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Servicemenü

Barrierefrei und sicher mobil

Gut unterwegs mit Omnibus und Straßenbahn in Würzburg - und Mobilität beginnt bereits beim Einstieg.

Ob ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung, Eltern mit Kinderwagen oder einfach Weltenbummler mit besonders sperrigem Gepäck: Sie alle sind froh, wenn ihnen die Nutzung von Verkehrsmitteln leicht gemacht wird. Wer auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, möchte sich bei der Nutzung des ÖPNV besonders sicher fühlen. Die Straßenbahnen und Busse der WVV werden im Hinblick auf die Anforderungen von mobilitätseingeschränkten bzw. hör- und sehbehinderten Fahrgästen ständig optimiert. Dazu gehören gut lesbare Piktogramme und Hinweisschilder sowie Haltegriffe, die jederzeit ein sicheres Fortbewegen in unseren Fahrzeugen ermöglichen.

Vor der Fahrt

Eine gute Vorbereitung vermeidet Stress und Hektik und bringt Sie sicher an Ihr Ziel. Bevor Sie mit der Straßenbahn fahren, sollten Sie sich über Ihren Fahrtweg, die Abfahrtszeiten und eventuelle Umstiege informieren. Bitte laufen Sie rechtzeitig los und planen eventuelle rote Ampeln oder Kreuzungen mit ein.

An der Haltestelle: Ein- und Ausstieg

Der Wartebereich der Haltestelle ist meist direkt an den Schienen oder an der Fahrbahn, so dass Omnibus oder Straßenbahn genau davor halten können. Bleiben Sie aufmerksam, wenn ein Fahrzeug einfährt.

  • Mehr als 60 % der Haltestellen für Omnibusse und fast alle Haltestellen für Straßenbahnen sind mit hohen Bordsteinen für den bequemen Ein- und Ausstieg ausgestattet
  • An den meisten Straßenbahn-Haltestellen befinden sich dynamische Fahrgastinformationsanzeiger (DFI). Sie zeigen die nächsten Abfahrtszeiten, sowie Abweichungen in Echtzeit an. Auch Störungen im Betriebsablauf können als Fließtext eingeblendet werden.
  • Eine große Anzahl der DFI verfügen über eine akustische Sprachansage, die Informationen über Fahrplanzeiten und Abweichungen ausgeben
  • Immer mehr Haltestellen sind zur besseren Orientierung blinder und sehbehinderter Menschen mit einem Blindenleitsystem ausgestattet

An vielen städtischen Omnibus-Haltestellen wird aktuell die "Light"-Variante der DFI nachgerüstet. Die neuen, kleineren DFI-Light können gegenüber den herkömmlichen zwar etwas weniger Inhalte darstellen, sind jedoch deutlich kostengünstiger. Somit können sie an mehr Haltestellen eingesetzt werden, so dass mehr Fahrgäste in den Genuss von Echtzeit-Informationen gelangen. 14 Haltestellen wurden bereits 2018 damit ausgestattet und bis zum Frühjahr 2019 folgen weitere 15 Stück.

Kontrollierter Vordereinstieg im Omnibus

Mobilitätseingeschränkte sowie Fahrgäste mit Kinderwagen können beim Bus die hinteren Türen zum Einsteigen nutzen, das heißt sie müssen nicht vorne einsteigen.

Besonderheit der Türen - Der "Blaue Knopf"

Wussten Sie, dass die Türen von Bussen und Strabas in Würzburg nicht vom Fahrer direkt geöffnet und geschlossen werden? An den Türen befinden sich Taster zum Öffnen. Nach ca. 3 Sekunden schließen die Türen automatisch, wenn sich kein Fahrgast mehr im Eingangsbereich befindet.

Doch was ist, wenn man mehr Zeit zum Ein- und Aussteigen benötigt, z.B. mit Kinderwagen oder Rollator? Dann einfach den „Blauen Knopf“ drücken. Dadurch kann der automatische Schließvorgang unterbunden werden. Der Fahrer überwacht dann die Ein- und Ausstiegsvorgänge genau. Blaue Knöpfe sind innen und auch außen auf dem Fahrzeug symbolisch gekennzeichnet mit einem Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad.

Im und am Fahrzeug

Alle Omnibusse und mit Ausnahme von sechs alten Straßenbahnfahrzeugen sind alle im Linienbetrieb der WVV eingesetzten Fahrzeuge niederflurig. Im Zusammenwirken mit entsprechend ausgebauten Hochbordhaltestellen können alle Fahrgäste nahezu stufenlos ein- und aussteigen. Um den Einstieg zu erleichtern, können die Omnibusse zur Bordsteinkante hingeneigt werden. Über 80% der städtischen Busse verfügen über eine Rampe, die bei Bedarf vom Fahrer ausgeklappt werden kann.

  • Zuverlässig werden alle Fahrgäste über ein modernes optisches und akustisches Fahrgastinformationssystem in allen Fahrzeugen über die nächsten Haltestellen informiert
  • Alle Fahrzeuge sind außen mit Linien-Nummer und Fahrtziel gekennzeichnet
  • Zur Orientierung wird im Fahrgastraum das Liniennetz angezeigt
  • In der Nähe der Türen befinden sich Schwerbehindertensitze, diese sind gekennzeichnet

Piktogramme

Piktogramme kennzeichnen die Sitzplätze in der Nähe der Türen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Sie befinden sich an Türen und Fenstern sowie im Innenraum der Fahrzeuge. Piktogramme sind selbsterklärend und leicht verständlich.

Multifunktionsflächen

Jeder Bus und jede Straba haben Sonderstellflächen für Rollstuhlnutzer, Kinderwägen und Fahrräder. Schwerbehinderte Fahrgäste haben ein Recht auf Mitnahme ihrer Mobilitätshilfen. Bitte sorgen sie für einen sicheren Halt und nutzen die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen.

Unser Tipp für Sie: Kinderwägen, Rollstühle und Fahrräder können beim Bremsen umstürzen, deshalb immer standsicher abstellen!

Für Fahrradfahrer sollte es selbstverständlich sein, Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren und Mütter mit Kinderwägen an der Haltestelle den Vortritt zu lassen oder die eigene Fahrt zu unterbrechen!

Rollator

Bitte nutzen Sie den Rollator nicht als Sitzplatz während der Fahrt. Sichern Sie diesen unbedingt gegen Umkippen und Wegrollen. Wir empfehlen, mit dem Rollator rückwärts aus den Fahrzeugen auszusteigen. Bitte hängen Sie auch keine schweren Gegenstände oder Taschen an die Griffen des Rollators, sie beeinträchtigen die sichere Nutzung erheblich.

Kinderwagen

Der Kinderwagen ist gegen Wegrollen und Umkippen zu sichern. Wir empfehlen, mit dem Kinderwagen rückwärts auszusteigen.

Gut zu wissen!

Unsere Omnibus- und Straßenbahnfahrer werden in regelmäßig stattfindenden Schulungen für die besonderen Belange mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sensibilisiert. In den Seminaren lernen die Fahrer in Theorie und Praxis alles rund um Fahrgastsicherheit, Sozialvorschriften und wie sie Gefahrensituationen meistern.

Übrigens: Wir bieten Fahrgästen mit Handicap Schulungen und Trainings für das sichere Ein- und Aussteigen sowie die Benutzung unserer Fahrzeuge an. Melden Sie sich hier für die nächsten Sicherheitstrainings an.

Schwerbehindertenausweis

Schwerbehinderte dürfen den Öffentlichen Personennahverkehr kostenfrei nutzen, wenn sie im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit Beiblatt (Merkzeichen G) und gültiger Wertmarke sind. Der Ausweis ist bei jeder Fahrt (im Original) mitzuführen. Eine genehmigte Begleitperson - Kennzeichen B auf dem Ausweis - kann frei fahren, auch wenn der schwerbehinderte Fahrgast selbst zahlen muss, d.h. wenn das Merkzeichen G auf dem Ausweis fehlt.

Nachweislich ausgebildete Assistenzhunde wie Blindenführhunde, Diabetikerwarnhunde und Epilepsiehunde sind zur Beförderung zugelassen und werden kostenfrei befördert. Sie sind von der Pflicht, einen Maulkorb zu tragen, befreit.

Rollstuhl-Rampen in Straßenbahnen

Zukünftig stehen in den Straßenbahnen in Würzburg Rollstuhl-Rampen zur Verfügung. Jeder kann weiterhin selbstständig ein- und aussteigen oder mit Hilfe einer Begleitperson. Die Rollstuhl-Rampe ist kein Muss, sondern kann bei Bedarf von Ihnen gewählt werden

Das Liniennetz der Straßenbahnen in Würzburg

2019 sind bereits 25% der Haltestellen für den Einsatz von Rollstuhl-Rampen geeignet. Die restlichen Haltestellen werden Zug um Zug umgebaut.

Im Liniennetzplan und im Fahrplan werden alle Haltestellen gekennzeichnet, die für den Einsatz von Rollstuhl-Rampen geeignet sind.

Den aktuellen Liniennetzplan aller geeigneten Haltestellen finden Sie hier.

An der Haltestelle

Das bestehende Haltestellen-Schild wird durch ein neues Schild mit blauem Balken und Rampensymbol ergänzt.

Sie sind retro-reflektierend, das heißt auch im Dunkeln leicht zu erkennen.

Die meisten Straßenbahn-Haltestellen sind barrierefrei. In seltenen Fällen kann die Stufenhöhe an Straßenbahn-Haltestellen bis zu 12 cm betragen. Die Rollstuhl-Rampe hilft hier, diesen Höhenunterschied zu überwinden.

Wo und wann gibt es Rollstuhl-Rampen?

Zuerst werden die Rollstuhl-Rampen Zug um Zug in die GT-N-Züge (vollständige Niederflurfahrzeuge) eingebaut. Im Nachgang werden auch die GT-E-Fahrzeuge nachgerüstet (Niederflur an mittlerer Tür).

Übersicht der Einstiegstüren für Rollstuhlfahrer

Die jeweiligen Türen werden mit einer blauen retro-reflektierenden Folie gekennzeichnet. Den Hinweis „Rollstuhl-Rampe“ mit dem Barrierefrei-Symbol finden Sie im oberen Bereich der Türe. Bei den GT-N-Straßenbahnen wird die zweite Türe und bei den GT-E-Fahrzeugen der Niederflurbereich (die mittlere Türe) markiert.

Der sichere Ein- und Ausstieg

Sie benötigen für den Einstieg eine Rollstuhl-Rampe, dann

  • 1. positionieren Sie sich bitte im vorderen Bereich der Haltestelle in Fahrtrichtung,
  • 2. machen Sie sich während der Einfahrt der Straßenbahn bei dem Fahrer/der Fahrerin per Handzeichen bemerkbar.
  • 3. Die Fahrerin bzw. der Fahrer wird die Rampe für Sie an der entsprechenden Einstiegstür positionieren und Ihnen beim Einsteigen helfen.
  • 4. Bitte nennen Sie der Fahrerin bzw. dem Fahrer Ihre Ausstiegshaltestelle, damit Ihnen beim Aussteigen wieder die Rampe zur Verfügung gestellt werden kann.

Wer keine Hand heben kann, macht das Fahrpersonal bitte mit einem anderen deutlichen Körpersignal auf sich aufmerksam (z.B. Blickkontakt und Kopfnicken).

Bitte beachten und rechtzeitig informieren: Die Haltestelle, an der Sie aussteigen möchten, muss für den Einsatz von Rollstuhl-Rampen geeignet sein. Aus Sicherheitsgründen darf die Rampe nur vom Fahrpersonal bedient werden.

Tipps und Wissenswertes

Alle Tipps zur Barrierefreiheit finden Sie in unserer Broschüre:
Download (618,78 kB)

Alle Infos zu den Rollstuhl-Rampen finden Sie hier
Download (3,45 MB)

Ausbau barrierefreie Haltestellen

Zug um Zug werden alle Haltestellen der Würzburger Straßenbahn barrierefrei ausgebaut. Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Eltern mit Kinderwagen wird so ein komfortabler Einstieg ermöglicht.
Hier sind bereits über 60 % der städtischen Haltestellen (Omnibus und Straßenbahn) barrierefrei umgebaut. Fast alle Haltestellen im Strabanetz sind bereits mit erhöhten Bordsteinen, akustischen und optischen Informationsanlagen sowie einem Blindenleitsystem ausgestattet. Nach und nach werden Haltestellen und Fahrzeuge, welche noch nicht diesen Ausstattungsstandard entsprechen, ausgebaut und angepasst.
Bei Bushaltestellen erfolgt eine enge Abstimmung mit der Stadt Würzburg, Fachabteilung Tiefbau.

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