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Die Geschichte der Würzburger Straßenbahn

1892: Start mit der Pferdebahn

Der Betrieb startete am 30.04.1892. Der Fuhrpark umfasste 14 Wagen mit je 12 Sitzplätzen. 56 Pferde sowie 45 Kutscher wurden zum Ziehen der offenen Wagen benötigt. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 12 km/h.

1893: Eröffnung der zweiten Strecke

Die zweite Strecke führte vom Kürschnerhof (Dom) - Herrengasse - Eichhornstraße - Semmelstraße - Prymstraße bis zur Endstation in der Nähe des Friedhofs.

1898: Gründung der Würzburger Straßenbahn AG

1900: Die "Elektrische" kommt

Man wagte mit 36 elektrischen Triebwagen den Plandienst. Bei den Würzburgern hieß diese Straßenbahn schlicht "die Elektrische". Die Trassen waren fast alle eingleisig mit entsprechenden Ausweichstellen. Stand ein Wagen auf einer eingleisigen Strecke, wussten manche Fahrgäste nicht auf Anhieb, in welche Richtung der Wagen fahren würde, denn es fehlten ja die Pferde, die die Fahrtrichtung anzeigten. So mancher ist wohl in die verkehrte Bahn eingestiegen. Damals gab es übrigens keine Liniennummern, sondern die Fahrzeuge hatten verschiedene Dachfarben, die anzeigten, auf welcher Strecke die Elektrische verkehrte.

1900: Ausbau des Streckennetzes

Fertigstellung der Strecke von der Frankfurter Straße, Ecke Wörthstraße, über die Luitpoldbrücke (Friedensbrücke) bis zur Ecke Schönbornstraße. Außerdem Eröffnung der Strecke von der Wörthstraße nach Oberzell.

1924: Gründung der „Neuen Würzburger Straßenbahn GmbH“

Und Erweiterung des Streckennetzes. Die Linie 1 wurde vom Hauptbahnhof über den Haugerring nach Grombühl verlängert. Ausbau vom Sanderring zur Heidingsfelder Straße.

1926: Eröffnung Grombühllinie

1927: Streckeneröffnung Bürgerbräu

Eröffnung der Linie 2 in die Zellerau über Kranenkai, Luitpoldbrücke, Wörthstraße, Frankfurter Straße bis zum Bürgerbräu.

1929: Neue Linie nach Heidingsfeld

Mit der Eingemeindung Heidingsfelds wurde auch eine Straßenbahnverbindung realisiert, die am 17.12.1929 in Betrieb ging.

16.03.1945

16.03.1945 Um 21:25 Uhr versank die ganze Innenstadt in Schutt und Asche. Das gesamte Liniennetz in der Innenstadt und die Stromerzeugungsanlagen im Elektrizitätswerk in der Wallgasse waren zerstört. Doch man machte sich gleich daran, die Trümmer zu beseitigen. Nach und nach konnten die Schienen erneuert werden, bis 1949 die Löwenbrücke wieder befahrbar war und man endlich wieder das komplette Straßenbahnnetz verwenden konnte.

1946: Erstmals wieder nach Oberzell

Erstmals seit 26 Jahren erreichte ein Straßenbahnwagen wieder Oberzell, die Strecke Hauptbahnhof – Luitpoldkrankenhaus und die Teilstrecke Sanderring - Betriebshof kann wieder befahren werden.

1952: Keine Ritzenschieber mehr

Das traditionsreiche Berufsbild „Ritzenschieber“ bei der Würzburger Straßenbahn endete.

1964: Einstellung der Linie nach Oberzell

Der Schienenverkehr vom Bürgerbräu nach Oberzell wurde eingestellt.

1965: Übernahme durch die WVV

Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH übernahm 1965 die Würzburger Straßenbahn. Erstmals hielten Fahrscheinautomaten Einzug. Die Linie 3 wurde bis zum Heidingsfelder Ostbahnhof verlängert.

1987: Neue Fahrzeuge

Es werden 14 achtachsige Niederflurwagen (GT-E) angeschafft. Damit war die Würzburger Straßenbahn GmbH das erste Verkehrsunternehmen in Deutschland, das niederflurig war: Die WSB hat es ermöglicht, dass mobilitätseingeschränkte Personen bequem und einfach befördert werden konnten.

1989: Neue Linie 5 zum Heuchelhof

Eröffnung der Stadtbahnlinie 5 zum Heuchelhof.

1995: Neue Straßenbahnzüge

Es erfolgte die Inbetriebnahme von 20 Niederflurfahrzeugen des Typs GT-N.

1997: Neue Linie Rottenbauer

Es ging die lang ersehnte Weiterführung vom Heuchelhöfer Industriegebiet ins 1,1 Kilometer entfernte Rottenbauer in Betrieb.

2004: Gründung VVM

2004 wurde der Verkehrsverbund Mainfranken (VVM) gegründet.

2008: Dynamische Fahrgastinformationstafeln

Es wurden nach und nach dynamische Fahrgastinformationstafeln an den Haltestellen installiert. Die WVV war europaweit das erste Nahverkehrsunternehmen, das Digitalfunk auf TETRA-Basis zur Informationsübermittlung einsetzte.

2014: Artic Tram zu Besuch in Würzburg

Im Oktober 2014 durfte die Würzburger Straßenbahn GmbH eine finnische Straßenbahn auf ihrem Netz zu testen. Es handelte sich dabei um die "Artic Tram", die ein Prototyp für die Verkehrsbetriebe Helsinki ist. Für gut drei Wochen wurden jede Menge Versuchsfahrten absolviert.

2016: Erweiterung der Mobilitätsdienstleistung durch Carsharing

2016 wurde das Thema Multimodale Mobilität durch Carsharing erweitert. Hierbei handelt es sich um ein Verkehrskonzept, in welchem für jeden Weg das jeweils passende Fahrzeug zur Verfügung steht. Denn Mobilität ist für uns mehr als Bus und Straßenbahn.

Historisches Foto-Archiv

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Sie möchten noch mehr über die Würzburger Straßenbahn erfahren?

Mehr zur Historie der Würzburger Straßenbahn finden Sie im Historischen Archiv.
Dieses hat immer am 1. Donnerstag im Monat von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet (08.06.2017, 06.07.2017, 03.08.2017, 07.09.2017, 05.10.2017).

Viele interessante Infos und tolle Bilder rund um die Würzburger Straßenbahn werden auch auf der privat betriebenen Internetseite www.wuerzburger-strassenbahn.info (externer Verweis) zur Verfügung gestellt.

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