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Hintergrundinformationen

Warum wird das Busnetz erst jetzt überarbeitet?

Das Busnetz ist historisch gewachsen und wurde in der Vergangenheit in Einzelfällen an neue lokale Gegebenheiten angepasst. Eine Optimierung aus übergeordneter Perspektive erfolgte bisher nicht, da diese sehr aufwändig und kostenintensiv ist.

Was ist das Ziel von BUSNETZ+, dem verbesserten Busnetz?

Kurz gesagt: weg vom Auto – rein in den Bus. Die Kernaufgabe der Busnetzoptimierung ist es, den Anteil an Nutzern des ÖPNV mit mehr Fahrgäste in den Bussen zu erhöhen. Vorsichtig geschätzt wird mit einem Fahrgastzuwachs von 6-10 % in fünf Jahren gerechnet.

Was wurde bisher unternommen?

Juli 2017:

Die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) wurde vom Stadtrat mit Beschluss vom 27.07.2017 beauftragt, das innerstädtische Busliniennetz jeweils teilnetzbezogen zu überplanen. Danach wurden externe Dienstleister zur Begleitung und fachlichen Unterstützung des gesamten Prozesses gesucht und ausgewählt.

Mai 2019:

Das gesamte Vorgehen wurde dem Stadtrat im Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss am im Mai 2019 vorgestellt. Expertengespräche mit den einzelnen Fraktionen und Verbänden wurden durchgeführt, um Schwerpunktthemen zu ermitteln, die im folgenden Workshop zu behandeln waren.

Juni 2019:

Als nächster Schritt fand am im Juni 2019 ein Workshop mit dem Stadtrat und Interessenverbänden statt.

Oktober 2019:

In drei Bürgerworkshops im Oktober und November 2019 wurden die Würzburgerinnen und Würzburger gefragt, welche Verbesserungen nötig sind, um das Busnetz attraktiver zu machen. Neben den Vorschlägen innerhalb der Workshops gingen ca. 600 weitere Vorschläge per Post oder online ein. Die Ergebnisse wurden am 02.12.2019 in einem weiteren Stadtratsworkshop vorgestellt und zu einen Gesamtkonzept zusammengefasst. Dieses wurde 2020 im Stadtrat beschlossen. Im Rahmen des öffentlichen Dienstleistungsauftrags durch die Würzburger Straßenbahn GmbH sollte es möglichst zeitnah umgesetzt werden.

Aktuell:

Nun erfolgen die Detail-Planungen und die Umsetzung der möglichen Maßnahmen in verschiedenen Umsetzungsstufen. Die erste Stufe wird voraussichtlich im April 2021 eingeführt.

Gibt es eine Richtung, was sich ändern soll?

Im Ergebnis der vorbereitenden Workshops mit dem Stadtrat wurde klar, dass Ausbaumaßnahmen im Netz erforderlich sind. Dabei soll ein Fahrten- und Relationsangebot geschaffen werden, das den bestmöglichen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der vielen verschiedenen Ziel- bzw. Nutzergruppen darstellt. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf Barrierefreiheit und Seniorenfreundlichkeit gelegt werden.

Welche Eckpunkte wurden bisher für BUSNETZ+ festgelegt?

Im Einzelnen wurden im Rahmen der Workshop-Arbeit folgende Prämissen bereits erarbeitet:

1. Einführung von Premium- und Tangentiallinien

Premiumlinien zeichnen sich durch eine möglichst stringente Linienführung mit dichtem Takt aus, so dass schnelle Beförderungszeiten erreicht werden können.

Tangentiallinien sind nicht auf die Innenstadt ausgerichtet, sondern sollen die umliegenden Stadtteile direkt miteinander verbinden.

Die unterschiedliche Betrachtung des Busnetzes mit Premiumlinien und Tangentiallinien wurde befürwortet. Dabei soll der Fokus zunächst auf einigen wenigen Premiumlinien liegen. Gleichzeitig sollen die Querverbindungen durch Tangentiallinien gestärkt werden. Ganz konkret sollen die Premiumlinien durch eine zugehörige ÖPNV-Bevorrechtigung und die Einrichtung von Busspuren unterstützt werden. Das bringt eine Beschleunigung und eine zuverlässige Einhaltung des Fahrplans.

2. Einführung von Stadtteil- und Quartierslinien

Die Einrichtung von eigenen Stadtteil- und Quartierslinien wird befürwortet.

Quartierslinien können auch als On-Demand Lösungen ausgeführt werden. On-Demand bedeutet es gibt keine festen Haltestellen, keine festgelegte Route und keinen Fahrplan. Der "Bus on demand", kommt, wenn man ihn bestellt.

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