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Neue Trinkwassseraufbereitungsanlage für die Bahnhofsquellen

Gerade einmal 12 Monate hat es gedauert, die neue, technisch hochmoderne Trinkwasseraufbereitungsanlage für die Bahnhofsquellen im ehemaligen Zentrallager der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH (WVV) zu realisieren.

Im Juni 2016 konnte die Anlage bereits in Betrieb genommen werden. Am 02.12.2016 wurde sie nun in Anwesenheit zahlreicher geladener Gästen, darunter Staatssekretär Gerhard Eck, Oberbürgermeister Christian Schuchardt und WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer feierlich eröffnet. „Hausherr“ Armin Lewetz, Geschäftsführer der Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH hatte zur Eröffnungsfeier eingeladen.

Warum beim Bau der neuen Trinkwasseraufbereitungsanlage für die Bahnhofsquellen solche Eile geboten war, fasste Oberbürgermeister Christian Schuchardt in seiner Eröffnungsrede noch einmal zusammen: „Bis zur Landesgartenschau 2018 soll der Würzburger Hauptbahnhof in Teilen barrierefrei ausgebaut sein. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof liegt eine der wichtigsten Trinkwasserquellen der Stadt. Wird im Bereich dieser Quelle in die Tiefe gegraben, was für den Bahnhofsumbau unumgänglich ist, kann dies Beeinträchtigungen des Grundwassers zur Folge haben.“

Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, einigten sich Deutsche Bahn und die WVV nach anfangs heftigen Diskussionen am Runden Tisch auf die Lösung, zuerst mit dem Bahnhofsausbau zu beginnen, wenn zum Schutz des Trinkwassers im Bahnhofsbereich eine neue, hochmoderne Trinkwasseraufbereitungsanlage fertiggestellt ist. Ohne diese zusätzliche Anlage hätten die Bahnhofsquellen für einen geschätzten Bauzeitraum von acht Jahren für alle geplanten Umbaumaßnahmen nicht zur Versorgung genutzt werden können. Durch die Unterstützung durch den Freistaat Bayern konnte der Bau der Anlage schließlich im Sommer 2015 gestartet werden.

Schuchardt bedankte sich bei allen Beteiligten für die rasche Realisierung des nicht unkomplizierten Projektes und erwähnte auch die historische Bedeutung des Gebäudes, in dem die neue Trinkwasseraufbereitungsanlage installiert ist. Bevor es zum Zentrallager der WVV wurde, war es Teil des ersten Elektrizitätswerkes der Stadt.

Staatssekretär Gerhard Eck gratulierte zunächst herzliche zur Realisierung des Projektes und bedankte sich bei TWV-Geschäftsführer Armin Lewetz für die sehr konstruktive Zusammenarbeit. In seiner Rede betonte er, wie sehr der Bayerischen Staatsregierung der zügige barrierefreie Ausbau des Würzburger Hauptbahnhofs am Herzen liegt. „Ich freue mich, dass heute schon erhebliche Fortschritte zu erkennen sind. Ich bin glücklich und froh darüber“, so Eck. Mit 10 Millionen Euro unterstützte der Freistaat den Bau der neuen Trinkwasseraufbereitungsanlage. Eck sieht diese Summe als gut angelegte Geld: „Trinkwasser ist ein unverzichtbares öffentliches Gut“, betonte er. Zudem lobte er ausdrücklich die das Bekenntnis der Stadt Würzburg zur kommunalen Trinkwasserversorgung und versprach, dass die Staatsregierung alles tun werde, dass an der kommunalen Sicherstellungsverantwortung nicht gerüttelt wird. „Die Trinkwasserversorgung ist bei den Kommunen in besten Händen“, beteuerte er.

Die Bedeutung des „Runden Tisches“, an dem sich Vertreter der WVV und der Deutschen Bahn AG regelmäßig zum Bahnhofsumbau und dem damit verbundenen Schutz der Bahnhofsquellen ausgetaucht hatten, verdeutlichte Elmar Hirsch, Leiter des Bahnhofsmanagement Unterfranken mit Sitz in Würzburg, noch einmal in seiner Rede. „Klar war von Anfang an, dass Würzburg einen modernen Bahnhof braucht“, so Hirsch. Fragen, ob der Trinkwasserschutz oder der Bahnhof wichtiger ist, führten zunächst zu heißen Diskussionen. Doch allen Emotionen der beteiligten Parteien zum Trotz kann das Vorhaben „moderner Bahnhof“ durch die neue Trinkwasseraufbereitung nun zeit- und kostengerecht umgesetzt werden. Bis zur Landesgartenschau sollen die Gleise 1 bis 7 barrieregerecht ausgebaut sein. „Wir haben uns zusammengerauft und dank der vielen Helfer im Vorder- und Hintergrund unser Vorhaben realisiert“, betonte Elmar Hirsch. Er dankte besonders der Bayerischen Landesregierung für die Unterstützung. „Es wurde viel Geld in die Hand genommen, aber es ist gut angelegt. Nutznießer sind wir alle“, so Hirsch.

TWV-Geschäftsführer Armin Lewetz sprach von einem „Speziellen Projekt, das sozusagen vom Himmel fiel“. Umso mehr freute er sich über die schnelle Realisierung. Anschließend erläuterte er für alle Anwesenden die Besonderheiten und technischen Eigenschaften der hochmodernen Anlage und nahm am Ende der Feierlichkeiten symbolhaft den Schlüssel zur neuen Trinkwasseraufbereitungsanlage aus der Hand von Andreas Baur vom Ingenieurbüro Baur Consult entgegen.

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