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Primärenergiefaktor

Nicht jede Energieform lässt sich ohne die Umwandlung in eine andere Energieform gleich gut nutzen. Deswegen müssen primäre Energieträger (z.B. Erdöl, Erdgas usw.) in eine technisch leichter nutzbare Form umgewandelt werden, z.B. in Strom. Die dadurch erzeugte Energieform bezeichnet man als „Sekundärenergie“.
Um bestimmte Energieformen zu gewinnen, umzuwandeln und zu verteilen, wird wiederum Energie aufgewendet. Der „Primärenergiefaktor“ zeigt das Verhältnis von der eingesetzten Primärenergie zur abgegebenen Endenergie. Hier gilt: Je kleiner der Primärenergiefaktor, desto umweltschonender und effizienter ist der Energieeinsatz und -aufwand von der Quelle bis zum Endverbraucher.

Für Deutschland gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV), dort sind alle entsprechenden Primärenergiefaktoren der Energieträger festgelegt. Diese Faktoren wiederum basieren auf den Normen DIN V 18599-1 und DIN 4701-10/A1, bzw. auf den in diesen Normen genannten Berechnungsverfahren für den Primärenergiefaktor. Unter bestimmten Voraussetzungen – etwa durch entsprechende Nachweise und die damit verbundene Zertifizierung – können die normierten Primärenergiefaktoren verändert, d.h. verringert werden. Das gilt für einige Fernwärmeversorger, die zur Erzeugung der Heizwärme einen entsprechenden Energiemix oder auch regenerative Energieträger einsetzen.

EnergieformPrimärenergiefaktor (nach EnEV)
Heizöl1,1
Erdgas/Flüssiggas1,1
Steinkohle1,1
Braunkohle1,2
Holz*0,2
Nah- & Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung**0,19
Strom***2,4
„Umweltenergie“ (Solarenergie, Umgebungswärme, u.ä.)0,0
* Energieträger Holz enthält einen „nicht erneuerbaren Anteil“, da biogene Energieträger aus nachhaltiger Wirtschaft zeitgleich nachwachsen.** Der Primärenergiefaktor der Würzburger Fernwärmeversorgung. *** Ursprünglich nicht erneuerbarer Anteil; Aufgrund des zunehmenden Anteils von erneuerbaren Energien wurde der Primärenergiefaktor für elektrischen Strom in der EnEV von 3,0 auf mittlerweile 2,4 gesenkt.

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