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Modernisierung des Blockheizkraftwerks am Heuchelhof

Würzburg, 29.08.2018

Das Blockheizkraftwerk am Würzburger Heuchelhof wird derzeit modernisiert. Durch die Erneuerung der Gasmotorenanlagen können jährlich 5.703 Tonnen CO2 eingespart werden. Diese Menge kompensieren etwa 518.000 Fichten. Und mit der gewonnenen Energie werden rund 3.000 Haushalte im Jahr mit Strom und Wärme versorgt.

Das ursprüngliche Heizwerk aus dem Jahr 1978 wurde 1995 von der Heizkraftwerk Würzburg GmbH, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Würzburg AG übernommen und mit zwei Gasmotoren mit je 1 MW elektrischer Leistung und 1,5 MW thermischer Leistung sowie zwei Wärmespeicheranlagen zu einem Blockheizkraftwerk (BHKW) erweitert. Die Anlage wurde seitdem überwiegend wärmegeführt betrieben und erzeugte bislang pro Jahr rund 6 Gigawattstunden Strom und 9 Gigawattstunden Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung. Die erzeugte Wärme wird in das Nahwärmenetz, der erzeugte elektrische Strom in das 20kV-Netz der Stadtwerke Würzburg eingespeist.

Die bestehenden Gasmotoren-Anlagen sind mittlerweile rund 80.000 Stunden in Betrieb. Trotz regelmäßiger Wartungen, Instandhaltungen und Überholungen der Anlage wurde ein altersbedingter Austausch notwendig. Hierfür sprechen nicht nur rein technische Gründe, wie Verschleißerscheinungen, Wirkungsgradsteigerung, Emissionsreduzierung oder dynamischere Einsatzmöglichkeiten. Für neue Motoren mit in Summe gleicher Nennleistung können durch die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG) Fördermittel in Anspruch genommen werden.

Darüber hinaus bietet der Austausch der Anlagen die Möglichkeit, weitaus effizientere Motoren einzusetzen. Durch diese Gasmotoren der neuen Generation erhöht sich der elektrische Wirkungsgrad deutlich und führt künftig zu einem Gesamtwirkungsgrad von über 85 Prozent. Infolge der höheren Stromkennzahl reduziert sich die Feuerungswärmeleistung der beiden Motoren von derzeit 2,96 MW auf 2,53 MW. Die Anlage wird unverändert im Prozess der Kraft-Wärme-Kopplung betrieben.

Bei der Weiterentwicklung von Motorenanlagen wurden in den zurückliegenden Jahren deutliche Wirkungsgradsteigerungen auf bis zu 44 Prozent erzielt, der Wirkungsgrad der zurzeit eingesetzten Motoren im BHKW Berner Straße liegt bei rund 36 Prozent. Die Stromkennzahl neuer Motoren liegt nahezu beim Wert 1, d. h. bei nahezu unverändertem Gesamtnutzungsgrad ist die Wärmeleistung der KWK-Anlage verringert und der Erdgaseinsatz bei gleicher elektrischer Leistung deutlich geringer.

Im Zusammenspiel mit den bereits vorhandenen Wärmespeicheranlagen sind die beiden neuen Gasmotoren aufgrund ihrer Flexibilität für die Vermarktung von Regelleistung im Regelleistungspool der Heizkraftwerk Würzburg GmbH vorgesehen.

Die neue Anlage trägt daher anlagentechnisch und immissionsschutzrechtlich sowohl zum Klimaschutz als auch zur Netzstabilität und somit zum Gelingen der Energiewende bei.

Die gesamte Maßnahme umfasst ein Investitionsvolumen von 2,0 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr wird die Anlage den Probebetrieb aufnehmen.

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