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Stadt und WVV gemeinsam für den Klimaschutz
Bis 2020 will die Stadt Würzburg die CO2-Emissionen bezogen auf das Jahr 1990 halbieren. Dies unterstrich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Damit setzt die Stadt Würzburg zum Klimagipfel in Kopenhagen ein starkes Zeichen für die Region.
Die konkrete Zielsetzung der Stadt Würzburg basiert auf dem „Würzburger Energie- und Klimaprogramm“, das einen grundsätzlichen Handlungsrahmen zur CO2–Reduktion für die Stadt Würzburg aufzeigt. Das Gutachten wurde ab 2008 im Auftrag der WVV durch das Institut für Energie GmbH unter Einbindung wichtiger regionaler Akteure, Experten und Entscheidungsträger aus dem Umfeld des Klimaschutzes erarbeitet.
Es beleuchtet die aktuelle Situation in Würzburg und belegt, dass bereits von 1990 bis 2006 die CO2-Emissionen durch Einsparung, Energieträgersubstitution und Effizienzsteigerung in der Energieerzeugung um 32 Prozent reduziert werden konnten – die EU strebt bis 2020 eine Reduzierung zwischen 20 und 30 Prozent an.
Für die Zukunft zeigt das Gutachten wichtige Handlungsfelder zur Fortsetzung einer energieeffizienten und damit klimafreundlichen Energiepolitik auf und bewertet diese: beispielsweise die energetische Sanierung des privaten und öffentlichen Gebäudebestandes oder eine verbrauchsnahe Energieerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung.
Zur Umsetzung dieses Gutachtens wird bei der Stadt die Stelle eines Klimaschutzkoordinatoren geschaffen der unter anderem auch ein Klimaleitbild sowie ein Maßnahmeprogramm entwerfen soll. „Der Klimawandel ist unter umweltpolitischen Gesichtspunkten eine der größten Herausforderungen, vor denen die Menschheit je gestanden hat – hier müssen auch auf kommunaler Ebene Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Doch Klimaschutz ist nicht nur eine vorausschauende Aufgabe zur Erhaltung der Lebensgrundlagen, Klimaschutz wird zunehmend auch ein Wettbewerbs- und Standortfaktor“, betont Würzburgs Umweltreferent Wolfgang Kleiner.
Die WVV, als regionales Verkehrs- und Versorgungsunternehmen, hat eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz – über die Hälfte des gesamten Einsparungspotenzials fallen in ihren Verantwortungsbereich. Norbert Menke, Geschäftsführer der WVV: „Wir haben uns mit erheblichen Investitionen in eine emissionsarme Energieerzeugung frühzeitig zu dieser Verantwortung bekannt. Auch in den nächsten Jahren wollen wir Maßstäbe setzen für mehr Klimaschutz in unserer Region, der im Zentrum unserer Geschäftspolitik steht. Beispielsweise mit der Nutzung erneuerbarer Energieträger aus der Region, dem Bau einer neuen Straßenbahn ins Hubland oder durch die Umstellung unseres innerstädtischen Fernwärmenetzes von Dampf auf Heizwasser.“
Klimaschutz ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das belegen nicht zuletzt rund 1000 Photovoltaikanlagen, die im Jahr 2009 auf den Dächern im Nahgebiet der Stadtwerke errichtet wurden. „Klimaschutz ist ein Prozess, der langfristig kontinuierlich vorangetrieben werden muss, dazu sind gemeinsame Anstrengungen von Politik und Gesellschaft, vom Erzeuger bis zum Verbraucher nötig. Wir unterstützen das klare Signal der Kommunalpolitik für den Klimaschutz vollumfänglich“, so Menke. |
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