Anwendung von Erden und Substraten (mit und ohne Kompost)

1. Anzucht-/Aussaaterde

Aussaat: Das Aussaatgefäß mit Aussaaterde füllen und darin die Samen gleichmäßig verteilen. Danach, je nach Pflanzenart, mit Aussaaterde übersieben. Nun die Erde gleichmäßig befeuchten. Das Gefäß mit einer Folie oder Glas abdecken. Nach dem Keimen der Saat lüften.

Stecken: Die Stecklinge in die Aussaaterde geben, gut andrücken und danach gleichmäßig feucht halten. Durch das Abdecken mit Folie oder Glas kann während der Bewurzelungsphase für eine hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt werden.

Pikieren: Schalen oder Töpfe mit der Aussaaterde befüllen. Die Sämlinge, kleine Pflänzchen vorsichtig umpflanzen. Die Erde anschließend gleichmäßig feucht halten, aber nicht zu nass. Durch das Abdecken mit Folie oder Glas kann für eine hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt werden.

2. Blumenerde

Den Wurzelfilz der Pflanze auflockern, überschüssige Erde entfernen und kranke oder zu lange Wurzeln kürzen. Die Erde nach dem Umtopfen oder Einpflanzen gleichmäßig feucht halten und Staunässe vermeiden. Nach etwa 4-6 Wochen regelmäßig mit einem Blumendünger nachdüngen. Im Herbst und Winter nur sehr wenig oder gar nicht düngen.

Tipp: Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr oder auch direkt nach der Blüte.

3. Bonsai-Erde

Wichtig ist, dass das Umtopfen von Bonsais nach den Pflegeanleitungen der jeweiligen Pflanzenart durchgeführt wird. Beim Topfen auf einen ungehinderten Wasserabzug achten und Staunässe vermeiden. Nach etwa 6 Wochen mit handelsüblichen Bonsaidünger nachdüngen.

Achtung: Pflanzenarten, die auf saueren Böden beheimatet sind, müssen eine entsprechend andere Spezialerde verwenden.

4. Graberde

Zum Abdecken die Graberde in der gewünschten Menge auf die Oberfläche des Grabes auftragen und gleichmäßig verteilen. Zur Bepflanzung die Graberde gleichmäßig in den Boden einarbeiten, die Pflanzen einsetzen und gut wässern.

5. Grünpflanzen- und Palmerde

Die Pflanzen im Frühjahr oder Herbst in etwa 2 cm größere Gefäße umsetzen. Abgestorbene Wurzelteile dabei entfernen. Die neue Erde um den Ballen herum verteilen und den Ballen leicht andrücken und auf einen ungehinderten Wasserabzug achten. Nach dem Umpflanzen die Erde kräftig angießen und gleichmäßig feucht halten. Erst nach ca. 6 Wochen ist ein regelmäßiges Nachdüngen erforderlich. Im Herbst und Winter nicht düngen.

6. Kakteenerde

Kleine Pflanzen jährlich in nur wenig größere Töpfe einpflanzen. Größere Pflanzen in längeren Abständen, je nach Bedarf, umtopfen. Beim Umtopfen muss darauf geachtet werden, dass das Wasser ungehindert ablaufen kann. Nach etwa 6 Wochen mit handelsüblichen Kakteendünger nachdüngen. Im Herbst und Winter nicht düngen.

Tipp: Erst einige Tage nach dem Pflanzen bzw. Umtopfen angießen. So wird der Wurzelfäule vorgebeugt.

7. „Kübelpflanzen-/Geranienerde Spezial“ von Floratop

Das Gefäß zu etwa 1/3 mit dem Kultursubstrat befüllen. Nach dem Einsetzen der Pflanze das Gefäß vollständig befüllen und die Pflanze gut festdrücken. Anschließend mehrmals kräftig gießen und dabei für eine Abflussmöglichkeit des Gießwassers sorgen. Danach stets nur angepasst mäßig gießen.

8. Kübel- und Zitronenpflanzenerde

Kübel, Töpfe oder Schalen gleichmäßig mit der Erde füllen, die Pflanze vorsichtig hineinsetzten, die Erde anfüllen und leicht andrücken.

9. Moorbeet-/Rhododendronerde von Floratop

Ein Pflanzloch von der doppelten Größe des Wurzelballens ausheben. Beim Einpflanzen die Moorbeeterde nicht mit dem vorhandenen Boden vermischen. Nach dem Einpflanzen und nach der Blüte sowie im Herbst die Moorbeeterde im Garten in einer etwa 3 cm dünnen Schicht zwischen den Pflanzen auftragen.

Tipp: Möglichst nur mit Regenwasser oder kalkfreiem Gießwasser arbeiten. Nach der Blüte und im Herbst eine 3-5 cm dicke Schicht Moorbeeterde aufbringen, um die Nährstoffversorgung zu gewährleisten.

10. Moorbeet-/Rhododendronerde

Ein Pflanzloch von der doppelten Größe des Wurzelballens ausheben. Den Bodenaushub im Verhältnis 1:1 mit Moorbeeterde vermischen und die Pflanze einsetzen. Bei kalkhaltigen Böden, wie auch in Würzburg und Umgebung, diese Erde pur verwenden. Dann stark wässern und die Erde gut antreten. Bei größeren Pflanzen können Sie einen Gießrand um das Pflanzloch anhäufen.

Tipp: Möglichst nur mit Regenwasser oder kalkfreiem Gießwasser arbeiten. Nach der Blüte und im Herbst eine 3-5 cm dicke Schicht Moorbeeterde aufbringen, um die Nährstoffversorgung zu gewährleisten.

11. Orchideenerde

Je nach Art die Orchideen alle 2-3 Jahre in etwa 2 cm größere Gefäße umtopfen. Wenn die Erde verdichtet ist, oder aber zu klein geworden ist, ebenfalls umtopfen. Der Beste Zeitpunkt ist kurz nach der Blüte oder vor der neuen Wachstumsperiode. Nach etwa 8 Wochen nachdüngen. Im Herbst und Winter nicht düngen.

Tipp: Orchideen grundsätzlich mit abgestandenem, möglichst zimmerwarmen Wasser gießen. Da sie eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, gelegentlich mit Wasser besprühen.

12. "Premium Gartenerde" von Floratop

Bei der Neuanlage von Gärten und Pflanzbeeten die Erde ca. 25 bis 40 cm aufschütten. Dabei starke Verdichtungen durch Maschinen vermeiden. Pflanzungen und Ansaaten durchdringend wässern. Raseneinsaaten anwalzen und kontinuierlich feucht halten. Benötigte Menge bei einer Auffüllhöhe von 25 cm: Fläche in qm x 0,25 m = Menge in cbm an "PREMIUM Gartenerde".

Düngung: Im Einbaujahr ist eine zusätzliche Grunddüngung nicht notwendig. Auch in den ersten zwei bis drei Jahren nach dem Einbau ist in der Regel nur eine geringe bis gar keine Düngung in diesem Bereich erforderlich. Bleibt der Boden nach Einbau im Spätherbst/Winter über die Winterperiode ungeschützt bis zur Frühjahrspflanzung liegen, ist in der Regel unmittelbar zur Anpflanzung eine Stickstoffdüngung erforderlich. Bei längerer Lagerung die Erde abdecken.

Achtung:

  • Bei Pflanzung und Aussaat besonders empfindlicher Kulturen, Sträucher oder kleinerer Bäume empfehlen wir zusätzlich eine Anzuchterde für die Saatrille bzw. das Pflanzloch zu verwenden.
  • Für Moorbeetpflanzen (d.h. säureliebende Pflanzen z.B. Eriken, Rhododendren, Azaleen) sollte die PREMIUM Gartenerde nicht verwendet werden.

13. Rasenerde

Rasen-Neuanlage:

Den vorhandenen Boden einebenen, dann 1-2 cm gleichmäßig auf den Boden auftragen. Die Rasensamen gleichmäßig ausstreuen und leicht einharken. Die besäte Fläche anschließend mit 0,5 cm Rasenerde abdecken. Dann den Boden gut walzen oder mit Trittbrettern gut andrücken und schließlich wässern.

Regeneration unansehnlicher Rasenflächen (Kahlstellen, Trittmulden ): Den Rasen rund um die offenen Stellen ca. 2 cm tief mähen. Danach den Rasen vertikutieren. Vertiefungen mit Rasenerde auffüllen und mit einem Rechen oder Straßenbesen ebenen. Rasensamen gleichmäßig mit Rasenerde mischen und 0,5 cm stark ausbringen. Rasensaat andrücken, z.B. mit dem Rücken einer Harke, und wässern.

Tipp: Neu angelegte oder ausgebesserte Rasenflächen nach der Aussaat wässern und feucht halten. Der neue Rasen sollte bei einer Höhe von 8-10 cm zum ersten mal gemäht werden. Bei den nachfolgenden Schnitten den Rasen langsam auf eine Schnitthöhe von 3,5 bis 5 cm herunter schneiden.

14. Reben-Pflanzsubstrat

Speziell für das Pflanzen von Weinstöcken. Ein Pflanzloch von etwa der doppelten Größe des Wurzelballens ausheben. Die Reben-Pflanzerde ins Pflanzloch geben, den Weinstock einsetzen, die Erde auffüllen, andrücken und angießen.

15. Rosenerde

Pflanzen im Garten: Vor dem Pflanzen die Wurzeln auf eine Länge von etwa 20 cm zurückschneiden. Die Triebe ebenfalls einwenig kürzen. Nun ein ausreichend großes Loch ausheben und den Bodenaushub 1:1 mit der Rosenerde vermischen. Nun die Rose ins Pflanzloch setzen, mit der gemischten Erde auffüllen und fest antreten. Haben auf der Pflanzfläche innerhalb der letzten 5 Jahre schon einmal Rosen gestanden, sollte der Boden bis zu einer Tiefe von 50 cm komplett ausgetauscht werden., beispielsweise mit einer Mischung aus Rosenerde und Kompost oder frischem Mutterboden.

Pflanzen in Kübeln: Die Rosenerde unvermischt anwenden und sicher stellen, dass die Veredelungsstelle der Rose 4-6 cm unter der Erdoberfläche liegt.

Tipp: Vor dem Pflanzen die Rosen in einem Eimer gründlich wässern und nach dem Pflanzen gut angießen. Während der Wachstumsphase regelmäßig gießen und gleichmäßig feucht halten. Im Herbst als Schutz vor Frostschäden etwa 20 cm hoch anhäufeln mit Rosenerde oder Rindenmulch.

16. Sandiger Oberboden mit "Würzburger Kompost"

Den Sandigen Oberboden mit Kompost 5 - 10 cm aufbringen und einfräsen. Zur Berechnung der benötigten Menge hier folgende Formel.

Mindestaufbringmenge: Fläche in qm x 0,05 m = Menge in cbm an benötigtem Material.

17. Teicherde

Pflanzkörbe: Die Körbe mit Teicherde füllen, die Pflanzen hineinsetzen und die Erde anschließend mit einer ca. 3 cm dicken Schicht Grobsand oder Kies abdecken. Die Körbe auf den Teichboden stellen. Möglichst jedes Jahr sollten die Pflanzkörbe wieder aufgefüllt werden.

Pflanzung direkt in den Teichgrund: Etwa 10 – 15 cm Teicherde auf den Grund auftragen. Die Pflanzen hineinsetzen und mit einer ca. 3 cm dicken Grobsandschicht abdecken.

18. Torf

Bei einer Neuanlage 20 bis 40 Liter pro m² ausbringen und anfeuchten. Bei einem Pflanzbeet 2 bis 3 cm aufbringen, gut wässern, durchfeuchten und leicht einarbeiten. Bei einer Pflanzung mit Erde im Verhältnis 1:1 mischen aufbringen und gut wässern. Torf ist auch als Winterschutz für Gehölze und Stauden geeignet und zum Einlagern von Blumenzwiebeln, Knollen und Wintergemüse.

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