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Würzburger Hafen GmbH

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Der Würzburger Hafen - Wissenswertes und Interessantes

Der Würzburger Hafen ist mit dem Alten Hafen, dem Neuen Hafen und dem Flußhafen mit 87 Hektar das größte zusammenhängende Gewerbegebiet in Würzburg.

Dieses wichtige Güterverkehrszentrum stellt einen bedeutenden Faktor der wirtschaftlichen Entwicklung im Einzugsbereich der Schifffahrtsstrasse Main dar. Die Einbindung des Würzburger Hafens in die Verkehrsachse Nordsee - Schwarzes Meer verdeutlicht den nationalen und internationalen Standortvorteil Würzburgs für die unterfränkische Wirtschaft.

 

Der Würzburger Hafen - Güterverkehrszentrum für Handel, Dienstleistung, Gewerbe und Industrie - verfügt über eine Variationsbreite, die ihn zu einem Verkehrsknotenpunkt besonderer Art macht. 

Der Würzburger Hafen ist

  • geografisch günstig gelegen, am zentralen Mittelpunkt an
    der Main-Donau-Schifffahrtsstraße
  • größtes, zusammenhängendes Gewerbegebiet Würzburgs
  • wichtiges Güterverkehrszentrum der unterfränkischen Region


    Durch die Einbindung in die Verkehrsachse Nordsee - Schwarzes Meer, ist ein Anschluss an alle europäischen Seehäfen vorhanden.

    Der Würzburger Hafen ist für die künftigen Anforderungen gerüstet.

    Historische Entwicklung

    Dank der günstigen Lage Würzburgs am Mittellauf des Mains wurden hier bereits im 15. Jahrhundert Güter per Schiff umgeschlagen.

    Bauliche Zeugen einer Hafenanlage gibt es aus dem 18. Jahrhundert. Der Alte Kranen, nach Plänen des Major von Neumann, zu seiner Zeit ein technisches Meisterwerk, wurde im September 1773 in Betrieb genommen.

    Neben dieser ersten, "historischen" Hafenanlage wurde für den Holzfloßverkehr 1875 ein Hafenbecken errichtet, das die Hafenfunktion bald vollständig übernahm. Dieser heute noch so genannte "Alte Hafen" wurde bereits 1880 mit einer Gleisverbindung zum Würzburger Bahnhof ausgestattet.

    Im Jahr 1904 beendete man den Ausbau des Alten Hafens zu einem Handelshafen. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der "Hafen- und Lagerhausbetriebe" durch die Stadt Würzburg. Sie wurden als kommunaler Eigenbetrieb der Stadt bis 1969 geführt. Ab diesem Zeitpunkt übernahm die Würzburger Hafen GmbH, als Tochtergesellschaft der WVV, den Betrieb von der Stadt.

    1940 erreichte die Mainkanalisierung Würzburg und bereits parallel zu den Ausbauarbeiten errichtete die Stadt in Eigenleistung den "Neuen Hafen", der den Alten Hafen entlasten sollte. Begünstigend für den Hafen Würzburgs war die Tatsache, dass Würzburg von nun an bis in die Mitte der fünfziger Jahre die Kopfstation der Mainschifffahrt bildete.

    Mitte der fünfziger Jahre wurde der unterhalb der Zeller Mainbrücke gelegene "Flusshafen" errichtet, da eine starke Nachfrage nach Ansiedlungsflächen mit Wasseranschluss herrschte.

    Seit dieser Zeit besteht der Würzburger Hafen aus drei Anlagen, dem Alten Hafen nahe dem Stadtzentrum, dem Neuen Hafen und dem Flusshafen.

    Betrieb und Grundstücke

    In den drei Häfen stehen auf insgesamt 87 Hektar Fläche 2710 Meter Umschlagufer mit elf Kränen, zwei Mobilkränen, vier Verladeanlagen für Getreide und Futtermittel, fünf Mineralölentladeeinrichtungen und eine Kohlenverladeanlage zur Verfügung.

    Ergänzt werden die Umschlagsanlagen durch 230.000 Quadratmeter Freilagerflächen und rund 50.000 Quadratmeter gedeckten Lagerflächen sowie Silos für 160.000 Kubikmeter Schüttgüter. Seitens der Mineralölwirtschaft werden rund 80.000 Kubikmeter Tankraum vorgehalten.

    Die Betriebsführung des Würzburger Hafens liegt bei der Würzburger Hafen GmbH (WHG), einem 74%igen Tochterunternehmen der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH. 26 Prozent hält die Stadt Würzburg direkt an der WHG. Als Aufgaben der Würzburger Hafen GmbH sind der Bau, Betrieb und die Verwaltung des Hafens sowie die Vermietung und Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht definiert.

    Dominante Rolle: Mineralöl

    In den letzten Jahren konnte der Würzburger Hafen zur wirtschaftlichen Entwicklung der unterfränkischen Region entscheidend beitragen. Der günstige Schnittpunkt von Wasser, Gleis und Straße führte dazu, dass derzeit im Würzburger Hafen rund 69 Prozent der angelieferten Güter dem Mineralölbereich zugeordnet werden.

    Von Bedeutung für die Schifffahrt ist darüber hinaus der Sektor "Agrarhandel", d. h. die Gütergruppen Land- und forstwirtschaftliche und verwandte Erzeugnisse, andere Nahrungs- und Futtermittel sowie Düngemittel, die rund 14 Prozent des gesamten Hafenumschlags ausmachen.

    Eine weitere Größe war bislang der Kohleumschlag für das Würzburger Heizkraftwerk an der Friedensbrücke, das nicht zuletzt wegen seiner Umwelttechnik als vorbildlich in Deutschland gilt. Durch den Bau der neuen Gas- und Dampfturbine entfällt künftig der Steinkohle-Schiffstransport völlig.

    Umwelt und Entsorgungswirtschaft

    Wie die meisten Binnenhäfen, versucht auch die WHG neue Güter zu gewinnen. Bereits im Hafen etabliert sind Shredderbetriebe, die auf einen günstigen Transportweg für die Metallabfälle zu den Hütten angewiesen sind.

    Auch eine Anlage, die Müllverbrennungsschlacke zu wiederverwendbaren Baustoffen im Straßen- und Wegebau aufbereitet, ist im Neuen Hafen ansässig und nutzt den Schiffsumschlag.

    Würzburg ist bekannt für seine umweltbewusste Stadtpolitik und die konsequente Umsetzung dieser Zielvorstellungen. So entspricht es auch dieser Philosophie, dass der Hafen und der damit verbundene umweltfreundliche Verkehrsträger - die Binnenschifffahrt - einen hohen Stellenwert besitzen und den Entwicklungen in diesem Bereich große Aufmerksamkeit zuteil wird.

    Bedeutung der Hafenbahn

    Durch die Tieferlegung der Schifffahrtsrinne des Mains und Teile des Neuen Hafens können in Würzburg in Zukunft noch größere Schiffseinheiten abgefertigt werden. Dadurch wird eine weitere Steigerung der Leistungsfähigkeit des Flusses und eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Schifffahrt auf dem Main erreicht.

    Durch die Einbeziehung des Eisenbahnkreuzes Würzburgs in das Schienenhochleistungs-System (Schnellbahntrasse Hannover-München) sind auch auf dem Schienenweg kürzere Transportzeiten zu erreichen.

    Der Gesamtumschlag im Würzburger Hafen verteilt sich mittlerweile im Verhältnis 3 zu 1 auf die Eisenbahn und Binnenschifffahrt. Jährlich werden im drittgrößtem Binnenhafen Bayerns rund zwei Millionen Tonnen Güter im Schiffs- und Bahnverkehr umgeschlagen. Auf der Straße befördert, entspricht diese Menge einer LKW-Schlange von 1.000 Kilometern. Ungefähr die Entfernung von Würzburg nach Rimini.

    Blick in die Zukunft

    Trotz der beengten Lage im Maintal ist die Hafenentwicklung in Würzburg noch nicht abgeschlossen. Es stehen im Neuen Hafen und Flusshafen ausreichend Ansiedlungsflächen zur Verfügung.

    Die Würzburger Hafen GmbH ist durch die Maintieferlegung gerüstet für neue Aufgaben und wird auch weiterhin die Voraussetzungen schaffen, um den künftigen Anforderungen gewachsen zu sein. Sie versteht sich jedoch nicht nur als Umschlagplatz und Mittler zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern. Zukünftige Aufgaben liegen zunehmend in den Bereichen Transport und Lagerung sowie in einem verstärkten Eingreifen in die Logistik des Güterverkehrs.

    Künftige Projekte sind ein Sportboothafen an der Kulturmeile Alter Hafen sowie ein "trimodaler" Container-Umschlagsplatz im Flusshafen, um auch die größeren Container der Europaschiffe in Würzburg vom Schiff auf Bahn und LKW umzuschlagen.

    Der Weg ins nächste Jahrtausend ist für den Würzburger Hafen von einer kundenorientierten Betriebsführung und der Weiterentwicklung zu einem multifunktionalen Service- und Logistikstandort für Mainfranken gezeichnet. Alle Voraussetzungen für eine effiziente Umschlag- und Logistiktätigkeit in der Vernetzung der drei Verkehrsträger Binnenschifffahrt, LKW und Bahn sind im Würzburger Hafen optimal gegeben.

    Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH • Haugerring 5, 97070 Würzburg | WVV-Serviceline 0180 1 988 988: Sie erreichen unsere Mitarbeiter persönlich von Montag bis Freitag ab 7:30 Uhr bis 20:00 Uhr (3,9 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 Ct./Min.)
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