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WVV erhöht Investitionen und setzt auf nachhaltige Zukunftslösungen

Würzburg, 26.07.2019

Bei einem Umsatz von 402,9 Millionen Euro hat die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) im Geschäftsjahr 2018 Investitionen in Höhe von 44,7 Millionen Euro getätigt. Diese fallen damit deutlich höher aus als im Vorjahr und tragen dazu bei, auch in Zukunft eine sichere Versorgung für Würzburg und die Region mit Energie, Trinkwasser und Mobilitätsleistungen zu gewährleisten. Umsatz und Gewinn des WVV-Konzerns waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Durch ihre Investitionsstärke und konsequente Ausrichtung auf nachhaltige und zukunftsorientierte Themen sieht sich die WVV jedoch auch für künftige Herausforderungen am Markt gerüstet.

Im Jahr 2018 konnte der WVV-Konzern trotz eines negativen Abschlusses der WVV GmbH von 3,4 Millionen Euro ein positives Jahresergebnis von 1,0 Millionen Euro verbuchen. Der Fernwärmeabsatz sank wetterbedingt im Vergleich zum Vorjahr auf 292,1 Mio. kWh (2017: 305,1 Mio. kWh). Auch der Verkauf von Erdgas ging auf 1.907,4 Millionen kWh zurück (2017: 1.980,8 Millionen kWh). Die Erlöse im Konzern liegen insgesamt um 34,7 Millionen Euro unter denen des Vorjahres. Der Rückgang ist neben den deutlich niedrigeren Erlösen aus dem Stromgeschäft auch auf Sondereffekte im Jahr 2018 zurückzuführen. So ging durch eine Störung der Gasdruckregelstation am 04.12.2018 das Heizkraftwerk an der Friedensbrücke außerplanmäßig vom Netz. Desweiteren kürzte der Gesetzgeber im Dezember 2018 die Förderung für KWK-Bestandsanlagen für 2019 um ca. 2,4 Millionen Euro. Diese Ereignisse belasteten das Jahresergebnis 2018. „Wir gehen davon aus, dass der Fehlbetrag, der durch diese einmaligen Ereignisse hervorgerufen wurde, im kommenden Jahr wieder ausgeglichen werden kann“, sagt WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer und fügt hinzu: „Gerade unsere hohen Investitionen in nachhaltige Zukunftslösungen werden sich in den nächsten Jahren sicher bezahlt machen.“

Aufgrund des heißen Sommers 2018 besuchten 34.011 Personen mehr die Schwimmbäder als im Vorjahr. Insbesondere im Dallenbergbad war ein deutlicher Besucheranstieg aufgrund der guten Witterung im Sommer 2018 festzustellen. Positiv zu vermelden ist auch, dass der Verlust der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfiel. Mit rund 13,5 Millionen Euro lag der Verlust 2018 etwa 2,3 Millionen Euro über dem Ergebnis von 2017.

Der WVV-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2018 1.475 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Konzessionszahlungen an die Stadt Würzburg und Gemeinden in Höhe von 10,8 Millionen Euro werden geleistet, die aktiv zur Stärkung der lokalen und regionalen Wirtschaftskraft beitragen.

Investitionen für mehr Lebensqualität in Würzburg und in der Region

Die vielfältigen Investitionen in allen Teilbereichen der WVV tragen wesentlich dazu bei, auch in den kommenden Jahren eine sichere Versorgung für Würzburg und die Region mit Energie und Trinkwasser sowie eine Stärkung der Infrastruktur zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr 2018 tä-tigte der WVV-Konzern Investitionen in Höhe von 44,7 Millionen Euro und lag damit deutlich über der Zahl des Vorjahres (2017: 30,8 Millionen Euro). Die Mittel wurden schwerpunktmäßig im Bereich der Fernwärmeversorgung (3,3 Millionen Euro), im Bereich der Stromversorgung (rund 3,4 Millionen Euro), im Bereich der Erdgasversorgung (rund 1,8 Millionen Euro), im Bereich der Trinkwasserversorgung (rund 2,8 Millionen Euro) sowie für Straßenbeleuchtung und Langwellenleiter-Netze (1,4 Millionen Euro) ausgegeben. Die IMG gab insbesondere für die Bautätigkeiten am Skyline Hill Center im neuen Stadtteil Hubland 4,3 Millionen Euro aus. Die WBG investierte vor allem in den Neubau des Nautilands sowie in die Sanierung der Eisbahn am Nigglweg 11,5 Millionen Euro. In der WVV betreffen Investitionen in Höhe von 1,8 Millionen Euro im Wesentlichen die Zugänge von Hard- und Software. Die Investitionen in der WSB in Höhe von 2,8 Mio. EUR setzen sich im Wesentlichen aus der Erweiterung des Schienennetzes der Straßenbahn in Richtung Grombühl, dem Erwerb von Lizenzen zur Nutzung der Fahrdienst-App, der Beschaffung von Fahrgastzählsensoren, dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen Königsberger Stra-ße und Bürgerbräu und der Aufstellung diverser Wartehallen zusammen. Die HKW investierte 2,1 Mio. EUR hauptsächlich für die Erneuerung der Gasmotoren des BHKW in der Berner Straße, die Modernisierung des HKW (Planungskosten) sowie die Umstellung der Pool-Steuerung auf die Auktionsmodalität. In der NVG betreffen Investitionen in Höhe von 4,6 Mio. EUR vor allem Investitionen in neue Fahrzeuge.

„Die Investitionen, die die WVV tätigt, sind immer auch Investitionen in die Zukunft der Stadt Würzburg und die Region“, sagt Robert Scheller, Stadtkämmerer und Aufsichtsratsmitglied der WVV. „Ganz deutlich wird dies aktuell am Neubau des Nautilands in der Zellerau. Das neue Schwimmbad ist eine Bereicherung für alle und wertet die Freizeitattraktivität der Stadt Würzburg deutlich auf.“ Auch die Investitionen in eine zukunftsgerichtete Mobilität zahlen auf eine gesteigerte Lebensqualität der Region ein. „Bei der Verwirklichung des Luftreinhalteplans für Würzburg („Sauber mobil“) haben wir mit der WVV einen kompetenten Partner an der Hand, auf den wir beim Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität, bei der Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs, beim umweltorientierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement oder auch beim Parkraummanagement zählen können. Zusammen verwirklichen wir Projekte, die den Menschen in der Region und der Umwelt nachhaltig Vorteile bringen“, so Scheller.

Nachhaltige Zukunftslösungen im Fokus

Nachhaltigkeit ist ein Stichwort, dem auch WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer für die zu-künftige Positionierung des Konzerns eine hohe Bedeutung zuschreibt. „Als regional verwurzeltes Unternehmen müssen wir uns der besonderen Verantwortung stellen, die wir für die Menschen in Würzburg und Umgebung haben“, so Schäfer. „Würzburg ist eine lebenswerte Stadt. Und da-mit das so bleibt, sollten gerade wir als regionaler Versorger besonders nachhaltig denken und handeln. Auch unsere Enkel und Urenkel sollen die besondere Lebensqualität der Region noch genießen können. Dabei ist nachhaltiges Handeln nicht neu für uns. Viele Bereiche im WVV-Konzern sind seit vielen Jahren auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz ausgerichtet: Von der Straßenbahn als CO2-freiem Transportmittel oder der Umrüstung von Dieselbussen auf Euro-6-Niveau, über die Erzeugung von Energie und Wärme durch effiziente Kraft-Wärme-Kopplung im Würzburger Heizkraftwerk bis hin zu unseren Trinkwasserschutzgebieten, in

denen wir lebendigen Artenschutz betreiben. Zusammen mit dem Ausbau unserer Infrastrukturprojekte und der Erweiterung unseres Konzerns im Dienstleistungsbereich sehe ich im Thema Nachhaltige Ausrichtung des Konzerns die wichtigsten Zukunftsinvestitionen unseres Unternehmens.“

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