GT-N-Straba am Hauptbahnhof

Aktueller Neustart-Fahrplan Strabas

gültig seit 28.04.2025

Hier finden Sie die aktuellen Infos und Hintergründe.

Die Vorteile:
  • Straba-Linien 4 & 5
  • alle Stadtteile mit Straßenbahnen angebunden
  • überwiegend barrierefrei
  • tagsüber alle 10 Minuten
  • Busse fahren regulär
  • ZeRo-Schnellverbindung
Straba fährt über Löwenbrücke

Straßenbahnfahrplan Linie 4 & 5

Montag bis Samstag fahren die Straßenbahnlinien 4 & 5 tagsüber jeweils im 10-Minuten-Takt. In den Morgen- und Abendstunden fahren sie alle 15 bzw. 30 Minuten. Der Fahrplan für "Sonn- und Feiertag" bleibt unverändert.

  • Die Linie 4 fährt zwischen Sanderau - Hauptbahnhof - Zellerau.
  • Die Linie 5 fährt zwischen Rottenbauer - Hauptbahnhof - Grombühl.
  • Es werden größtenteils barrierefreie Straßenbahnen eingesetzt.
  • Die Schulverstärkerfahrten zu besonders nachfragestarken Zeiten können nun wieder mit Strabas gefahren werden.

Die Linien 1-3 fahren aktuell nicht. Daher fahren die Linien 4 und 5 über den Bahnhof in alle Stadtteile.

Zur Fahrplanauskunft geht's hier.
Smartphone mit WVVmobil-App

Fahrplan immer dabei

und Fahrschein-Kauf ganz einfach

Mit der praktischen WVVmobil-App haben Sie alle aktuellen Fahrpläne in Echtzeit immer in Ihrer Hosentasche mit dabei. Greifen Sie bequem auf alle Liniennetzpläne zu und speichern Sie sich Ihre persönlichen Routen als Favoriten.

Außerdem können Sie in der App alle D-Ticket-Varianten, sowie einige Fahrkarten für die Großwabe kaufen:

  • Deutschlandticket (auch D-Ticket Job, Azubi, Studium)
  • Kurzstrecke Erwachsene und Kind
  • Einzelkarte Erwachsene und Kind
  • Fahrradticket
  • 6er Karte / 6er Karte Kind
  • Tageskarte Solo / Tageskarte Gruppe

Jetzt WVVmobil-App downloaden!

Gute Neuigkeiten: Straßenbahnen wieder größtenteils im Einsatz

Derzeit fahren wieder fast alle GT-N-Straßenbahnen (90 %) im Würzburger Stadtgebiet. Lediglich zwei Fahrzeuge befinden sich derzeit zur Reperatur noch in der Werkstatt.

Der derzeitige Neustart-Fahrplan für die Linien 4 und 5 bleibt vorerst bestehen. Aufgrund der intensiven Nutzung benötigen jetzt einige andere Straßenbahnen eine technische Überholung. Unsere Fachkräfte prüfen und warten die Strabas nun nach und nach in unserer Werkstatt. Außerdem werden bei den GT-Ns weiterhin regelmäßige Sichtprüfungen durchgeführt.

So stellen wir sicher, dass Sie auch in Zukunft zuverlässig und sicher unterwegs sind.

Ersatzfahrplan Würzburg

Wir danken für Ihr Verständnis!

Wir wissen, dass der Ausfall der Hälfte unserer Fahrzeuge und dem daraus resultierenden Ersatzfahrplan zum Teil deutliche Einschränkungen für Sie als Fahrgast bedeutet hat. Daher danken wir Ihnen allen, dass Sie diese herausfordernden Zeiten mit uns gemeinsam gemeistert haben!

Wir sind froh, Ihnen inzwischen wieder einen guten Straßenbahn-Betrieb in allen Stadtteilen anbieten zu können.

FAQ: Neustart-Fahrplan

Warum gibt es den Neustart-Fahrplan?

"STRABAzierte" Zeiten und besondere Herausforderungen

An einem einzelnen Straßenbahn-Fahrzeug der Baureihe GT-N wurde Ende 2023 ein technischer Defekt am Fahrwerk festgestellt. Es handelte sich dabei um eine sicherheitsrelevante Komponente am Fahrwerk, eine sogenannte „Fahrwerksschwinge“. Vorsorglich wurde dann die gesamte Fahrzeugflotte GT-N aus dem täglichen Fahrbetrieb genommen. Somit standen alle 20 Straßenbahnfahrzeuge dieser Bauart vorerst nicht mehr für den Einsatz im Linienbetrieb zur Verfügung. Es konnte nur noch ca. die Hälfte aller Straßenbahnfahrzeuge eingesetzt werden.

Anstelle der GT-N wurden die verbliebenen Straßenbahnen GT-D und GT-E sowie Ersatzbusse eingesetzt. Die Strabas und SEV-Busse waren im 10-Minuten-Takt tagsüber auf den Linien 4 und 5 unterwegs. Wir danken allen Fahrgästen für das aufgebrachte Verständnis und die Geduld! Auch wenn es zu Stoßzeiten etwas voller war.

Ein Mischbetrieb Straba/Bus auf einer Linie ist generell nicht umsetzbar und für Fahrgäste nicht verständlich. Denn einige Straba-Haltestellen können nicht mit Bussen bedient werden. Daher fuhren in möglichst vielen Stadtteilen Straßenbahnen. Ausschließlich in der Zellerau wurden Busse eingesetzt.

Wir haben alle verfügbaren Fahrzeuge und Personal eingesetzt. Den SEV führten wir möglichst mit Gelenkbussen durch, die mehr Platz bieten. Auch externe Busfirmen waren in unserem Auftrag zur Unterstützung unterwegs. Soweit es möglich war, setzten wir im Schülerverkehr zusätzliche Verstärkerbusse und -strabas ein.

2024 wurde dann die Sommer-Baustelle in der Rathauskurve pünktlich beendet, sodass die Straßenbahnen wieder durch die Innenstadt fahren können. Außerdem sind seitdem genügend GT-N-Fahrzeuge wieder für den Fahrgasteinsatz vorbereitet. Nun können wir wieder einen verbesserten Fahrplan anbieten und alle Stadtteile mit Strabas bedienen. Auch in der Zellerau sind wieder Strabas an allen Tagen unterwegs. Bis alles wieder komplett normal läuft, wird es jedoch noch etwas dauern.

Was ist jetzt besser?

Es können nun wieder in allen Stadtteilen Straßenbahnen eingesetzt werden - ein großer Schritt in Richtung "Normalität". Tagsüber fahren die Linien 4 und 5 im 10-Minuten-Takt. Dabei fahren beide Linien zeitversetzt, sodass in der Innenstadt alle 5 Minuten eine Straba kommt. Beide Linien fahren über den Hauptbahnhof, so ist eine optimale Vernetzung und Umsteigen möglich.

Wie lange ist noch mit Einschränkungen zu rechnen?

Wir freuen uns, das wir aktuell wieder Straßenbahnen im 10-Minutentakt in allen Stadtteilen mit überwiegend barrierefreien Fahrzeugen anbieten können. Auch die Schulverstärkerfahrten zu besonders nachfragstarken Zeiten können statt mit Bussen nun wieder mit Straßenbahnen gefahren werden. Weitere Verbesserungen folgen dann Stück für Stück.

Bis wieder ein Normalbetrieb auf allen Straßenbahnlinien möglich ist, können wir aktuell leider noch nicht absehen, da wir z. B. durch einen Unfall mit mehreren Fahrzeugen Anfang 2025 wieder einen Rückschritt in unserer Flotte an einsetzbaren GT-N Fahrzeugen erfahren mussten. Einige unserer anderen Fahrzeuge sind durch die höhere Beanspruchung auch anfälliger geworden und müssen deshalb häufiger gewartet werden. Da die Sicherheit unserer Fahrgäste für uns aber oberstes Gebot ist, halten wir selbstverständlich alle Wartungs- und Instandhaltungstermine akribisch ein.

Sobald es weitere Verbesserungen im Fahrplan gibt, werden wir darüber berichten.

Wir danken für Ihr Verständnis und Ihre Geduld!

Mehr Hintergrundinfos gibt es in unserem WVVMagazin-Artkel.

Gibt es eine Schnellverbindung (Zellerau - Rottenbauer)?

Inzwischen sind so viele Fahrzeuge der Straßenbahn-Baureihe GT-N repariert, dass seit dem 28.04.2025 eine weitere zusätzliche Bahn zur Verfügung steht. Deshalb konnten wir die Straßenbahn-Direktverbindung der Linie 54 (ehemals Linie 504) zwischen der Zellerau und Rottenbauer wieder aufnehmen.

Die ZeRo-Bahn steht nicht nur für die besonders schülerfreundliche Schnellverbindung zwischen den Stadtteilen Zellerau und Rottenbauer, sondern auch für null Umstiege, null Stress und null Zeitverlust. Sie fährt nur an Schultagen und bringt die Schülerinnen und Schüler von der Haltestelle „Rottenbauer“ über Heidingsfeld und die Innenstadt direkt bis zur Endhaltestelle „Bürgerbräu“ in der Zellerau und wieder zurück. Damit ersetzt die Straßenbahn die beiden bisher aufgrund des GT-N-Ausfalls eingesetzten Busse.

Alle Infos zum Fahrplan gibt es unter: wvv.de/fahrplan

Was ist wichtig für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwägen?

Auf der Linie 4 ist Montag bis Samstag mindestens jede zweite Fahrt barrierefrei, in den Abendstunden sowie Sonn- und feiertags fahren sogar ausschließlich Fahrzeuge mit einem niederflurigen Einstieg. Im Fahrplan der Linie 4 sind die Fahrten, auf denen barrierefreie Straßenbahnen eingesetzt werden, mit einem Rollstuhl-Symbol gekennzeichnet.

Zum Fahrplan der Linie 4

Auf der Linie 5 verfügen alle eingesetzten Fahrzeuge über einen barrierefreien Einstieg.

Es sind auch weiterhin GT-D-Fahrzeuge unterwegs, die nicht barrierefrei sind. Diese werden auf den dynamischen Fahrgastinformationstafeln an den Haltestellen durch ein Quadrat bildlich gekennzeichnet. Sie können entweder die nächste Straßenbahn abwarten oder unserem Fahrpersonal Bescheid geben. Dieses hilft Ihnen gerne beim Einstieg in nicht-barrierefreie Straßenbahnen. Rollstühle können aufgrund der Platzverhältnisse und Stufen nicht in GT-Ds befördert werden.

Warum wurden die GT-N-Fahrzeuge außer Betrieb genommen?

Während einer Betriebsfahrt wurde der Fahrer über das Bedienpult auf eine Störung der mechanischen Bremse aufmerksam gemacht. Ein mitfahrender Kollege bemerkte daraufhin Funken am linken hinteren Fahrwerk. Diese zeigten, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Im Schritt-Tempo konnte das Fahrzeug zum nahen Abstellbetriebshof am Heuchelhof gebracht werden.

Obwohl nur ein Fahrzeug einen Defekt vorgewiesen hat, wurden bis zur Ursachenklärung vorsorglich alle GT-Ns aus dem Verkehr gezogen. Das war eine Vorsichtsmaßnahme, bis wir vom TÜV, von der Technischen Aufsichtsbehörde und vom Hersteller grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme der Straßenbahnen bekommen haben. Denn: Die Sicherheit unsere Fahrgäste ist das A und O!

Es bestand die Gefahr, dass während des Fahrens plötzlich ein Bauteil des Fahrwerks, eine sog. “Fahrwerksschwinge” ausfallen könnte. Dadurch könnte die Straßenbahn entgleisen und im schlimmsten, aber unwahrscheinlichen Fall mit einer anderen zusammenstoßen.

Wir hätten es daher nicht verantworten können, die Fahrzeuge weiter auf Strecke zu lassen. Die Verantwortung für all die Menschen, die wir täglich von A nach B transportieren, ist zu groß, um hier halbe Sachen zu machen.

Durch verschiedene Prüfverfahren in regelmäßigen Intervallen und eine tägliche Sichtkontrolle der Fahrzeuge erfüllen wir derzeit die hohen Sicherheitsstandards. Dadurch können nun wieder 90 % der GT-N-Fahrzeuge im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden.

Was wurde alles untersucht? Wie ist der aktuelle Stand der Untersuchungen?

Die Straßenbahnen der Baureihe GT-N standen zwar still, im Hintergrund arbeiteten wir mit unseren Partnern mit Hochdruck an der Ursachenforschung und Lösung. Die defekte Fahrwerkskomponente, eine sogenannte „Radschwinge“, wurde in einem speziellen Werkstoffprüflabor untersucht. Parallel dazu wurden die 251 Schwingen aller GT-N-Fahrzeuge von spezialisierten Werkstoffprüfern auf mögliche Mängel geprüft. Darüber hinaus wurden weitere Bauteile bei einem Schweißfachbetrieb sowie beim TÜV Süd kontrolliert. Ein komplettes Fahrwerk wurde an den Hersteller versendet, um dort auf einem sogenannten Rollenprüfstand das Fahrwerk zu untersuchen. Ziel war, die mögliche Schadensursache für den Bruch der einzelnen Radschwinge zu identifizieren.

Außerdem wurde in der Vergangenheit ein Fahrzeug auf die Schiene geschickt, das mit einem speziell ausgestatteten Fahrwerk Testfahrten vorgenommen hat. Dadurch konnte ermittelt werden, dass an keinen Stellen im Liniennetz die Straßenbahnen besonders beansprucht werden. Diese Erkenntnisse waren wesentlich für die Ursachenforschung und flossen damit auch in die Entscheidungsfindung ein, wie und wann die GT-N Flotte schrittweise wieder einsatzbereit sind.

Zusätzlich wurden gemeinsam mit TAB und TÜV geeignete Prüfverfahren abgestimmt. Durch die Prüfung in regelmäßigen Intervallen und eine tägliche Sichtkontrolle der Fahrzeuge erfüllen wir die hohen Sicherheitsstandards.

Das Ergebnis:

Die Ursachenforschung und die Bewertung durch die Fachexperten sind vollständig abgeschlossen. Eine konkrete Ursache konnte nicht identifiziert werden. Es wurde festgestellt, dass der bei einer einzelnen Radschwinge aufgetretene Bruch nicht plötzlich passiert ist, sondern sich über einen längeren Zeitraum entwickelt hat. Deshalb können wir nun mithilfe verschiedener Prüfverfahren die Schwingen bei den routinemäßigen Fahrzeuguntersuchungen spezifisch überwachen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden – Mit unserem Newsletter