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WVV-Stellungnahme zu VCD-Vorwürfen

Kritik an der WVV übt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) wegen gesunkener Fahrgastzahlen. Im letzten Jahr habe die WVV über eine halbe Millionen Fahrgäste eingebüßt und dies aufgrund der Preiserhöhung und des Ferienfahrplans mit massiv reduziertem Angebot. In Würzburg gebe es eine Abwärtsspirale von immer schlechterem Angebot, höheren Preisen und dadurch immer weniger Fahrgästen.

Hierzu nimmt die WVV wie folgt Stellung:

1. Gesunkene Fahrgastzahlen durch die Tarifanpassung

Bei dem Rückgang von 31 Millionen auf 30.5 Millionen Fahrgäste in 2015 (entspricht 1,6 Prozent) handelt es sich im Wesentlichen um einen Rückgang im Schülerverkehr.

Aufgrund sinkender Schülerzahlen wurden entsprechend weniger Fahrkarten im Ausbildungsver-kehr verkauft. Insofern sind diese Fahrgastzahlen als Anzahl von Fahrten zu werten, die im ver-gangenen Jahr im Schülerverkehr nicht stattgefunden haben. Würde man diese Anzahl von Fahr-ten auf Personen umrechnen, so ergäbe sich hier ein Rückgang um rund 525 Schüler. Dies ent-spricht durchaus dem allgemeinen Trend. Denn auch im VVM-Gesamtgebiet ist insgesamt ein Rückgang von rund 900 Schülern festzustellen.

In einem Verkehrsverbund wie der Verkehrsunternehmens-Verbund Mainfranken GmbH (VVM) müssen Tariferhöhungen von allen Mitgliedern gemeinsam getragen und umgesetzt werden. Zur Ermittlung des Faktors, um den Tarife erhöht werden können, müssen zunächst die vorliegenden Kostensteigerungen nach einer Indexierung des Statistischen Bundesamtes ermittelt werden. Ein-bezogen werden u.a. Lohn-/Personalkosten, Kosten für Fahrstrom, Treibstoff, Fremdleistungen, Ersatzteile und vieles mehr. Die Tarifanpassung ist nur genehmigungsfähig, wenn die Kostensteige-rungen vollständig und nachvollziehbar sind.

Diese Kostensteigerungen führten sowohl im vergangenen wie auch in diesem Jahr zu einer Tarif-anpassung. Eine Unternehmenspolitik, die in einem defizitären Bereich wie dem ÖPNV Kostenstei-gerungen außer Acht lässt, wäre nicht zukunftsfähig und würde dem ÖPNV-Angebot in Würzburg eher schaden als nützen.

2. Gesunkene Fahrgastzahlen durch Sommerferienfahrplan

Als Beispiel für ein schlechteres Angebot wird durch den VCD der Sommerferienfahrplan ange-führt, den es seit 2010 gibt. In diesem wird nach wie vor das gesamte Streckennetz bedient und er stellt keine wesentliche Verschlechterung des Angebotes dar.

Die Direktverbindungen mit der Straßenbahn von z.B. der Sanderau nach der Zellerau oder von Rottenbauer nach Grombühl hat statt eines 15 Minuten-Taktes im Sommerferienfahrplan einen 10-Minuten-Takt. Auch im Innenstadtbereich verdichtet sich der Takt von ca. 7,5 Minuten auf einen 5-Minuten–Takt. Allerdings gibt es im Sommerferienfahrplan auch Verbindungen z.B. von der Sande-rau nach Grombühl, bei denen umgestiegen werden muss.

Vor dem Hintergrund, dass in den Sommerferien viele Fahrgäste in Urlaub sind und auch der ge-samte Schul- und Universitätsbetrieb ruht ist es für die Würzburger Straßenbahn aus betriebswirt-schaftlichen Gründen unabdingbar, auf die geringere Fahrgastinanspruchnahme durch eine Anpas-sung des Fahrtenangebotes zu reagieren.

Wie aber oben stehend dargelegt, bietet der Sommerferienfahrplan aber auch für die Kunden im Besonderen auf den Hauptrelationen Rottenbauer-Grombühl oder auch Sanderau-Zellerau eine Verbesserung.

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