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Die Nikolausbahn im weihnachtlichen Würzburg

Einmal im Jahr verwandelt sich der Schoppenepxress in die allseits beliebte Würzburger Nikolausbahn. Nikolaus und Knecht Ruprecht höchstpersönlich bringen dann die Augen der kleinen und großen Fahrgäste zum Strahlen.

Bereits seit den 80er-Jahren ist der Oldtimerwagen jährlich in der Adventszeit als Nikolausbahn in Würzburg unterwegs. Gäste aus Nah und Fern kommen extra in unsere schöne Stadt um gemeinsam mit dem Nikolaus und Knecht Ruprecht eine Runde zu fahren.

2020 überraschend anders

Der Schoppenexpress verwandelt sich einmal im Jahr in die Nikolausbahn. 2020 ist das leider nicht möglich. Die Bahn befindet sich derzeit noch in der Reparatur und kann daher nicht fahren. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder alle kleinen und großen Kinder durch Würzburg fahren dürfen. Um Ihnen bis dahin die Wartezeit etwas zu verkürzen, finden Sie hier ein paar Eindrücke und Geschichten aus den vergangenen Jahren. Viel Spaß beim Anschauen und Lesen!

Außerdem sind an den Adventswochenenden mehrere kreative Überraschungen und Aktionen in der Planung, die den großen und kleinen Nikolausbahn-Liebhabern im Dezember eine Freude bereiten sollen. Schauen Sie gerne auf unserem Facebook- (externer Verweis) und Instagram-Account (externer Verweis) vorbei.

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Im Advent gibt’s die Nikolausbahn zum Vernaschen

Damit die Fans der Kult-Straßenbahn aber auch in diesem Advent nicht ganz auf das historische Fahrzeug verzichten müssen, haben sich die WVV und die Bäckerei Hanselmann etwas Besonderes ausgedacht: einen Kuchen, der mit der Nikolausbahn verziert ist.

An den vier Adventssamstagen, an denen normalerweise die Nikolausstraßenbahn mit Nikolaus und Knecht Ruprecht durch das weihnachtliche Würzburg rollt, gibt es in beiden Filialen der Bäckerei Hanselmann in Würzburg (Hofstraße 12 und Erthalstraße 48) einen Nikolausbahn-Gewürzkuchen. Der schmeckt nicht nur lecker, man tut beim Kauf auch noch etwas Gutes. Denn pro verkauftem Stück gehen 50 Cent als Spende an die Streetwork Würzburg. Mit der Aktion unterstützt die WVV darüber hinaus regionale Partner, wie die Bäckerei Hanselmann.

Den Kuchen gibt es, solange der Vorrat reicht. Wer also sonst mit der Nikolausbahn gefahren ist, kann sich nun ein Stück der Bahn mit nach Hause nehmen und es dort genießen.

Hier gibt's was auf die Ohren

Wenn Sie noch nicht genug von der Nikolausbahn bekommen können, haben wir uns zusätzlich noch eine Besonderheit für Sie ausgedacht: Die Nikolauswagen-Playlist für die optimale Weihnachtsstimmung. Alle Hits, die sonst während der Fahrt in der Bahn laufen, können Sie sich nun zuhause anhören: Spotify Nikolauswagen-Playlist (externer Verweis)

Ein paar Eindrücke des Nikolauswagens erhalten Sie hier:

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Knecht Ruprecht stellt sich vor

Die Nikolausbahn gehört zu den Attraktionen der Adventszeit in Würzburg. Seit 2011 sitzt Michael Vogt als Knecht Ruprecht verkleidet am Steuer des Sonderwagens. Im Interview erzählt er, warum er die Rolle mag und weshalb ihm kein künstlicher Bart ins Gesicht kommt.

Herr Vogt, Sie sind seit über 20 Jahren Bus- und Straßenbahnfahrer. Wie kamen Sie zur Rolle des Knecht Ruprecht?

Der Nikolaus entscheidet, wer sein Knecht Ruprecht wird. Eines Tages sprach mich mein Kollege, der den Nikolaus spielt, darauf han. Nach kurzer Bedenkzeit stimmte ich zu. Ich mag Kinder und kann gut mit jungen Menschen umgehen. Vor einigen Jahren haben mich Schüler zum beliebtesten Busfahrer gewählt.

Wie kamen Sie auf die Idee mit dem echten Bart? Ist das nicht sehr aufwendig?

Ein Kunstbart trägt sich unangenehm, stört und ist nicht authentisch. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, einen Vollbart wachsen zu lassen. Der muss gewaschen, geföhnt und in Form gebracht werden. Doch wenn man das Endergebnis sieht, erkennt man: Die Mühe ist es wert. Und nach der letzten Fahrt an Heiligabend wird der Bart sofort gestutzt, das ist mittlerweile zum festen Ritual geworden.

Haben manche Kinder auch Angst?

Im Gegenteil, sie fürchten sich eher vor dem Nikolaus. Ich denke, das liegt an meinem sonnigen Naturell. Ich versuche den Kindern immer zu erklären, dass der Nikolaus "der Gute" ist und ich eher "der Böse" bin.

Wie reagieren die Würzburger auf Sie?

Im Allgemeinen sehr positiv auf den Nikolauswagen und natürlich auch auf den Nikolaus und Knecht Ruprecht. Es kommen sogar ehemalige Stammkunden, die weggezogen sind, mit ihren Familien zur Weihnachtszeit nach Würzburg, um eine Runde mit dem Nikolauswagen zu drehen. Wir haben also eine treue Fangemeinde.

Was war Ihr schönstes Erlebnis?

Während eines Spaziergangs im August kam mir auf dem Marktplatz eine junge Mutter mit zwei Kindern entgegen. Als der Junge - vier oder fünf Jahre alt - mich sah, blieb er wie angewurzelt stehen und sagt: "Mama, Mama, schau, das ist Knecht Ruprecht!" Mich freut es sehr, dass mich die Kinder wiedererkennen. Das geschieht sogar relativ oft.

Was wünscht sich der Knecht Ruprecht selbst vom Nikolaus oder Christkind?

Vor allem Frieden auf der Welt! Einfach mal einen Tag ohne schlimme Nachricht wäre schön.

Foto: Thomas Obermeier

Die Nikolausbahn putzt sich heraus

Immer pünktlich zum ersten Adventswochenende fährt die Nikolausbahn durch die Stadt. Doch bevor es soweit ist, muss sie erst weihnachtlich herausgeputzt werden. Zwei Mitarbeiter der Würzburger Straßenbahn sind zuständig für die Verwandlung.

Für die weihnachtliche Außenhülle schrauben sie dabei zunächst ein Element nach dem anderen am Wagen fest, bis der Schoppenexpress komplett verkleidet ist. Dann ist das Innere der Straba dran. Hier hängen sie Girlanden auf, befestigen Holzfiguren und kleben Fensterbilder an die Scheiben. 2013 wurde die Außenhülle der Bahn komplett erneuert. Grund genug, die beiden einmal zu fragen, wie sie auf die Idee zur Außenhülle kamen.

Wie sind Sie auf das neue Design gekommen?

Die Figuren und das Dach waren in die Jahre gekommen. Teilweise gingen Dachziegel des Lebkuchenhauses kaputt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde beschlossen, die Außenhülle zu erneuern. Und dann haben wir einfach losgelegt. Mitten im Sommer. Alles, was uns in den Sinn kam, wurde umgesetzt. Wir haben einfach unserer Kreativität freien Lauf gelassen. Dabei standen wir im Sommer in der größten Hitze und haben Schnee aufgemalt. Das war schon etwas ungewöhnlich. Übrigens wurde extra noch Platz gelassen für weitere Module. So gibt es in jedem Jahr etwas Neues auf der Bahn zu entdecken.

Die Katzen haben auf den Halsbändern Namen. Was hat das zu bedeuten?

Als wir die Bahn gebaut haben, kam die Idee auf, sich als "Designer" auch darauf zu verewigen. Wir hatten eine sympathische Idee, wie wir das lösen konnten. Deshalb bekam der Hund ein Halsband mit dem Namen des eigenen Hundes zu Hause. Die Katzen bekamen die Spitznamen der Frau und Tochter.

Warum steht auf den Strümpfen "Frohe Weihnachten" in verschiedenen Sprachen?

Wir wollen damit einfach einen Weihnachtsgruß an alle unsere Besucher aus der ganzen Welt schicken. Viele Touristen kommen auch aus dem Ausland nach Würzburg und fahren mit der Nikolausbahn. Auf einem Strumpf steht sogar "Frohe Weihnachten" auf Arabisch. Das haben wir extra gegoogelt und hoffentlich richtig geschrieben. Die weiteren Sprachen sind Griechisch, Englisch, Japanisch, Französisch und Spanisch.

Fahren Sie in der Adventszeit auch mal mit?

Früher, als die Kinder noch klein waren, ja. Es ist schon beeindruckend, wie viele Fahrgäste extra wegen der Nikolausbahn nach Würzburg kommen und mitfahren.

Auch innen wird die Bahn jedes Jahr wunderschön geschmückt. Was wird da alles aufgehängt?

Über dem Gang bringen wir einen rot-goldenen Sternenhimmel an, dazu hängen wir verschiedene Spielzeuge aus Holz. Über den Köpfen der Fahrgäste werden Weihnachtskugeln in den Farben Champagner und Rot angebracht. Leider kommt es jedes Jahr zu Verlusten, deshalb kann es sein, dass manche Spielzeuge und Kugeln im nächsten Jahr nicht mehr an der Decke hängen. Dafür kommen aber wieder neue dazu.

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