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Nationaler Aktionsplan (NAP) - Wirtschaft und Menschenrechte

Die WVV-Holding und ihre verbundenen Tochterunternehmen sind regionale Arbeitgeber und bieten mehr als 1.400 Arbeitsplätze. Die WVV legt dabei Wert auf sehr gute Arbeitsbedingungen, von der Tarifgestaltung, über die Mitbestimmung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis hin zur allgemeinen Gleichstellung.

Diese für Deutschland und Europa über eine lange Zeit zwischen den Tarifpartnern einvernehmlich ausgehandelten Errungenschaften sind weltweit nicht überall so selbstverständlich. Ein wirtschaftspolitischer Grundkonsens im Zusammenhang mit Menschenrechten und Arbeitsbedingungen wurde jedoch im Jahr 2011 im Rahmen der Vereinten Nationen (VN) gefunden. Man verabschiedete damals die VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die die allgemeine Erklärung der Menschenrechte sowie die Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) umfassen. Alle Staaten der VN haben die Aufgabe, diesen Konsens in den eigenen Ländern auszuarbeiten und weiterzuentwickeln.

In Deutschland ist durch eine interministerielle Zusammenarbeit der „Nationale Aktionsplan (NAP) Wirtschaft und Menschenrechte“ entstanden. Als konkretes Ziel legt der NAP fest, dass im Jahr 2020 mindestens die Hälfte der angesprochenen Unternehmen, auch die WVV-Konzernholding, die Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt nachweislich in ihre Unternehmensprozesse integriert hat. 2020 erfolgt die Nachfrage zum Umsetzungsstand in Form eines Monitoringverfahrens.

Der NAP umfasst im Hinblick auf Wirtschaft und Menschenrechte folgende Elemente:

  • Grundsatzerklärung des Unternehmens

  • Risikoanalyse der wirtschaftlichen Tätigkeiten

  • Maßnahmen und Wirksamkeitsprüfung

  • Beschwerdemechanismus

  • Berichterstattung (intern/externe)

Im Folgenden wird erläutert, wie die WVV den NAP umgesetzt hat.

Grundsatzerklärung zu den Menschenrechten und Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen

Die wesentlichen Menschenrechte und Grundsätze der ILO-Kernarbeitsnormen beziehen sich auf:

  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen

  • Beseitigung von Zwangsarbeit

  • Abschaffung von Kinderarbeit

  • Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf

Umgesetzt sind diese Anforderungen weitestgehend durch die deutsche Gesetzgebung. Zudem sind in Deutschland die Sozialversicherungen in Form von Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen sehr ausgeprägt. Die Einhaltung dieser bestehenden Gesetze und das regelkonforme Handeln ist für die WVV immer schon ein wichtiges Anliegen gewesen. Neuerdings wurde zusätzlich das Instrument des Compliance-Managements im WVV-Konzern eingeführt. Es dient dazu, die relevanten gesetzlichen Vorschriften und internen Compliance-Richtlinien einzuhalten. Eine Compliance-Beauftragte überwacht die Einhaltung aller interner und externer Regeln. Die beschriebenen Rechtsstaatsprinzipien gelten grundsätzlich in der gesamten Europäischen Union. Die WVV geht daher davon aus, dass europäische Lieferketten grundsätzlich die Einhaltung der Menschenrechte und ILO-Kernarbeitsnormen gewährleisten.

Risikoanalyse

Die Stärke und der Schwerpunkt des WVV-Dienstleistungsportfolios liegt im regionalen und kommunalen Geschäftsumfeld, so dass CSR-Risiken (CSR= Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) weltweiter Wertschöpfungsstufen und Lieferketten von vornherein ausgeschlossen werden können. Für die WVV wurde diese Risikoanalyse für zwei relevante Wertschöpfungs- und Lieferprozesse durchgeführt, zum einen für Handel und Vertrieb von Energie & Wasser, zum anderen für Abfall und Recycling in Deutschland.

Handel und Vertrieb von Energie & Wasser

Die WVV-Tochtergesellschaft Stadtwerke Würzburg AG (STW) leistet den Handel und Vertrieb von Energie & Wasser. Der Vertrieb von Energie in Form von Strom und Gas erfolgt überwiegend regional. Sonderverträge werden auch deutschlandweit geschlossen. Im Endkundengeschäft ist kein Risikopotential im Sinne des NAP erkennbar.

Dem Vertrieb von Strom und Gas geht ein Handelsgeschäft voraus. Alle Handels-Kontrahenten sind deutsch-europäische Energiehandelsunternehmen, alle Handelsgeschäfte unterliegen der europäischen Regulierung im Energiehandel. Das Risikopotential des Handels von Strom und Gas wird in der standardisierten Risikoanalyse CSR-Risiko-Check beschrieben. Keines der aufgeführten Risiken ist für die STW bzw. WVV einschlägig.

Auch im Vertrieb und Endkundengeschäft von Wasser ist kein Risikopotential im Sinne des NAP erkennbar.

Abfall und Recycling

Die WVV-Beteiligungsgesellschaft Würzburger Recycling GmbH (WRG) betreibt einen regionalen Containerdienst und Recyclingbetrieb. Das Risikopotential des Recyclingbetriebs wird in der standardisierten Risikoanalyse CSR-Risiko-Check beschrieben. Keines der aufgeführten Risiken ist für die WRG bzw. WVV einschlägig.

Beschwerdemechanismus

Als Beschwerdemechanismus im Sinne des NAP wird das Beschwerdemanagement des WVV-Konzerns genutzt.

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