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Anwendung von Kompost

Kompostierung ist der beschleunigte Ablauf des "natürlichen organischen Kreislaufes" der Natur, von welchem das gesamte pflanzliche, tierische und menschliche Leben auf der Erde abhängt. Zur Kompostierung benötigen Mikroorganismen daher nur organische Masse, Luft und Wasser. Die organische Masse stammt überwiegend aus pflanzlichen Abfällen, die aus Haushalten mit der Biotonne getrennt vom Müll eingesammelt werden und als Bioabfall an das Kompostwerk angeliefert werden. Baum und Strauchschnitt ergänzen sinnvoll den Bioabfall, weil sie für die notwendige Strukturauflockerung bei der Kompostierung sorgen. Es werden keinerlei Zusatzstoffe beigemischt. Die Kompostierung wird im Kompostwerk Würzburg nach dem "GICOM-Tunnelreaktor-System" durchgeführt.

1. Gartenkompost

Ideal zur Düngung und gleichzeitigen Bodenverbesserung in allen Gartenbereichen.

Neuanlage: Bodenstruktur auflockern und bis zu 20 Liter pro m² bei normalen Böden einarbeiten.

Düngen und Boden verbessern im Ziergarten: bis zu 6 Liter pro m² auf dem Blumenbeeten anwenden, Kompost dabei leicht einarbeiten. Bei Pflanzungen von Stauden ca. 25% Kompost in das Pflanzenloch beigeben. Vorrangige Anwendung ist im Frühjahr.

Düngen und Boden verbessern bei Gehölzen: bis zu 4 Liter pro m² bei Ziergehölzen, Beerenobst und Obstbäumen verwenden. Wenn möglich, den Kompost leicht einarbeiten. Bei Gehölzpflanzungen etwa 30% Kompost in das Pflanzenloch beigeben. Die Anwendung ist vorrangig im Herbst oder Frühjahr im Bereich der Baumscheiben.
Achtung: Bei Heidelbeeren und Koniferen Kompost sparsamer anwenden.

Düngen und Boden verbessern im Nutzgarten: bis zu 6 Liter pro m² verwenden, bei Blumenkohl, Brokkoli, Frühkartoffel, Kürbis, Rhabarber, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Spargel, Tomaten, Weißkohl (spät), Wirsing. Bis zu 4 Liter pro m² bei Chinakohl, Gurken, Grünkohl, Kartoffel, Kohlrabi, Mangold, Möhren, Porree, Rettich, Schwarzwurzel, Sellerie, Spinat, Weißkohl (früh). Bis zu 2 Liter pro m² bei Bohnen, Endivien, Erbsen, Salat, Petersilie, Zwiebel, Radieschen. Die Anwendung ist vorrangig im Frühjahr. Den Kompost immer leicht einarbeiten.

ACHTUNG:

  • Alle angegebenen Mengen nicht überschreiten!
  • Kompost darf niemals pur angewendet werden. Bitte mischen Sie den Kompost stets mit vorhandener Erde aus dem Garten. Sie können ihn auch in den Boden einrechen, einhacken oder einfräsen.
  • Kompost nicht bei Azaleen, Rhododendron und Erika anwenden, sondern hierfür Moorbeet- bzw. Rhododendronerde verwenden.


2. Feinkompost

Ideal zur Düngen und gleichzeitigen Bodenverbesserung bei Rasenflächen

Rasen düngen: Den Rasen vor der Kompostanwendung mähen, vertikutieren und abrechen.

Bis zu 3 Liter Kompost pro m² (3mm Aufbringhöhe je m²) verteilen und einrechen. In den darauf folgenden 14 Tagen darauf achten, dass der Rasen immer wieder gut gegossen wird.

Nach etwa 5 Tagen können Sie bei Bedarf auch Rasen nachsäen.

Rasen säen: Zuerst bereiten Sie den Boden vor. Graben Sie den Boden um und befreien Sie ihn sorgfältig von Steinen groben Wurzeln und Unkraut. Bis zu 10 Liter Kompost/qm (10mm/qm) auf dem Boden verteilen. Danach rechen Sie ihn gleichmäßig tief und saatfein. Dabei arbeiten Sie gleichzeitig den Kompost ein. Nun ebnen Sie den Boden mit einem Rechen.

Bringen Sie jetzt den Rasensamen aus und achten Sie in den ersten drei bis vier Wochen nach der Aussaat für ausreichende Feuchtigkeit. Dies ist sehr wichtig, da ein keimender Samen, der austrocknet abstirbt. Die Keimdauer der unterschiedlichen Rasensamen erstreckt sich über 3 Wochen hinweg. Gerade die Samen der Lücken schließenden Grassorten keimen erst ab der 3. Woche,

Hinweis: Jede Rasensaat für die verschiedenen Rasentypen (Spiel- und Sportrasen, Schattenrasen etc.) enthält eine unterschiedliche Zusammensetzung von Gräsern.

Im Garten säen: Hier gilt entsprechendes wie bei der Rasensaat.

ACHTUNG:

  • Alle angegebenen Mengen nicht überschreiten!
  • Kompost darf niemals pur angewendet werden. Bitte mischen Sie den Kompost stets mit vorhandener Erde aus dem Garten. Sie können ihn auch in den Boden einrechen, einhacken oder einfräsen.
  • Kompost nicht bei Azaleen, Rhododendron und Erika anwenden, sondern hierfür Moorbeet- bzw. Rhododendronerde verwenden.

Tipp für die Praxis: Für die genaue Dosierung des Kompostes brauchen Sie einen Eimer mit Literangabe und ein Metermaß. Mit Hilfe des Metermaßes legen Sie einen Quadratmeter auf die Erde, 1 Meter x 1 Meter im rechten Winkel. Die anderen beiden Seiten des Quadrates denken Sie sich dazu. Nun streuen Sie den Inhalt des Eimers, je nach Düngeempfehlung, auf das Quadrat. So bekommen Sie für Ihr Auge ein Streubild der Düngemenge und können besser abschätzen, wie viel Kompost Sie in den Boden einarbeiten können. Kompost darf niemals pur angewendet werden. Bitte mischen Sie den Kompost stets mit vorhandener Erde aus dem Garten. Sie können ihn auch in den Boden einrechen, einhacken oder einfräsen.


3. Frischkompost aus Biokompost

Dieser RAL-gütegesicherte Kompost ist nährstoffreich. Er erfüllt alle Kriterien der EU-Ökoverordnung.

Verwendung:

  • Grunddüngung und Bodenverbesserung im Spargelanbau
  • Grunddüngung und Bodenverbesserung in der Landwirtschaft

Geltungsbereich der Bioabfallverordnung (BioAbfV): Innerhalb von 3 Jahren dürfen nach Maßgabe der BioAbV und soweit düngemittelrechtliche Regelungen nicht entgegen stehen maximal 30 t Trockenmasse je Hektar aufgebracht werden. Im Zeitraum von 3 Jahren dürfen auf derselben Fläche Klärschlämme nicht zusätzlich aufgebracht werden. Bei der Aufbringung auf Feldgemüse- und Feldfutterflächen den Kompost oberflächig einarbeiten.


4. Frischkompost aus Grüngut = Grüngut-Qualitätskompost

Dieser RAL-gütegesicherte Kompost ist nährstoffarm. Er erfüllt alle Kriterien der EU-Ökoverordnung. Darüber hinaus darf er auch in Betrieben von Mitgliedern der verschiedenen Bioverbänden eingesetzt werden.

Verwendung:

  • Grunddüngung und Bodenverbesserung im Spargelanbau
  • Grunddüngung und Bodenverbesserung im Weinanbau
  • Grunddüngung und Bodenverbesserung in der Landwirtschaft
  • Erosionsschutz im Weinanbau

Geltungsbereich der Bioabfallverordnung (BioAbfV): Innerhalb von 3 Jahren dürfen nach Maßgabe der BioAbV und soweit düngemittelrechtliche Regelungen nicht entgegen stehen maximal 30 t Trockenmasse je Hektar aufgebracht werden. Im Zeitraum von 3 Jahren dürfen auf derselben Fläche Klärschlämme nicht zusätzlich aufgebracht werden. Bei der Aufbringung auf Feldgemüse- und Feldfutterflächen den Kompost oberflächig einarbeiten.

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