Seife zu waschen
  • Beim Husten und Niesen den Mund und die Nase mit gebeugtem Ellbogen oder Taschentuch bedecken
  • Nicht ins Gesicht fassen und auf Händeschütteln verzichten

Hier finden Sie alle wichtigen Tipps auf einen Blick

Trotz dichtem Fahrplantakt kann insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr nicht in allen Situationen ein Abstand von mindestens 1,50 Meter sichergestellt sein. Verbunden mit Fahrgastzählungen wird die Situation in den Fahrzeugen laufend beobachtet. Die Würzburger Straßenbahn GmbH schließt sich den Empfehlungen der Bundesregierung und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) an und empfiehlt den Fahrgästen im ÖPNV folgendes Verhalten, um der Corona-Erkrankungswelle bestmöglich zu begegnen:

  • Fahren Sie früher oder später als sonst üblich, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben.
  • Nutzen Sie Bus und Straßenbahn ohne Fahrrad, E-Scooter etc. Dies schafft Platz für andere Fahrgäste.
  • Nutzen Sie bitte alle Einstiege (ausgenommen vordere Tür beim Omnibus) und verteilen Sie sich gleichmäßig im Fahrzeug.
  • Achten Sie auf ausreichenden Abstand zu aus- oder einsteigenden Fahrgästen.
  • Erst aussteigen lassen! Treten Sie nacheinander ein in Bus & Bahn.
  • Stehen Sie sich nicht Angesicht zu Angesicht gegenüber.
  • Mundschutzgebot: Eine Geste der Höflichkeit und gegenseitigen Rücksichtnahme ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, der auch selbstgenäht sein kann. Denn auch Menschen, die unwissentlich infiziert sind und keine Symptome aufweisen, sind mit Mund-Nasen-Schutz weniger ansteckend.


Werden die Fahrzeugtüren an den Haltestellen geöffnet?

Bei den Straßenbahnen der WVV:

Alle Straßenbahntüren öffnen sich automatisch an jeder Haltestelle. Es braucht kein „Haltewunschknopf“ gedrückt werden. So werden die Fahrzeuge noch besser durchlüftet.

Bei den Bussen der WVV:

Die vordere Tür beim Bus bleibt geschlossen. Fahrgäste nutzen die zweite oder gegebenenfalls vorhandene dritte Tür für den Ein- und Ausstieg. Die hinteren Bustüren werden manuell durch den Busfahrer geöffnet. Hierzu braucht der Fahrgast nur einmalig den „Haltewunschknopf“ betätigen.

Fahrscheine werden im Bus bis auf weiteres nicht verkauft. Dennoch gilt die Fahrscheinpflicht!

Der Verkehrsverbund Mainfranken und die WVV bitten ihre Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt im Vorverkauf mit Fahrscheinen zu versorgen.


Warum sperren wir in Bussen die erste Tür und stellen den Ticketverkauf im Fahrzeug ein?

So soll die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des Coronavirus für das Fahrpersonal und für die Fahrgäste minimiert werden. Diese Maßnahme dient dazu, die Mitarbeiter*innen und die Fahr-gäste zu schützen und den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Kann ich ohne Ticket fahren?

Die Ticketpflicht gilt weiterhin. Jeder Fahrgast braucht einen gültigen Fahrschein. Sollte dieser nicht an der Einstiegshaltestelle zu erwerben sein (kein Fahrkartenautomat vor Ort), so kann der Fahrgast seine Fahrt dennoch antreten, muss sich aber für die Rückfahrt und/oder den Umstieg eine Fahrkarte kaufen. Zu empfehlen ist eine Bevorratung z.B. der 6er-Karten. Diese werden vom Automaten nicht entwertet ausgegeben und können bei Folgefahrten entsprechend entwertet werden.

Da das WVV-Kundenzentrum derzeit geschlossen ist, bleibt dem Kunden aktuell nur der Kauf von Fahrkarten an Automaten der DB Regio (an allen Bahnhöfen im VVM-Gebiet), der WVV an den Straßenbahnhaltestellen sowie an den noch geöffneten Vorverkaufsstellen in Ochsenfurt, Gemünden und Karlstadt.


Erhalte ich eine Rückerstattung von Monats- oder Abokarten, die ich nicht nutzen konnte (z.B. wegen Krankheit, Quarantäne, Home-Office u.ä.)?
Hier gelten aktuell die gültigen Tarifbestimmungen, die unter 1.12. Erstattung von Beförderungsentgelt folgendes vorsehen:
„Für nicht abgefahrene oder nicht ausgenutzte Fahrkarten wird kein Ersatz geleistet, soweit nicht ein besonderer oder nicht vorhersehbarer Fall vorliegt (z.B. Krankheit, Unfall, Tod). Hierfür ist in jedem Fall ein schriftlicher Nachweis erforderlich. Im Falle von Krankheit oder Unfall wird das Fahrgeld nur bei einer Ausgehunfähigkeit von über 15 zusammenhängenden Tagen erstattet. Erforderlich ist dafür ein ärztliches Attest oder eine Bescheinigung eines Krankenhauses. Falls ein derartiger Fall vorliegt, wird für Zeitkarten eine Rückvergütung gewährt, sofern die Karte unverzüglich nach Eintritt eines solchen Falles bei der VVM hinterlegt wird oder deren Rückgabe an diese erfolgt. Maßgebend ist der Tag der Hinterlegung oder Rückgabe, bei Übersendung per Post, das Datum und die Zeitangabe des Poststempels. Die Rückvergütung für Zeitkarten ergibt sich nach Abzug der entsprechenden Einzelkarte für zwei Fahr-ten je möglichen Nutzungstag vor und einschließlich des Tags der Hinterlegung oder Rückgabe. Dies gilt bis maximal 60 Ausfalltage durch Krankheit oder Unfall.“


Wie steht es mit der Gültigkeit der Abonnements?

Nachdem zurzeit keine Schule stattfindet, gibt es laut den VVM-Tarifbestimmungen keine Ein-schränkungen bei den VVM-Fahrkartenabonnements, d. h. das Firmen- und Premium-Abo sind bis 19.04.2020 netzweit und für die ganze Familie gültig, das Spar-Abo ist bereits vor 9 Uhr gül-tig.

Ich brauche Beratung im Kundenzentrum, brauche eine Stammkarte oder Abo – was ma-che ich, wenn das Kundenzentrum geschlossen ist?

Hier finden Sie die Kontaktmöglichkeiten zur WVV

- per E-Mail an kontakt@wvv.de

- per Telefon unter 0931-36-0 - per Rückruf: wvv.de/rueckruf


Ist damit zu rechnen, dass der ÖPNV-Betrieb eingestellt wird?

Aktuelle Fahrplanänderungen finden Sie in der Meine WVV-App und in der VVM App, sowie un-ter www.wvv.de/fahrplan.

Die Verantwortlichen der WVV sind zudem in enger Abstimmung mit den Städten, den angren-zenden Verkehrsunternehmen und den Gesundheitsämtern. Das Ziel ist es, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig den ÖPNV so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.


Wo kann ich mich informieren?

Aktuelle Informationen finden Sie auf Twitter, Facebook WVV Mobilität und www.wvv.de/mobil

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