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ADAC testete vier Würzburger Parkeinrichtungen

Der ADAC hat zum fünften Mal einen Test von Parkhäusern durchgeführt. Insgesamt standen 44 Parkbauten in 12 deutschen Städten zwischen 100.000 und 250.000 Einwohner auf dem Prüfstand. Im aktuellen Parkhaustest des ADAC liegen rund dreiviertel aller getesteten Parkhäuser im guten und mittleren Bereich, darunter auch die vier Parkeinrichtungen der Würzburger Stadtverkehrs-GmbH.

Entgegen 19 weiterer Parkhausbetreiber hat die SVG im Dezember 2015 den Zutritt zu ihren Einrichtungen für den Inkognito-Test erlaubt, um durch den ADAC-Test eventuelles Verbesserungspotenzial für ihre Einrichtungen zu erhalten. Insgesamt entstand bei uns leider der Eindruck, dass bei der Bewertung der Testkriterien wenig Augenmerk auf Vollständigkeit und Objektivität gelegt wurde. Anhand der oft pauschal wirkenden Aussagen erhält man leider als Betreiber kaum aussagekräftige Anhaltspunkte für Verbesserungen. Der Bundesverband Parken e.V. und alleParkhausbetreiber sind über die Bewertungskriterien des ADAC nicht im Detail informiert worden.

Zudem wurde der Bitte, bei besonderen Situationen des Parkhauses dies im Test zu berücksichtigen und nicht als Schwäche des Parkhauses zu bewerten, leider nicht entsprochen. Ebenso wurde eine Richtigstellung der Testergebnisse von fälschlich beim Test offenbarten Fehlern nicht berücksichtigt.

Folgende Anmerkungen können wir zu den ermittelten Schwächen bei den WürzburgerParkeinrichtungen allgemein geben:

■ Parkhaus größtenteils schlecht beleuchtet Aufgrund der fehlenden Messprotokolle mit Lux-Werten kann diese Bewertung nicht nachvollzogen werden. Die SVG ist der Ansicht, dass ihreParkeinrichtungen in weiten Teilen sogar sehr gut ausgeleuchtet sind. Die LED-Beleuchtung im Parkhaus Congresscentrum wurde zum Beispiel sogar als positives Vorzeigeobjekt im Rahmen eines Kompetenzforums zum Thema Parken vorgestellt. Die Garagen erreichen in vielen Teilen höhereLux-Werte als gefordert.

■ Vorfahrt teilweise nicht ausgeschildert In allen SVG-Parkhäusern gilt dieStVO. Somit müssen Autofahrer besonders den § 1 der Straßenverkehrsordnung berücksichtigen. Danach erfordert die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Das Ausschildern von Vorfahrtsregeln auf die dann diebevorrechtigten Verkehrsteilnehmer bestehen könnten, würde demo. g. Grundsatz widersprechen.

■ Viele Pfeiler an den Parkplätzen In manchen Objekten sind aus statischen Gründen die Stützpfeiler so angeordnet, dass bei einer konsequenten Stellplatzverbreiterung ein Drittel aller Stellflächen wegfallen würde. Dies würde eine erhebliche Verknappung des Parkplatzangebots bedeuten. Eine mögliche Folge wären ein massiver Preisanstieg und zunehmender Parksuchverkehr. Zudem erlischt unter Umständen, bei Reduzierung der Stellplatzkapazität, die zugehörige Bau- und Betriebsgenehmigung für das gesamte Gebäude. Folgendes können wir zu den ermittelten Schwächen bei den einzelnen WürzburgerParkeinrichtungen anführen:

Parkhaus Congresscentrum

■ Pendelbalken zur Höhenkontrolle hinter der Schranke aufgehängt Aufgrund der besonderen Einfahrtssituation des Parkhauses, als Zufahrt zur Hotelanlieferung, ist es leider nicht möglich den Pendelbalken vor den Schranken anzubringen, da auch Liefer-LKW und Müllautos die Schranken passieren müssen. Zwar könnte man den Balken an der ganz rechten Einfahrt direkt an der Straße anbringen, doch würden dann sämtliche Fahrzeuge, die über die linke Einfahrt fahren keineHöhenkontrolle für das Parkhaus mehr passieren. Der Pendelbalken hängt vor der Einfahrt zum eigentlichen Parkhaus. Für zu hohe Fahrzeuge besteht die Möglichkeit zu wenden und innerhalb der freien Durchfahrtszeit das Parkhaus wieder unentgeltlich zu verlassen.

■ Behindertenparkplätze nicht barrierefrei zu erreichen DieBehindertenstellplätze im Parkhaus CongressCentrum sind über einen Aufzugbarrierefrei erreichbar. Unserer Bitte diesen Kritikpunkt aus der Parkhausbewertung zu entfernen wurde nicht entsprochen.

■ Kein Handy-Empfang In vielen Bereichen der Garage ist ein Handyempfang möglich. Eine gesonderte Technische Anlage zur Verstärkung der Funksignale hat das Parkhaus nicht. Die Kosten für eine Nachrüstung belaufen sich auf ca. 30.000,- Euro pro Parkhaus und sind bei den Parkpreisen kaum wirtschaftlich darstellbar. Wir baten zu berücksichtigen, dass unsere Parkhäuser flächendeckend über Info- und Notruftasten täglich an 24 Stunden mit der Parkleitstelle verbunden sind. Dem wurde nicht entsprochen.

■ Keine Toiletten Da dieParkgarage überwiegend von Hotelgästen und Besuchern des Congresscentums genutzt wird, erübrigt sich unserer Ansicht nach die Forderung nach einer zusätzlichen Toilettenanlage. Die nächsten Toiletten befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Garage, imHotelfoyer und imEingangsbereich des öffentlichen Congresscentrums.

■ Bedienelemente der Kassenautomaten für Rollstuhlfahrer zu hoch angebracht Die Höhe bis zur Mitte des Tastaturfeldes beträgt 1,30 Meter und entspricht daher den gängigen Forderungen.

Juliusgarage

■ Behindertenparkplatz zu schmal und nicht barrierefrei zu erreichen Das Parkhaus Juliusgarage wird ab dem Frühjahr 2016 bis Anfang 2018 sukzessive saniert. In diesem Zuge werden auch dieBehindertenparkplätze neu geordnet. Die Stufe zwischen Aufzug und Parkebene wird entfernt.

■ Keine Parkplätze für Eltern mit Kindern DieBeschilderung für Eltern-/Kindstellplätze wurde ergänzt. Die beiden Stellplätze liegen separat am Rand der Verkehrsfläche. Somit ist gewährleistet, dass immer genügend Platz zum Ein- und Ausladen zur Verfügung steht. Zusätzlich befinden sich die Stellplätze in unmittelbarer Nähe zum Ausgang.

Marktgarage

■ Einfahrtshöhe nur 1,90 Meter; widersprüchlich ausgeschildert Der Widerspruch entsteht offenbar dadurch, dass an der Einfahrt Karmelitenstraße dieEinfahrtshöhe mit 1,90 m angegeben ist, aber an der Einfahrt aus der Martinstraße mit 2,00 m. Wir haben diesen Widerspruch umgehend beseitigt und auch an der Einfahrt Martinstraße 1,90 m als Einfahrtshöhe angeben. Die tatsächlicheDurchfahrtshöhe im 1. UG beträgt 2,00 m und im 2. DG, 1,90 m.

■ Kein Handy-Empfang Insbesondere im 1. UG der Marktgarage ist sehr wohl ein Handy-Empfang möglich. Hier befindet sich auch dieElektroladesäule die über eine GSM-Verbindung mit dem Backend verbunden ist. Eine gesonderte Technische Anlage zur Verstärkung der Funksignale hat das Parkhaus nicht. Die Kosten für eine Nachrüstung belaufen sich auf ca. 30.000,- € pro Parkhaus und sind kaum wirtschaftlich darstellbar. Wir bitten zu berücksichtigen, dass unsere Parkhäuser flächendeckend über Info- und Notruftasten 24/7 mit der Parkleitstelle verbunden sind.

■ Bedienelemente der Kassenautomaten für Rollstuhlfahrer zu hoch angebracht Diese Beurteilung trifft für dieKassenautomaten am Unteren Markt nicht zu. In unmittelbarer Nähe zu dieser Kasse liegen auch dieBehindertenstellplätze.

Parkhaus Mitte

■ Einfahrtshöhe nur 1,80 Meter Es hat sich gezeigt, dass das Parkhaus bis auf die Stellplätze im UG mit 1,90 mbeschildert werden kann. DieBeschilderung wurde inzwischen geändert und das Untergeschoss hat eine separateHöhenkontrolle erhalten.

■ Keine Toiletten Das Parkhaus verfügt über Toiletten und wir hatten darum gebeten, dies imParkhaustest zu berücksichtigen. Die Türen der Toiletten wurden während des Tests gestrichen und das Toilettensymbol war noch nicht wieder ergänzt. Die Türen wurden inzwischen wieder gekennzeichnet. Zusätzlich wurde im Kassenraum ein Hinweis auf die Toiletten angebracht.

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